Landrat Ulrich Krebs (CDU, l.) überreichte den Verdienstorden an Günter Budelski.
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Landrat Ulrich Krebs (CDU, l.) überreichte den Verdienstorden an Günter Budelski.

Verdienstkreuz am Bande

Ehrung für Budelski

Seit Jahrzehnten setzt sich der rührige 75-Jährige für seine Wahlheimat ein – und das auf den unterschiedlichsten Gebieten von der Politik bis zum Fahrradclub. Zum Festakt im Museum Kronberger Malerkolonie kamen rund 60 Gäste.

Von Katja Weinig

Er hilft, wo Hilfe benötigt wird. Er geht offen auf alle Menschen zu, auch wenn sie eine andere Meinung vertreten als er. Versöhnung und Verständigung sind ihm ein besonderes Anliegen. Gestern wurde Günter Budelski für sein langjähriges, überaus vielfältiges ehrenamtliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

In seiner Wahlheimat Kronberg hat Günter Budelski in den vergangenen 50 Jahren viele Spuren hinterlassen: als SPD-Mann in der Kommunalpolitik, als unermüdlicher Fürsprecher Oberhöchstadts, im Vereinsleben vom MTV Kronberg über den Fahrradclub ADFC bis zum Vereinsring, als Gründer und Vorsitzender der „Selbsthilfegruppe Asthma und Allergie“ und nicht zuletzt ganz aktuell beim Aufbau der Flüchtlingshilfe.

Legendärer Staffellauf

Unvergessen auch der legendäre Staffellauf im Jahr 1983, als sich 18 Sportler des MTV als Zeichen der Völkerverständigung zu Fuß auf den Weg in die Partnerstadt Le Lavandou gemacht hatten.

Mehr als 1100 Kilometer legten Günter Budelski und seine Mitstreiter damals zurück, indem sie sich Tag und Nacht alle zehn Kilometer abwechselten, um pünktlich zum feierlichen Osterumzug in der Stadt am Mittelmeer einzutreffen. Für Landrat Ulrich Krebs (CDU) ist die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Günter Budelski daher auch ein „symbolischer Ausdruck der Dankbarkeit unserer Gesellschaft“ für einen jahrzehntelangen, großen ehrenamtlichen Einsatz auf ganz unterschiedlichen Feldern.

Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) lobte vor allem die Leidenschaft und „viel Herzblut“, mit denen sich der heute 75-jährige Oberhöchstädter jederzeit für das Gemeinwohl eingesetzt hat. Zum Festakt im Museum Kronberger Malerkolonie waren rund 60 Gäste erschienen, darunter zahlreiche Familienangehörige, langjährige Weggefährten aus der Politik und Vertreter der lokalen Vereine.

Schwungvoller Jazz

Für einen schwungvollen musikalischen Rahmen sorgte das Eschborner Jazz-Ensemble „J.D. The Band“. Nach der Verleihung spiegelte die große Anzahl an Grußworten noch einmal die Bandbreite des ehrenamtlichen Engagements des gelernten Buchbinders wider. Die Freundlichkeit anderen Menschen gegenüber, die Günter Budelski so wichtig ist, wurde abschließend in seiner Dankesrede noch einmal deutlich.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, die aber viele von euch auch verdient hätten“, so der Geehrte in aller Bescheidenheit. Als gebürtiger Königsberger halte er es gerne mit dem Philosoph Immanuel Kant: „Man tut etwas, weil man es einfach tun muss.“

Nach diesem Motto wird sich Günter Budelski auch weiterhin nach Kräften engagieren – zum Beispiel in der Kronberger Flüchtlingshilfe.

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