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Blaue Schäfchen trommeln für den Frieden

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Von: Andreas Schick

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Schäfchen zählen ist angesagt: Die Kunstobjekte stehen in der Nachbarschaft der Cellospieler-Skulptur.
Schäfchen zählen ist angesagt: Die Kunstobjekte stehen in der Nachbarschaft der Cellospieler-Skulptur. © JP

Kunstprojekt machte auf Europa-Tournee Station im Victoriapark.

Kronberg -Sie sind ein reisefreudiges Völkchen. Die Vierbeiner grasten vor dem Atomium in Brüssel, am Rhein, weideten in Berlin, Köln, Hamburg, Kerkrade, Wien und Innsbruck. Drei Tage lang erregten 30 blaue Schafe in Kronberg Aufmerksamkeit. Das Städtchen hat keinen Metropolen-Charakter wie diese anderen Orte. Aber mit dem Victoriapark fand sich auch hier ein Plätzchen, wo sie einen netten Nachbarn hatten: Die Schafe umgaben die Skulptur des Cellospielers, der zur nahe gelegenen Kronberg Academy und dem nagelneuen Konzertsaal Casals Forum passt. Die Tiere sind nicht lebendig. Es sind Kunst-Objekte, die auf Bertamaria Reetz und Rainer Bonk („Blauschäfer“) zurückgehen. Seit 2009 schicken sie ihre Herde quer durch Europa.

Seit 2012 stehe die „Blaue Friedensherde unter der Schirmherrschaft des EU-Parlaments“, ist auf der Internetseite des Künstler-Duos nachzulesen. Dort ist zu erfahren, was es mit dem Projekt auf sich hat: „Die Illusion einer friedlich weidenden Schafherde wird zum Symbol für menschliches Miteinander, appelliert an soziale Verantwortung und wirbt für eine tolerante Geisteshaltung. Das Blau als Friedensfarbe findet seine Entsprechung im Blau der EU, der UN, der Unesco oder Unicef. Sie ist die Farbe der europäischen Friedensbewegung. Jede Stadt, die den Blauschafen Weiderecht gewährt, wird zum Bestandteil des Kunstprojekts und dokumentiert so soziale Verantwortung. Als Dankeschön verbleibt ein Blauschaf im Rathaus der jeweiligen Stadt.“ Nicht nur Städte und Gemeinden, auch kulturelle Institutionen, Unternehmen und Privatleute könnten sich am Kunstprojekt der „Blauen Friedensherde“ beteiligen und einzelne Schafe sogar erwerben. Ein Teil des Erlöses der blauen Schafe fließe in die Förderung sozialer Projekte.

Eigentlich plante die Stadt zur Casals-Forum-Eröffnung eine Illumination, die sie aus Energiespargründen aber absagte. Die Schäfchen rückten als Ersatz nach.

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