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Hier wird’s gefährlich

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© Heiko Rhode (Heiko Rhode)

Nach den beiden Auftaktniederlagen planen die Kronberger Basketballerinnen ihren ersten Sieg. Rodman-Fan Uschi Wittlich weiß, wie es klappen könnte.

Er war über eine Dekade das Enfant terrible des US-Basketballs: Dennis Rodman. Genannt: „The Menace“ (die Gefahr). Und er gilt als einer der besten Verteidiger, der je in der NBA spielte. Ein sehr erfolgreicher noch dazu: Drei seiner fünf Titel hat der „Bad Boy“ mit den Chicago Bulls in den Neunzigern abgeräumt und dabei sozusagen für Superstar Michael Jordan die Drecksarbeit verrichtet.

Im Jahr 2000 hat der technisch keineswegs brillante, aber sehr einsatzfreudige Rodman seine Karriere beendet. Der Lieblingsspieler von Uschi Wittlich ist er bis heute. Das passt, denn über den Kampf, ist sich die Basketballerin des MTV Kronberg ganz sicher, könne ihr Team einiges erreichen. Fehlstart hin, Fehlstart her. Den ersten Saisonsieg in der Nordgruppe der Basketball-Regionalliga Südwest haben sich die MTV-Korbjägerinnen nun für den kommenden Samstag gegen den BC Wiesbaden vorgenommen. Los geht’s um 17.15 Uhr in der Sporthalle der Altkönigschule.

Am Sonntag wiederum möchte die 2. Mannschaft des MTV in der Oberliga ihren zweiten Sieg einfahren: Um 15.30 Uhr gastiert die SG Weiterstadt II in der AKD-Halle.

Doch zurück zu Uschi Wittlich und der „Ersten“: Das Rezept für eine erfolgreiche Runde besteht ihrer Meinung nach aus drei Zutaten. „Wir müssen uns bei jeder Begegnung pushen, gemeinsam kämpfen und nie den Spaß am Spiel verlieren.“ So ähnlich hätte es auch, jedenfalls sinngemäß, Rodman in seiner aktiven Zeit sagen können. Für die bisherigen Niederlagen hat die 37-Jährige noch andere Gründe ausgemacht: „Wir haben uns viel zu viele Ballverluste geleistet und sind im Abschluss schwach gewesen“, sagt Wittlich zu den Leistungen gegen den BC Marburg II (48:59) und beim TV Hofheim (44:56).

„Intensiv gearbeitet“

Die zu den erfahrensten MTV-Spielerinnen gehörende Projektleiterin einer Messeagentur glaubt fest daran, dass am Samstag der Bock umgestoßen und gegen das Team aus der Landeshauptstadt ein Sieg eingefahren wird: „Erstens gehören sowohl Marburg als auch Hofheim zu den stärksten Regionalliga-Mannschaften und zweitens haben wir im Training intensiv an unseren Schwachpunkten gearbeitet.“

Die gebürtige Bad Honneferin hat übrigens erst mit 14 Jahren begonnen, Basketball zu spielen – mittlerweile mit verschiedenen Vereinen aber schon einiges erreicht. Zu den Erfolgen in der Jugend wie der Oberliga-Titel mit Rhöndorf oder die Meisterschaft beim Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ sind in aktiven Jahren einige hinzugekommen, zuletzt der Aufstieg mit dem MTV in die Regionalliga (2015) und die diesjährige Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft für Ü-35-Teams.

Trotz des Fehlstarts geht die Sprecherin des Kronberger Damenteams davon aus, dass der MTV am Ende dieser Runde auf einem Platz im oberen Tabellendrittel zu finden sein wird. Sehr selbstbewusst, diese Aussage – ganz wie Dennis Rodman. rem/sp

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