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Ein schattiges Plätzchen für die sechs jungen Geparden.

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Opel-Zoo: Geparden-Nachwuchs erkundet das Außengehege

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Jamari geht vorbildlich mit ihrem Nachwuchs im Opel-Zoo um. Es ist der erste Wurf der Gepardenkatze.

Kronberg - Wer seine fünf Sinne zusammen hat, der suchte sich gestern Morgen ein schattiges Plätzchen. Das gilt natürlich auch für eine fürsorgliche Gepardenmutter, wie Jamari sie ist. So war sie morgens sehr wohl mit ihren sechs Jungen auf dem Außengelände unterwegs, doch kurz nach neun entschied sie, sich in die Hütte im Schatten im unteren Teil der Anlage zurückzuziehen.

Deshalb gab es für den Tross von Journalisten, die gestern um 10 Uhr zum Pressetermin gekommen waren, um die Raubkatzen auf dem Außengehege zu beobachten, erstmal wenig zu sehen. Eine klassische Wie-Sie-sehen-sehen-Sie-nichts-Situation.

Opel-Zoo: Geparden-Nachwuchs zeigt sich

Dr. Thomas Kauffels, Direktor des Opel-Zoos, nahm es mit Humor, wusste er doch, dass die Tierpfleger ihr Bestes geben würden, die Gepardin mit ihrem Nachwuchs aus dem Schatten zu locken. Revierleiterin Désirée Studt gelingt es, Jamari und im Gefolge die fünf männlichen und das eine weibliche Jungtier dazu zu animieren, nach oben zu kommen.

Jamari startet einen Scheinangriff auf die Revierleiterin und ihren Kollegen, die gemeinsam hinter dem Zaun stehen, dann steuern die Mutter und die Jungen einen Baumstamm an, der ihnen wieder Schatten bietet und der gegenüber der großen Scheibe liegt, durch die Besucher blicken können. Die Kameras der Fotografen klicken, die Videokameras laufen, jede Bewegung, jede Regung wird registriert.

Désirée Studt ist begeistert davon, wie gut Jamari ihrer Mutterrolle gerecht wird, denn es ist ihr erster Wurf. Eine Geburt tue der Katze weh, da könne es auch passieren, dass sich die Mutter gegen den Nachwuchs wendet. Die Kleinen seien propper, aktiv und hätten "schöne Bäuche", schwärmt die Revierleiterin. Seit der Geburt der sechs Geparden sei ihr Arbeitstag noch spannender. "Die entdecken jeden Tag etwas Neues." Das schwerste der Geschwisterkinder wiegt 1400 Gramm, das kleinste 1086 Gramm. Und es lassen sich schon unterschiedliche Charakterzüge erkennen. Es gibt ein Jungtier, das der Mutter kaum von der Seite weicht und es liebt, von ihr das Fell geleckt zu bekommen. Und es gibt einen kecken Wonneproppen, der neugierig das Außengelände erkundet. Namen haben sie noch nicht. Studt: "Wir müssen erst einmal lernen, sie zu unterscheiden."

Geparden: Zum Decken nach Münster

Am 23. Juni kamen die Kleinen auf die Welt. Jamari, die seit Ende April 2018 im Opel-Zoo ist, wurde im Zoo Münster gedeckt, weil es im Opel-Zoo nicht gefunkt hatte. Geparden zur Paarung zu bewegen, ist nicht einfach. Sie müssen sich riechen, damit das Weibchen heiß wird, dürfen sich aber bis zur Paarung nicht sehen, sonst wird das Verhältnis zwischen ihnen schnell geschwisterlich.

Tebo, das Kronberger Geparden-Männchen, soll perspektivisch auch noch seine Chance bekommen, Jamari zu decken. Doch bei dem erfahrenen Münsterer Männchen Jabari war sie offenbar für das erste Mal besser aufgehoben. Bis es in Kronberg zur nächsten Paarung kommen könnte, müssen die Jungtiere erst einmal an andere Zoos abgegeben werden - und das dauert bis zu anderthalb Jahre. Zum Auswildern eignen sich von Menschen gehaltene Geparden nach Auskunft von Studt nicht.

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