Bald rollen die Bagger

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Bis mit dem Bau des Kammermusiksaals oder des Businesshotels am Bahnhof begonnen wird, dauert es noch ein Weilchen. Vorbereitende Kanalbauarbeiten könnten allerdings schon in den Sommerferien aufgenommen werden.

Mit der Entscheidung zum Bebauungsplan „Bahnhofsquartier Baufeld II“ hat die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sondersitzung am 29. Februar Planungsrecht für den Kammermusiksaal, das Studien- und Verwaltungszentrum sowie für das Businesshotel am Bahnhof geschaffen. Die Taunus Zeitung wollte wissen, welche Arbeiten nun anstehen, was Stadt, der Projektentwickler Contraco (für das Hotel) und die Kronberg Academy als Nächstes zu tun gedenken.

„Der Magistrat muss nun gemäß des Beschlusses einen Plan anfertigen und ihn final herstellen und in dauerhafter Form drucken“, sagt Erster Stadtrat (parteilos) auf Anfrage der Taunus Zeitung. Zudem gelte es, die Verfahrensvermerke zu ergänzen. Dabei handele es sich beispielsweise um die Dokumentation der exakten Auslagetermine sowie der umweltbezogenen Informationen. Damit das Werk nicht anfechtbar wird, sei dabei größte Sorgfalt vonnöten. Nach Druck und nochmaligem Korrekturlesen werde er den Plan als zuständiger Dezernent unterschreiben, schließlich werde er öffentlich gemacht. Das alles werde ein bis zwei Monate in Anspruch nehmen. Jetzt, da der Satzungsbeschluss gefasst sei, bestehe keine Eile mehr, die Partner wüssten, woran sie seien und könnten weiterarbeiten.

Das bestätigen diese auf Anfrage. „Als Bauherr des Hotels freue ich mich, dass am 29. Februar der langersehnte Satzungsbeschluss gekommen ist. Aktuell arbeiten wir gemeinsam mit dem Büro Staab Architekten an den

Grundrisspläne

n und der Baugenehmigung. Ich denke, dass wir nach Ostern konkretere Aussagen zum Thema Hotelbetrieb und Einreichung Bauantrag machen können. Auch diese Gespräche laufen derzeit noch“, teilt Daniel Rinck, Geschäftsführer der Contraco GmbH, mit.

Von der Kornberg Academy heißt es: „Die Stadtverordneten haben den Bebauungsplan ,Bahnhofsquartier Baufeld II‘ als Satzung beschlossen. Daher geht die Kronberg Academy nun in die finale Entwurfsplanung mit dem Architekten Volker Staab, um spätestens Ende 2016 den Bauantrag einreichen zu können.“

Es wird also noch ein Weilchen dauern, bis am Bahnhof die Bagger rollen werden. Obwohl: Erste Vorarbeiten – nämlich die zur Verlegung des verrohrten Baches – könnten in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden. Die Stadt muss einen sogenannten Übergabeschacht für den Winkelbach erstellen.

Nach Auskunft von Jürgen Odszuck ist dies erst dann möglich, wenn die umfangreichen Kanal- und Fahrbahnerneuerungarbeiten in der Frankfurter Straße abgeschlossen sind. Sonst werde die Belastung für Anwohner und Autofahrer schlicht zu hoch. Werde der Bauzeitenplan von Hessen mobil eingehalten, könnte die Stadt mit den Kanalarbeiten in der Bahnhofstraße noch in den Sommerferien beginnen.

Welche Möglichkeiten gibt es bezüglich des Bahnhofsvorplatzes, der Strommastenverlegung und der Entwidmung von Bahnanlagen? „Die gute Nachricht ist, die Bahn hat signalisiert, dass aus ihrer Sicht alles möglich ist, was wir uns wünschen, inklusive Entwidmung des Basa-Gebäudes, Masten verlagern und Baufeldzuschnitt und Verkürzung des Gleises zugunsten des Bahnhofs“, sagt der Erste Stadtrat. Das habe jedoch alles seinen Preis. Und das ist wohl der schlechte Teil der Nachricht. Wenn der eine oder andere Widerspruch im Angebot der Bahn geklärt ist, sollen dem Magistrat die Handlungsalternativen vorgelegt werden. Mit einer abgestimmten Magistratsmeinung würde Odszuck gerne noch in die Stadtverordnetenversammlung vor den Sommerferien gehen.

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