1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus
  4. Kronberg

Doppelter Nachwuchs bei den knopfäugigen Roten Pandas

Erstellt:

Kommentare

Die männlichen Jungtiere Anzan und Abhayo verstecken sich hinter dem Alttier im Geäst.
Die männlichen Jungtiere Anzan und Abhayo verstecken sich hinter dem Alttier im Geäst. © Archiv Opel-Zoo

Anzan und Abhayo zeigen sich erstmals im Opel-Zoo.

Kronberg -Noch etwas schüchtern verstecken sich die beiden Jungen im Geäst hinter einem erwachsenen Tier. Die schwarzen Knopfaugen des Nachwuchses mustern die Besucher des Opel-Zoos neugierig, die spitzen Ohren sind aufmerksam aufgerichtet. Seit nun vier Monaten sind die Roten Pandas Anzan („ruhiger Berg“) und Abhayo („der Furchtlose“) auf der Welt.

Bislang haben sich die beiden im Schutz der „Wurfhöhle“ zurückgezogen, wo sie von ihrer Mutter gesäugt wurden. Im Alter von drei Monaten kamen sie zunächst nur in der Dämmerung heraus. Mittlerweile erkunden sie auch tagsüber die Außenanlage des Geheges. Dort üben sie, auf Ästen zu balancieren, und suchen Nahrung, hauptsächlich Bambus und Früchte. Sie sind der zweite Wurf des Zucht-Paares der Roten Pandas, Mai-Ling und Tao. Die Jungtiere kommen mit gräulicher Färbung auf die Welt. Anzan und Abhayo, geboren am 16. Juni, haben bereits die charakteristische Zeichnung mit dem hellen Gesicht, rotbraunem Rücken und dunklem Bauch angenommen.

Vom Artensterben bedroht

Der Nachwuchs ist nun auch für die Zoo-Besucher zu sehen. Allerdings braucht man dafür ein wenig Glück, denn die beiden Roten Pandas sind etwas zurückhaltend und ziehen sich immer noch gerne in ihre „Wurfhöhle“ zurück.

Der Rote Panda gilt als stark gefährdete Art. „Wilderei, Abholzung und Überweidung seines Lebensraumes durch Nutztiere haben seinem Bestand stark zugesetzt“, berichtet die Natur- und Umweltschutzorganisation WWF, die den Großen Panda im Wappen trägt. In seiner ursprünglichen Heimatregion in den Wäldern des Himalaya von Nepal bis Myanmar und im chinesischen Bergland, in Höhen von 1800 bis 4000 Meter über dem Meeresspiegel, sei er mittlerweile sehr selten anzufinden, teilt der Opel-Zoo mit. Die Bestände sind laut der Weltnaturschutzunion IUCN weiter rückläufig.

Auch interessant

Kommentare