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Der Adler in Kronberg bleibt vorerst geschlossen

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Beim Adler scheint Stillstand zu herrschen. Doch hinter den Kulissen suchen die Bauherren weiter nach einem geeigneten, professionellen Wirt.
Beim Adler scheint Stillstand zu herrschen. Doch hinter den Kulissen suchen die Bauherren weiter nach einem geeigneten, professionellen Wirt. © Matthias Reichwein

Stillstand beim Adler – haben die Bauherren das Interesse an dem Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße verloren? Mitnichten – aber bei der Suche nach einem Gastronom geht Qualität vor Schnelligkeit.

Die Erhöhung der Aufenthaltsqualität ist eines der Hauptziele der geänderten Verkehrsführung in der Kronberger Altstadt, die am Gründonnerstag, 29. März, in Kraft tritt. Die untere Friedrich-Ebert-Straße wird dann für mindestens sechs Monate zur Fußgängerzone (wir berichteten). Bei einem potenziellen Frequenzbringer bleiben die Lichter aber vorerst aus: dem Adler. „Wir werden nicht rechtzeitig mit dem Ausbau fertig“, sagt Sven Schulte-Hillen von einer der beiden Bauherren-Familien auf Anfrage unserer Zeitung. Und ergänzt: „Das ist ärgerlich für uns.“ Die Fertigstellung werde sich vermutlich bis in den Mai hinein verzögern.

Wann es tatsächlich losgehen kann, steht indes noch in den Sternen. Nach wie vor ist man auf der Suche nach einem geeigneten Gastronomen. Mit einem Interessenten wurden lange und fruchtbare Verhandlungen geführt, doch zerschlug sich die Zusammenarbeit am Ende doch. Selbst Küche und Bar zu übernehmen, das kommt für die Familien nicht infrage: „Das ist nicht unser Metier.“ Auch in der Gastronomie wolle man nicht stümpern, ein Profi soll es sein. „Wenn wir keinen finden, werden wir nicht mit einem Amateur zusammenarbeiten“, betont Schulte-Hillen. Bis der Vertrag mit einem geeigneten Kandidaten unterschrieben ist, bleibt der Adler zu. „Wir sind weiter guter Dinge und wären gerne vom ersten Tag der Fußgängerzone an dabei, aber es lässt sich leider nicht ändern.“ Zusammen mit der bröckelnden Fassade könnte man den Eindruck gewinnen, dass das Großprojekt zum Stillstand gekommen ist. Dem ist nicht so, versichert Schulte-Hillen. Dass die Schäden noch nicht behoben wurden, ist einem Schadenersatzprozess mit Beweissicherung geschuldet – und die Mühlen der Justiz mahlen mitunter langsam. Das Unternehmen, das die Fassade verputzt hat, ist in die Insolvenz gegangen.

Die beiden Familien hätten weder das Interesse an dem Objekt verloren noch ihr Engagement zurückgefahren: „Wir legen die Hände nicht in den Schoß, es hat sich nichts geändert.“ Im Hintergrund treibe man viele Dinge weiter voran, aber letztlich gelte auch in diesem Fall: „Gut Ding will Weile haben.“ dsc

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