+
Mitte November 2017 sah es an den Schillergärten noch so aus.

Erdarbeiten ab November

Fläche für sechs Mehrfamilienhäuser an den Schillergärten ist gerodet

  • schließen

Die Fläche ist abgeräumt, Büsche und Bäume sind verschwunden. An den Schillergärten sollen bis Ende 2020 sechs „Stadtvillen“ mit 39 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen entstehen. Danach soll es wieder grün werden, verspricht der Projektentwickler.

Drei Wochen hat es nach Angaben von der Projektentwicklerfirma Wilma gedauert, dann war die Fläche gerodet, auf der sich früher Gärten befanden: Tabula rasa auf den Schillergärten, dem Baufeld VI am Bahnhof. Die Gärten waren längst verlassen, es wucherten Büsche und Bäume. Umweltschützer vermuteten hier Rückzugsmöglichkeiten für Tiere. Als Referenz für den Bewuchs lassen sich noch einige Pflanzen am Rand des Areals in Richtung Ludwig-Sauer-Straße heranziehen. Ende 2020 sollen hier schlüsselfertig sechs Mehrfamilienhäuser stehen – und zwar so, dass sie sich an die Topographie des Geländes anpassen, das dem Bahnhof und dem im Bau befindlichen Hotel gegenüber liegt.

Die Bebauung der Schillergärten ist Teil der Entwicklung des Bahnhofsquartiers. Dazu gehört der Bau des Businesshotels am Bahnhof, die Errichtung eines Konzertsaals sowie des Studien- und Verwaltungszentrums der Kronberg Academy und die Schaffung von Wohnraum auf einer Fläche, die als „Gleis 3“ bezeichnet wird. Der höhere Anteil von gefördertem Wohnraum auf eben diesem Baufeld V steht in einem Zusammenhang mit dem Bau der Wohnhäuser der Schillergärten. Da in den Schillergärten gehobenes Wohneigentum entsteht, soll als Ausgleich auf dem Grundstück von „Gleis 3“ bezahlbarer Wohnraum entstehen. Allerdings geht es derzeit auf dem Baufeld V nicht voran. Da stehen noch politische Entscheidungen aus.

Die sind bereits für die Schillergärten gefallen. Nach Vorarbeiten in der Ludwig-Sauer-Straße (Kanalsanierung) sollen im November die Erdarbeiten beginnen, die etwa drei Monate in Anspruch nehmen werden. Ausgehoben werden muss auch die Tiefgarage. Die Lage der Ein- und Ausfahrt ist bereits durch Bretter in der Böschung markiert.

Auf 6200 Quadratmetern Grundstücksfläche sollen die sechs Wohnhäuser entstehen, die Wilma als „Stadtvillen in moderner Architektur“ bezeichnet. In jeder der Stadtvillen finden fünf bis sieben Wohnungen Platz. Es gibt jeweils zwei Geschosse plus Staffelgeschoss sowie teilweise ein zusätzliches Sockelgeschoss.

Die Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sind zwischen 74 und 212 Quadratmeter groß. Der durchschnittliche Preis: 6000 Euro pro. Quadratmeter Käufer werden gelockt mit dem Verweis auf „großzügige Dachterrassen und Loggien, große private Gartenanteile“ und einen zentralen „Quartiersplatz zum entspannten Verweilen“. Die Tiefgarage bietet 73 Stellplätze. Außerdem soll es dort Fahrradabstellräume geben. Und: „Ein eigenes und modernes Blockheizkraftwerk ermöglicht autonome Wärme- und Stromversorgung.“

Bezüglich der Außengestaltung des Geländes gab es eine Bürgerbeteiligung, in der Kronberger Ansprüche festlegten, die dann seitens des Investors und des Architekten berücksichtigt wurden: viel Grün und eine Durchwegung des Areals. Damit hatten Verwaltung und Politik auf kritische Stimmen innerhalb der Bürgerschaft reagiert.

Zum Baufeld VI gehört ein Gewerbebau in Nachbarschaft zum Lokschuppen. Über diesen wurde in der Kommunalpolitik kontrovers diskutiert. Er wird den Bahnhofsplatz unterhalb der sechs Wohnhäuser am nordöstlichen Rand begrenzen. Die Planungen dafür sind nach Auskunft von Wilma aber noch nicht abgeschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare