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Ihm gelangen bei seiner Rückkehr 24 Punkte für den MTV: Juniorennationalspieler Felix Hecker aus Oberreifenberg (links).

Basketball, Regionalliga

Felix Hecker ist zurück in Kronberg

Vier Niederlagen zum Auftakt hatten Kronbergs Regionalliga-Basketballer durchaus erwartet. Im Hessenderby am Samstag sind die Aussichten besser.

Kräftig Lehrgeld haben die Basketballer des MTV Kronberg auch am vierten Spieltag in der 1. Regionalliga Südwest zahlen müssen. Das zweite Heimspiel ging in der AKS-Sporthalle gegen Spitzenreiter Morgenstern BIS Baskets aus Speyer mit 70:115 verloren. Da nutzte es auch nichts, dass der Name Hecker auf dem Mannschaftsbogen des MTV stand. Es war nicht Philip, der wegen einer Operation am linken Bein noch mindestens vier Monate pausieren muss, sondern dessen älterer Bruder Felix.

Der 20-jährige Juniorennationalspieler aus Oberreifenberg, der im Pro-B-Team des Bundesligisten Frankfurts Skyliners spielt, war vom Verband am Freitag mit einer Doppellizenz für den MTV Kronberg ausgestattet worden und stand deshalb seinem Heimatverein kurzfristig wieder zur Verfügung. „Felix ist natürlich für uns eine enorme Verstärkung, da wir in dieser Saison mit einem sehr kleinen und zudem noch unerfahrenen Kader auskommen müssen“, freute sich MTV-Coach Miljenko Crnjac über den Rückkehrer.

Hecker präsentierte sich mit der ungewohnten Nummer 16 auf dem Trikot –„seine“ ehemalige Nummer 8 trägt jetzt Leon Schicktanz – vor den Augen etlicher Familienangehöriger (die Eltern saßen auf der Tribüne, Bruder Philip arbeitete am Protokoll-Tisch) in glänzender Form. Er war mit 24 Punkten auf Anhieb Top-Scorer seines Teams und versenkte dabei vier Dreier. An der Überlegenheit der Gäste, die über einen Etat von rund einer Viertelmillion Euro verfügen sollen, änderte dies nichts. Die Hausherren hielten in der Anfangsphase noch ordentlich mit (nach drei Minuten stand es 6:8), aber mit zunehmender Spielzeit wurden die Qualitätsunterschiede immer offensichtlicher. Nach dem ersten Viertel stand ein 23:41 auf der Anzeigentafel, zur Pause ein 40:59 und nach dem dritten Viertel ein 58:90.

„Gegen eine solchen Gegner mit ehemaligen Bundesligaspielerin wie Albert Kuppe und Tim Schwartz haben wir keine Chance und können nur lernen“, sagte Crnjac. Steffen Zimmermann war privat verhindert, Yannick Schicktanz ist noch verletzt. „Wenn man bedenkt, dass Daniel Medo mit seinen erst 23 Jahren bei uns der mit Abstand älteste Spieler war, sagt das schon einiges aus“, meinte Crnjac – nicht ohne Stolz. Nach dem happigen Auftaktprogramm wartet auf den MTV nun das Hessen-Derby beim Tabellensiebten Gießen Pointers, das am Samstag um 20 Uhr in der Sporthalle der Theodor-Litt-Schule beginnt.

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