Will sich jetzt auch für die Kommunalpolitik ins Zeug legen: Hans Willi Schmidt steht bei der Kommunalwahl auf der Liste der SPD.
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Will sich jetzt auch für die Kommunalpolitik ins Zeug legen: Hans Willi Schmidt steht bei der Kommunalwahl auf der Liste der SPD.

Kommunalwahl 2016

SPD gewinnt Macher für Liste

  • VonBoris Schöppner
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Vereinsringchef Hans Willi Schmidt wird das kommunalpolitische Parkett betreten: als Parteiloser auf der Liste der SPD.

Hans Willi Schmidt hat eine zupackende Art – selbst wenn er spricht. Bei Veranstaltungen zur Integration und zur Stadtentwicklung stahl er so manchem Profi die Show, weil er die Dinge in wenigen Worten auf den Punkt brachte. Dass er sonst lieber Taten als Worte sprechen lässt, das wissen die Kronberger. Ob an der Spitze des Altstadtkreises und des Vereinsrings Kronberg oder mittendrin im alltäglichen Kleinklein der Flüchtlingshilfe: Schmidt ist ein Macher, dessen Wort Gewicht hat.

Nun ist es der SPD gelungen, ihn dafür zu gewinnen, bei der Kommunalwahl im März 2016 als Parteiunabhängiger auf der SPD-Liste zu kandidieren. Er habe hat sich bereiterklärt, seine Erfahrungen und sein Engagement vom kommenden Frühjahr an auch auf dem „politischen Parkett“ einzubringen, vermelden Thomas Kämpfer vom Ortsverein sowie Christoph König und Wolfgang Haas von der Fraktion stolz.

Die SPD Kronberg habe vor der Kommunalwahl die sogenannte Siebener-Kommission eingesetzt, deren Vorsitz einem verdienten Sozialdemokraten angetragen werde, in diesem Fall Alt-Bürgermeister Wilhelm Kress. Dieser Kommission gehören für den Ortsvereinsvorstand Andrea Poerschke, Thomas Kämpfer und Karl Eilhard-Papouschek an. Die SPD-Fraktion wird durch die Stadtverordneten Dieter Heist und Thomas Maurer sowie den stellvertretenden Fraktionschef Haas vertreten.

Nicht nur Millionäre

Für die aktuelle wie auch die vorherige Wahlzeit sei es der SPD gelungen, profilierte Kronberger wie Klaus Georg Pfeifer, Dieter Heist, Thomas Maurer und Dieter Temmen für eine Mitarbeit in der Fraktion zu gewinnen. Alle Genannten seien nach einer Schnupperphase in die SPD eingetreten.

Hans Willi Schmidt will parteiunabhängig blieben. Sein Anliegen: In Kronberg etwas für die Kronberger zu erreichen. Instrumentalisieren lassen werde er sich nicht. Und Schmidt verspricht: „Der Altstadtkreis wird nicht zum Sprachrohr der SPD.“ Der 65-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass ein Anstoß für sein kommunalpolitisches Engagement der offene Brief von 21 Kronbergern gewesen sei, die sich gegen Geschosswohnungsbau am Bahnhof ausgesprochen haben. Schmidt sieht im Kammermusiksaal eine Chance für Kronberg, und er sieht die Kommune in der Pflicht, beim Wohnungsbau auch an die Mittelschicht zu denken. „Kronberg ist nicht nur ein Ort der Millionäre, sondern für Menschen aller Schichten.“

(öp)

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