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Kräftig werben um den Nachwuchs

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Ronald Deusinger (Mitte) ist 40 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst und wird dafür von Andreas Lang (links) und Stadtrat Dietmer Schmidt-Winterstein ausgezeichnet. © Red

Usingen-Michelbach (fms). Acht Einsätze im Jahr 2021, durchschnittlich waren sieben Einsatzkräfte unterwegs. Die Wehr verfügte über 20 Einsatzkräfte, fünf Kameradinnen und 15 Kameraden. Die Zahlen stammen aus dem Bericht des Wehrführers Sebastian Jänisch bei der Mitgliederversammlung der Wehr.

In 19 Übungen trainierten die Einsatzkräfte ihre Schlagkraft und bildeten sich zu den Themen Unfallverhütung, Funk, Türöffnung und Fahrzeug- sowie Gerätepflege fort. Drei Kräfte besuchten zudem die Truppmann-II-Ausbildung.

Mit 20 Aktiven ist die Michelbacher Feuerwehr noch gut aufgestellt, kann aber sicher nicht aus dem Vollen schöpfen, sondern muss ihre Einsatzschlagkraft weiterhin pflegen und besonders für Nachwuchs sorgen. Sechs Mitglieder zählt zurzeit die Jugendabteilung. Wenn jedes Jahr einer in die Einsatzabteilung beziehungsweise Grundausbildung eintreten würde, dann wären die Voraussetzungen für eine Sicherung der Einsatzstärke gegeben.

Abbau der Sirenen ein Fehler

Besonders Stadtbrandinspektor Michael Grau legte den Finger in diese Wunde und ging auf die Probleme kleiner Wehren ein: »Wir sind die Feuerwehr Usingen«, sagte er aber vorweg und drückte damit die Verbundenheit und das Miteinander der Stadtteilwehren aus, aber auch das sich gegenseitige Ergänzen, so bei der Stationierung von Fahrzeugen. Neben der Schlagkraft einer Wehr, die stets gesichert sein müsse, gehöre auch die nötige Ausstattung, was durch den Feuerwehrbedarfsplan abgebildet werde. Der werde zurzeit wieder angepasst, so Grau.

Fahrzeug wird angeschafft

Der Stadtbrandinspektor ging auch auf Defizite ein. »Wir haben uns in falschen Sicherheit gewiegt«, sagt er in Bezug auf den Katastrophenschutz, für den die Länder zuständig sind, in den aber auch die Feuerwehren eingebunden sind. Mit dem Abbau der Sirenen griff er in diesem Zusammenhang ein Manko auf, das zuvor auch Ehrenstadtbrandinspektor Heinz Dienstbach in seinem Grußwort angesprochen hatte. Er habe sich immer dagegen ausgesprochen, zurzeit könne die Bevölkerung nicht flächendeckend gewarnt werden, was durch Handy-Apps nicht ausgeglichen werden könne.

Die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren beschränke sich nicht nur auf die Rettung, sondern sie seien auch für die Dorfgemeinschaft unentbehrlich. Dafür engagiere sich vor allem der Feuerwehrverein, für den die Vorsitzende Ramona Jänisch berichtete. Aber auch hier habe Corona die Aktivitäten auf ein Minimum begrenzt. Größere Veranstaltung hätten nicht stattfinden können, umso mehr freue man sich, dass es in diesem Jahr wieder langsam starten könne. Der Verein zählt inklusive Einsatzabteilung 126 Mitglieder.

Er unterstützt die Einsatzabteilung auch materiell: So beteiligt er sich an der für dieses Jahr geplanten Anschaffung eines Mannschaftstransportfahrzeugs, über das Rechnungsführer Ronald Deusinger berichtete.

Deusinger ist 40 Jahre im aktiven Dienst und wurde dafür vom Land Hessen mit dem Brandschutzehrenzeichen am Bande ausgezeichnet.

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