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Für 200 Euro ist eine unterstützende Patenschaft für eine Zwergmanguste erhältlich. (Die Kamera ist nicht im Preis enthalten.) Archivfoto: öp

Patenschaft

Opel-Zoo hat sein Paten-System umgestellt, um der großen Nachfrage gerecht zu werden

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Die Premium-Patenschaften für die drei Elefanten sind längst vergeben. Doch wer sich der Tierart der afrikanischen Elefanten verbunden fühlt, der kann sich für eine unterstützende Patenschaft entscheiden. Das neue Modell kommt gut an.

Eine Tierpatenschaft kann das passende Geschenk für den sein, der schon alles hat. Oder für ein Kind, das gerne ein Meerschweinchen hätte, aber keines halten darf. Margarete Herrmann, Pressesprecherin des Opel-Zoos, kennt viele der Beweggründe, warum sich Menschen für eine Patenschaft entscheiden. Turteltauben standen eine Zeit lang hoch im Kurs für Frischvermählte. Zur Hochzeit werden aktuell gerne Patenschaften für die Göttinger Minischweine verschenkt, sie gelten als Glückssymbol.

Umstellung des Patenschaftssystems im Opel-Zoo

Der Opel-Zoo hat im Oktober begonnen, das Patenschaftssystem umzustellen. Neu ist, dass jetzt auch unterstützende Patenschaften für Tiere möglich sind, für die es auch Premium-Patenschaften gibt. „Früher galt: drei Elefanten, drei Paten“, erklärt Herrmann. Doch dank der unterstützenden Patenschaften bekommen mehr Menschen die Gelegenheit, eine Patenschaft für „ihre“ Tiere zu übernehmen. Der Unterschied zur Premium-Patenschaft liegt neben dem Preis darin, dass Paten eine Patenschaft für eine Tierart und nicht für ein individuelles Tier übernehmen.

Die Umstellung des Systems sei im Sinne der Paten gewesen, erklärt Herrmann. Niemand muss jetzt auf eine Patenschaft verzichten, bloß weil sein Lieblingstier vergeben ist; vielmehr hat er jetzt die Gelegenheit, auf eine unterstützende Patenschaft auszuweichen.

Unterstützende Patenschaft kommt gut an

Offenbar kommt das gut an. „Wir haben jede Menge unterstützende Patenschaften bekommen“, sagt Herrmann gegenüber unserer Zeitung. Bei den Premium-Patenschaften gibt es nämlich nur noch wenige freie Individuen: Brillenpinguine, Mesopotamische Damhirsche und Feldhamster sind noch zu vergeben.

„Die Menschen, die eine Patenschaft übernehmen, haben eine besondere Bindung zu unserem Zoo und zu der Tierart“, führt Herrmann aus. Oft seien es bedrohte Tierarten, für die sich die Paten entschieden. Manche entscheiden sich auch für ein afrikanisches Tier, weil sie selbst schon einmal in Afrika waren. Mitunter liegt die Motivation aber schlicht im Namen des Tieres begründet – etwa, wenn eine Familie Fuchs heißt.

Erdmännchen sind gefragt

Besonders beliebt sind Patenschaften für Erdmännchen. Es gibt auch Interessierte, die wollen eine Patenschaft für ein explizit wenig beliebtes Tier. Der Waldrapp ist ein wenig ansehnliches Tier, doch auch er findet seine Fans. Das liegt vor allem an dem Artenschutzprojekt. Die Tiere werden in Andalusien ausgewildert.

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Herrmann kennt Großeltern, die ihren Enkeln eine Patenschaft geschenkt haben, für die es auch ein Namensschild am Gehege gibt. So soll der Nachwuchs an das Prinzip herangeführt werden, Gutes zu tun und dafür gelobt zu werden. Nicht jeder, der eine Patenschaft übernimmt, legt Wert darauf, seinen Namen an einem Gehege zu lesen. „Natürlich sind Patenschaften auch ohne Namensschild möglich“, sagt die Pressesprecherin

Patenschaft als beliebtes Geschenk

500 Patenschaften gibt es zurzeit. Unter den Paten sind „viele treue Seelen“, also Menschen, deren Patenschaften sich Jahr für Jahr verlängern. Doch es gibt auch die Möglichkeit, die Patenschaft von vorneherein auf ein Jahr zu begrenzen. Das ist ein beliebtes Kombi-Geschenk – zum Beispiel für Menschen, die aus dem Berufsleben ausscheiden. Kollegen schenken dem künftigen Ruheständler dann eine Tierpatenschaft und dazu eine Jahreskarte für den Opel-Zoo.

Von Boris Schöppner

Vielleicht können Sie auch bald eine Patenschaft für Panzernashörner beantragen, die kommen ab 2022 voraussichtlich in den Opel-Zoo.

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