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Meinung

Kommentar: Das war die Schlüssel-Entscheidung

Lars Knobloch oder Astrid Gemke? Die Frage, wen die titelverteidigende FDP für die Bürgermeisterwahl aufstellen würde, hat die kommunalpolitische Szene in den zurückliegenden Monaten rätseln lassen. Lange waren viele überzeugt, Knobloch würde sich als Erster Stadtrat bereits für das Bürgermeisteramt in Stellung bringen. Doch wer zuletzt genauer hinschaute und auch auf Zwischentöne hörte, der hat gemerkt, dass die Entscheidung tatsächlich noch nicht gefallen war und das Interesse bei Astrid Gemke groß ist. Bei einem Wettanbieter hätten beide ähnliche Quoten erzielt.

Lars Knobloch oder Astrid Gemke? Die Frage, wen die titelverteidigende FDP für die Bürgermeisterwahl aufstellen würde, hat die kommunalpolitische Szene in den zurückliegenden Monaten rätseln lassen. Lange waren viele überzeugt, Knobloch würde sich als Erster Stadtrat bereits für das Bürgermeisteramt in Stellung bringen. Doch wer zuletzt genauer hinschaute und auch auf Zwischentöne hörte, der hat gemerkt, dass die Entscheidung tatsächlich noch nicht gefallen war und das Interesse bei Astrid Gemke groß ist. Bei einem Wettanbieter hätten beide ähnliche Quoten erzielt.

Nun hat die FDP Gemkes Bewerbung offiziell gemacht und damit einen Startschuss gegeben. Die Positionierung der Liberalen war die Schlüssel-Entscheidung: Dass die anderen Parteien und potenzielle unabhängige Bewerber den FDP-Beschluss abgewartet haben, ist nicht nur Höflichkeit gegenüber der stärksten politischen Kraft im Parlament, die zudem den aktuellen Rathauschef stellt.

Mindestens bei der CDU ist davon auszugehen, dass sie die Auswahl ihres Bewerbers von der Personalentscheidung der FDP abhängig macht. Hinter vorgehaltener Hand wurde bereits Interesse an einer Kandidatur geäußert – allerdings nicht gegen Knobloch, der als Erster Stadtrat „Vize-Amtsinhaber“ ist und dem viele als heimischem Unternehmer, Politiker und Vereinsmensch bei der Wahl einen Durchmarsch prognostizierten.

Astrid Gemke ist zwar ebenfalls eine bekannte FDP-Größe, wird aber einen aktiveren Wahlkampf führen müssen, als Knobloch es hätte tun müssen. Politische Gegner dürften versuchen, ihr die fehlende Verwaltungserfahrung anzukreiden. Klar ist: Eine Alleinkandidatur wie bei Stefan Naas 2015 wird es nicht geben. Den Steinbachern steht ein spannender Wahlkampf bevor.

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