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Kann der Kanal vor der St.-Alban-Kirche das Wasser nicht in ausreichender Menge aufnehmen? In dieser wollen die Schönberger Ortspolitiker Klarheit.

Ortsbeirat Schönberg

Kronberg: Grüne fordern Klimaschutz-Plan, CDU sorgt sich um Überschwemmungen

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Wie begegnet man dem Klimawandel am besten? Mit dieser Frage hat sich jetzt der Ortsbeirat Schönberg intensiv beschäftigt. Die Grünen setzen auf einen Aktionsplan für die Stadt, während die CDU zunächst einmal wissen will, wie der Ortskern von Schönberg vor Überschwemmungen geschützt werden kann.

Kronberg - Klimaschutz und Hochwasser – zwei Themen, die wohl kaum voneinander zu trennen sind. Die Grünen haben das große Ganze im Blick: Sie werben in dieser Sitzungsrunde für die Erstellung eines Aktionsplans zu Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort. Bis Oktober 2019 soll der Magistrat demnach einen Plan aufstellen, der unter anderem den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß der Stadt erfasst. Weiterhin sollen darin geplante oder bereits durchgeführte Maßnahmen zum Klimaschutz aufgelistet sowie Kennzahlen eingeführt werden, die geeignet sind, den Fortschritt in diesem Bereich zu dokumentieren. Der Plan soll dann alle fünf Jahre aktualisiert werden.

Zur Begründung heißt es unter anderem, dass es einen solchen Plan trotz einiger früherer Anläufe bisher noch nicht gibt. Angesichts zunehmender Anzeichen des Klimawandels sei er jedoch mehr als nötig. Zwar gebe es einzelne Maßnahmen wie etwa eine Bürgersolaranlage, doch seien sie nicht in ein Konzept eingebunden. In den Doppelhaushalt 2018/19 wurden bereits Mittel von 30 000 Euro für die Erstellung eines Klimakonzeptes eingestellt, das mit dem Antrag konkretisiert werden soll.

Eine persönliche Vorstellung des Antrags gab es im Schönberger Ortsbeirat am Mittwochabend nicht, die Grünen sind dort nicht vertreten. Dr. Heide-Margaret Esen-Baur (KfB) hatte die Vorlage gewogen und für zu leicht befunden: „Uns sollten vor der Beschlussfassung noch Zahlen vorgelegt werden, wie viel Geld für welche Maßnahmen benötigt wird.“ Es sei nicht klar, ob die 30 000 Euro dafür ausreichen würden: „So können wir dem nicht zustimmen.“

Ortsvorsteher Mathias Völlger (CDU) machte einen Vorschlag zur Güte, der im Ortsbeirat die Zustimmung aller Anwesenden fand: Der Antrag wurde einstimmig in den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt verwiesen. Er tagt am Dienstag, 5. Februar, um 18.30 Uhr in der Kronberger Stadthalle (siehe Box).

Kurzfristigere Ziele hatte der CDU-Antrag zum Hochwasserschutz zum Inhalt: Gefragt waren hier schnelle und realisierbare Lösungsmöglichkeiten zur Verhinderung der immer wiederkehrenden Überschwemmungen im Bereich des Schönberger Ortskerns, unter anderem vor der Kirche St. Alban. Die Kosten für Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten seien enorm, so die Unterzeichnenden Andreas Becker und Reinhard Bardtke: „Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden.“ Zum Beispiel mittels einer Überprüfung der Kanalkapazitäten, wie Völlger ergänzend erklärte.

Rainer Schmidt (KfB) nannte die Vorschläge ehrenwert, man könne sich ihnen kaum entziehen. Allein, das habe es alles schon gegeben, die Möglich- und Unmöglichkeiten seien bereits erschöpfend erklärt worden. Für die Kirche etwa sei die einzige Option gewesen, eine Art Mauer um sie herum zu bauen. Schmidt: „Ich weiß nicht, ob sich an der Sachlage etwas geändert hat.“ Eine Kanalerweiterung sei bereits erfolgt, ergänzte Esen-Baur. Nichtsdestotrotz fand der Antrag schlussendlich eine einstimmige Mehrheit.

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