Beim ?After Work?-Kurs ?Fit, Fun, Dance? für Menschen im Alter von 50+ wird immer donnerstags im Stadtteil- und Familienzentrum getanzt, und zwar vom Line Dance bis hin zu Sirtaki und Salsa. Dass das Spaß macht, ist offensichtlich.
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Beim ?After Work?-Kurs ?Fit, Fun, Dance? für Menschen im Alter von 50+ wird immer donnerstags im Stadtteil- und Familienzentrum getanzt, und zwar vom Line Dance bis hin zu Sirtaki und Salsa. Dass das Spaß macht, ist offensichtlich.

Stadtteil- und Familienzentrum Dornholzhausen

Kreuzschritt statt Knoten in den Beinen

Beim Tanzkurs „Fit, Fun, Dance“ im Stadtteil- und Familienzentrum Dornholzhausen stehen immer donnerstags Line Dance, internationale Folklore und lateinamerikanische Rhythmen auf dem Programm. Dort freut man sich über neue Teilnehmer. Wir haben TZ-Mitarbeiterin Gabriele Calvo Henning hingeschickt, die auch gleich mitgetanzt hat.

Was die Musik betrifft, hat Tanztrainerin Diana Schramm, wie sie selbst sagt, „tief in die Mottenkiste“ gegriffen. Zum Warm-up gibt es Kung Fu Fighting, ein Knaller aus den 70er Jahren. Jetzt tönt der Megahit September von Earth, Wind & Fire aus dem Lautsprecher und ich versuche, die gerade erst gelernte Line-Dance-Schrittkombination mit Wiegeschritten und Drehungen halbwegs elegant hinzubekommen.

Es ist früher Donnerstagabend und damit Tanzzeit im Gymnastik- raum des Stadtteil- und Familienzentrums Dornholzhausen. Zusammen mit sechs Frauen mache ich beim „After Work“-Kurs „Fit, Fun, Dance“ eine kleine Reise quer durch verschiedene Tanzarten. Und genau so ist dieser Kurs für aktive Menschen im Alter von 50+ auch gedacht: Line Dance, Rounds, Folklore wie der griechische Sirtaki und die lateinamerikanische Salsa stehen auf dem Programm, dazu gibt es Rock- und Pop-Klassiker, zu denen in kleinen Choreographien getanzt wird. Rhythmusgefühl, Bewegungsfreude und möglichst etwas Tanzerfahrung sollten die Teilnehmer mitbringen.

Meine Bedenken, ob ich als Tanz-Analphabetin hier würde mithalten können, ohne mir die Beine zu verknoten, sind schnell weggewischt. Das liegt nicht nur an der lockeren und fröhlichen Atmosphäre, die ich direkt spüre, sondern auch daran, wie Diana Schramm die Schrittfolgen vermittelt. Sie tanzt alles selbst vor, danach wird gemeinsam „trocken“ geübt, dann geht es los zur Musik, während Schramm über ihr kleines Mikrofon klare Kommandos gibt: „Seit und Schwung, Seit und Schwung“. Hand in Hand mit meinen Mittänzerinnen bekomme ich die Sirtakischritte ganz gut hin, auch wenn ich den „Kreuzschritt hintenrum“ nicht immer so ganz astrein aufs Parkett bringe, das in diesem Fall ein Teppich ist. Macht aber nichts, denn auf die Freude am Tanzen kommt es an. Und die vermittelt Diana Schramm, die nach 20 Jahren im Veranstaltungsmanagement vor einigen Jahren ihre Tanzleidenschaft zum Beruf gemacht hat, ganz schnell.

Tolles Fitnesstraining

„Das ist Tanzen ohne Stress“, bestätigt Finanzbuchhalterin Maria, die sich vor allem über die gute Energie freut, die sie hier nach dem Job bekommt. Auch Annette, die in der Suchtberatung tätig ist, kommt gerne zum Kurs. „Ins Fitnessstudio zu gehen finde ich furchtbar. Aber das Bewegen mit Musik liegt mir“, sagt sie. Und Christel, die als Bankkauffrau arbeitet, gefällt, dass man hier alleine hinkommen kann und „nicht nur den Körper, sondern auch den Geist bewegt“. Das erlebe ich spätestens bei der Cucaracha, einem seitlichen, schnellen Wiegeschritt beim Salsatanzen, der nicht nur meine Beine, sondern auch meine grauen Zellen fordert.

Am Ende der Tanzstunde bemerke ich, wie locker und beschwingt mich das Tanzen gemacht hat, und ich staune, was ich in nur einer Stunde gelernt habe. Ruheständlerin Monika hatte also doch recht, als sie mir zu Beginn von ihren Erfahrungen berichtet hat: „Beim ersten Mal war es noch schrecklich. Aber beim zweiten und dritten Mal hat man schon gesehen, was alles hängen geblieben ist.“ Und großen Spaß macht es auch.

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