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Kalt duschen in der Taunushalle

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Magistrat informiert, wo die Stadt Energie sparen wird.

Kronberg -Die Kronberger Stadtverwaltung hat sich in den vergangenen Wochen nach eigenen Angaben „intensiv mit den verschiedensten Möglichkeiten beschäftigt, Energie zu sparen“. Hierzu habe Bürgermeister Christoph König eine fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppe eingesetzt, die verschiedene Themen untersucht, entsprechende Maßnahmen definiert und teilweise bereits umgesetzt habe. Dies reicht von der Heizung und Beleuchtung der städtischen Dienstgebäude über die Straßenbeleuchtung bis zur Warmwasserbereitung und der Nutzung städtischer Fahrzeuge.

Feuerwehr-Häuser bleiben beleuchtet

Auch das vom Klimaschutzmanager Friedrich Horn erarbeitete Klimaschutzkonzept diene als wichtige Arbeitsgrundlage. Wie inzwischen bundesweit vorgeschrieben ist, wird die Temperatur in den Büros der Stadtverwaltung mit Beginn der Heizperiode auf 19 Grad begrenzt. „Um dies in der Stadtverwaltung Kronberg umsetzen zu können, werden die Heizkörperventile ausgetauscht, damit auf eine zentrale Steuerung umgestellt werden kann“, teilte die Rathaus-Pressestelle gestern mit. Hinzu komme eine Reihe kleinerer Maßnahmen, etwa die Reduzierung der Warmwasserversorgung an Handwaschbecken und die Einschränkung der Nutzung von Luftreinigern. Auch an den Duschen in der Taunushalle Schönberg wird es künftig nur noch kaltes Wasser geben. Ausgenommen von der Temperaturabsenkung sind die städtischen Kindertagesstätten. Die Innenbeleuchtung der städtischen Gebäude sei „bereits weitgehend auf energiesparende LED-Leuchtmittel umgestellt“. Die Außenbeleuchtung städtischer Gebäude (Stadthalle, Receptur, Zehntscheune) wurde bereits abgeschaltet. Gleiches gilt für die beleuchteten Brunnen. Einzig die Feuerwehr-Häuser werden aus Sicherheitsgründen weiter beleuchtet. Der Rathauschef weiter: „Wichtige Energiespar-Maßnahmen sind aber schon seit längerem in Arbeit oder bereits abgeschlossen. So konnte durch die Erneuerung der Absorberanlage am Waldschwimmbad in der gesamten Badesaison 2022 das Badewasser ausschließlich mit Solarenergie geheizt werden.“

Die Straßenbeleuchtung Kronbergs ist schon länger im Fokus von Energiesparmaßnahmen, entfällt doch bis zur Hälfte des kommunalen Stromverbrauchs auf die Straßenbeleuchtung. König: „Die Beleuchtung wird seit einigen Jahren auf energiesparende LED-Leuchten umgestellt, wodurch jeweils etwa 65 bis 75 Prozent der Energie eingespart werden kann. Etwa 20 Prozent der Leuchten sind bereits ersetzt, die weitere Umstellung durch den Energieversorger Syna läuft.“

Straßenlaternen brennen kürzer als früher

Darüber hinaus habe der Magistrat vorige Woche beschlossen, die Straßenbeleuchtung zwischen 21 und 6 Uhr zu reduzieren. Bisher galt dies von 23 bis 5 Uhr. Dabei werden die modernen LED-Lampen gedimmt. Bei den älteren Leuchten wird jede zweite abgeschaltet. König: „Dies senkt den Stromverbrauch in der entsprechenden Zeit um etwa ein Drittel.“

Die Stadtverwaltung plant eine Förderrichtlinie für ein Zuschussprogramm für Zisternen. Die Zisternensatzung soll ohnehin überarbeitet werden. Dazu erklärt Erster Stadtrat Robert Siedler: „Geplant ist die entsprechende Vorlage hierzu für die Dezember-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung.“ Nach Angaben des Magistrats befindet sich außerdem eine Fördermittelrichtlinie für Photovoltaik auf dem Arbeitsplan der Verwaltung. Das gelte auch für die Ausschreibung für das Ladeinfrastruktur-Konzept. red

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