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Kripo zieht von Bad Homburg nach Oberursel

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Von: Robin Kunze

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Auf dem Konzeptbild sieht man, wie die neue Unterkunft der Kripo Hochtaunus an der Frankfurter Landstraße aussehen soll.
Auf dem Konzeptbild sieht man, wie die neue Unterkunft der Kripo Hochtaunus an der Frankfurter Landstraße aussehen soll. © benchmark REAL Estate

Von 2024 an wird die Kripo Räume im "Townus"-Gebäude beziehen. Die Arbeiten an dem Neubau nehmen dieser Tage Fahrt auf.

Hochtaunus - Noch ist das Projekt "Townus" nicht fertig, an der Frankfurter Landstraße lässt nur eine gewaltige Baugrube erahnen, dass dort künftig ein 50 Millionen Euro teurer Bürokomplex mit einer Nutzfläche von rund 13 000 Quadratmeter stehen wird. Einen weiteren prominenten Mieter konnte der Frankfurter Immobilienentwickler "Benchmark Real Estate" jetzt aber bereits vermelden: Voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2024 wird die Kriminalpolizei Hochtaunus ihre Zentrale in dem Oberurseler Neubau unterbringen. Damit verabschiedet sich die Abteilung von den Räumlichkeiten in Bad Homburg, in denen die Kripo seit mehr als 30 Jahren untergebracht ist.

Der Hintergrund des Umzuges ist simpel. "Es ist ausschließlich eine Platzfrage gewesen", betont Polizeisprecher Michael Greulich. Die bisherige Zentrale in der Saalburgstraße sei buchstäblich an ihre Grenzen geraten, und da das Gebäude aus den Achtzigern nicht mehr hätte vergrößert werden können, musste ein neues Domizil gefunden werden. "Es gab eine öffentliche Ausschreibung, der Standort in Oberursel bekam den Zuschlag", erklärt Greulich sachlich-nüchtern. "In dem anspruchsvollen Ausschreibungsprozess konnten wir die Qualitäten unseres Projektes darlegen und dabei insbesondere durch die Flexibilität der Planung punkten", kommentiert Gregor Zehrer, Projektleiter bei "Benchmark", deutlich euphorischer.

Auch wenn der Umzug rein pragmatische Gründe hat, so kann man getrost sagen, dass demnächst eine Ära enden wird. Bis Anfang der 1970er-Jahre gab es in Bad Homburg die Stadtpolizei samt eigener Kripo-Abteilung. Parallel hatte auch die Landespolizei eine eigene Kriminalpolizei. Es folgte die Umstrukturierung sowie Zusammenlegung und letztlich ein bis 1989 in zwei Etappen vollzogener Umzug der Kripo ins Polizeikommissariat an der Saalburgstraße.

Polizeistation bleibt erhalten

Der Abschied hat für die Beteiligten mehrere Vorteile. Die Kripo Hochtaunus erhalte auf einer Fläche von 4300 Quadratmetern genügend Raum, um auch künftig allen an die Abteilung gestellten Anforderungen gerecht zu werden, so die Polizei. Speziell was den Arbeitsschutz anbelangt, sind die größeren Büros hilfreich. Gleichzeitig wird am alten Standort Platz frei für andere Bereiche, denn das Gebäude an der Saalburgstraße wird auch weiterhin als Bad Homburger Polizeistation genutzt. Und "Benchmark" kann nun bereits eine Auslastung von 50 Prozent für das Objekt "Townus" vermelden.

"Der Vertrag mit einem weiteren verlässlichen Mieter ist ein wichtiger Meilenstein für das Projekt", betont Götz Hufenbach, geschäftsführender Gesellschafter von "Benchmark". Zuvor hatte das Unternehmen mit der renommierten Fitness-Studio-Kette "Fitseveneleven" schon einen großen Mieter gewonnen. Mit weiteren Interessenten sei man aktuell in Verhandlungen, wie der Projektentwickler verrät.

Als Vorzüge der Immobilie "Townus" führt "Benchmark" die Mietfläche an, die flexibel in Einheiten ab 250 Quadratmeter unterteilt werden kann. Zudem legte man in der Konzeptionsphase bereits Wert auf lichtdurchflutete Räume und eine moderne technische Infrastruktur. Das Gebäude ist durch "WireScore" zertifiziert, was auf digitale Konnektivität hinweist. Zum Komplex wird nach Ende der Bauarbeiten ebenfalls ein Parkdeck mit 269 Pkw-Stellplätzen sowie eine Tiefgarage mit 24 Parkplätzen und weitere 15 Außenstellplätze gehören. Dieser Aspekt ist für die Kripo Hochtaunus insofern wichtig, als dass man am neuen Standort auch mit dem eigenen Fuhrpark andocken wird.

Bald beginnt der Hochbau

Letztlich wird auf die Lage der Immobilie verwiesen: Über die Frankfurter Landstraße sei nicht nur die Main-Metropole, sondern auch das Autobahnnetz schnell erreichbar. Die unmittelbar vor dem Areal befindliche U-Bahn-Haltestelle "Oberursel-Bommersheim" und die nur wenige Gehminuten entfernte S-Bahn-Station rundeten die gute Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet ab, so die Immobilienfirma. Ursprünglich sollten die Hochbauarbeiten schon 2020 beginnen, doch der Plan für das Projekt im Süden der Brunnenstadt geriet mehrfach in Verzug. Dass nun Schwung in die Sache kommt, lässt sich an einer Maßnahme erkennen, auf die die Stadt Oberursel dieser Tage hingewiesen hat: Am morgigen Mittwoch wird die Frankfurter Straße in Richtung Niederursel von 7 bis 19 Uhr komplett gesperrt. Dann wird ein Baukran aufgestellt.

Im Gebäude an der Saalburgstraße ist die Kripo seit über 30 Jahren untergebracht. 2024 soll der Auszug verfolgen.
Im Gebäude an der Saalburgstraße ist die Kripo seit über 30 Jahren untergebracht. 2024 soll der Auszug verfolgen. © Jochen Reichwein

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