Die walisische Küste im Blick: Der alte und neue Vorstand des Partnerschaftsvereins Kronberg-Aberyst-wyth: Dr. Barbara Reimer, Rolf Janka, Jutta Schrodt und Annika Hildebrand (von links).
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Die walisische Küste im Blick: Der alte und neue Vorstand des Partnerschaftsvereins Kronberg-Aberyst-wyth: Dr. Barbara Reimer, Rolf Janka, Jutta Schrodt und Annika Hildebrand (von links).

Wiederauferstehung

Kronberg: Partnerschaftsverein meldet sich zurück

  • VonEsther Fuchs
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Endlich konnte wieder eine Hauptversammlung stattfinden. Man blickt zuversichtlich in die Zukunft: 2022 wird das 25-jähriges Bestehen der Freundschaft mit Aberystwyth gefeiert.

Der Blick des bronzenen Drachen am Partnerschaftsbrunnen richtet sich nach vorne. Die Aussichten des Partnerschaftsvereins Kronberg-Aberystwyth sind positiv.

Man konnte die Zahl der Mitglieder halten und sogar ein klein wenig verjüngen. Vier Schüler und Studenten traten dem Verein bei, der aktuell 129 Mitglieder hat. Am Mittwochabend haben sich die Mitglieder erstmals wieder zu einer Jahreshauptversammlung getroffen, die zuletzt Corona-bedingt hatte ausfallen müssen.

So gab es gleich drei Jahre, auf die es zurückzublicken galt. Waren die Jahre 2018 und 2019 noch mit vielen Aktivitäten gespickt, so war es 2020 und 2021 ruhig geworden. Kontakt hielt man per Video, E-Mail und Telefon.

Zeichen des

Aufbruchs

Die Jahreshauptversammlung zum Herbstanfang 2021 soll somit auch als ein Zeichen des Aufbruchs verstanden werden.

Im kommenden Jahr steht das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft mit den englischen Freunden in dem walisischen Seebad an. Das möchten Dr. Barbara Reimer samt Vorstand und Mitgliedern auf alle Fälle feiern.

"Nicht so umfangreich wie das 20-Jährige vor fünf Jahren, aber mit einem zehntägigen Besuch in Aberystwyth im Mai und dem Besuch unserer walisischen Freunde zum Kunst- und Weinmarkt in Kronberg", ließ sich Reimer entlocken.

Weitere Ideen für Zusammenkünfte bestehen. Außerdem soll bis 2022 der bereits in Arbeit befindliche neue Flyer fertiggestellt sein. Mit konkreten Veranstaltungsangeboten wie weiteren Reisen, Tagesausflügen oder dem in der Vergangenheit stattgefundenen Schüleraustausch wollte man sich vergangenen Mittwochabend jedoch noch zurückhalten.

"Wir sind erstmal froh, dass nach zwei Jahren Pause überhaupt wieder eine Jahreshauptversammlung möglich ist", unterstrich Schriftführerin Annika Hildebrand.

Dem bereits Mitte November 2020 neu gewählten Bürgermeister Christoph König gab das Treffen erstmals die Möglichkeit zum persönlichen Vorbeikommen. König dankte dem Verein für sein interkulturelles Engagement. "Ich dachte früher immer, es sei normal, dass eine Stadt Partnerschaften pflegt. Jetzt habe ich gesehen, dass das alles andere als selbstverständlich ist", so König, der im Zuge seiner Begrüßung auch die drei anderen Partnerstädte der Stadt, Le Lavandou, Porto Recanati und Ballenstedt am Harz, nannte. "Kronberg hat vier aktive Städtepartnerschaften. Sie sind der dritte Verein, nach Le Lavandou und Porto Recanati, der sich zurückmeldet. Demnächst trifft sich noch Ballenstedt", wertschätzte der Bürgermeister die Initiative der Vereine zum Aufbruch.

Auch die Neuwahl des Vorstands stand an. Das bewährte Team mit Vereinschefin Barbara Reimer, Stellvertreterin Jutta Schrodt, Kassenwart Rolf Janka sowie Schriftführerin Annika Hildebrand stellte sich erneut zur Wahl. Die "angenehme Zusammenarbeit" zu Beginn der Veranstaltung von der Vereinschefin gelobt, bestätigten die Anwesenden mit der Wiederwahl ihres Vorstands. Barbara Reimer, Jutta Schrodt, Rolf Janka und Annika Hildebrand werden auch künftig in ihren Ämtern tätig sein.

Einfuhrzoll für Whisky

wegen Brexit

Die Anwesenheit des Rathauschefs gab Anlass, mehr über den nun doch stattfindenden Weihnachtsmarkt zu erfahren. Viel konnte König noch nicht berichten. "Sie dürfen aber davon ausgehen, dass die Stände weiter auseinanderstehen werden und wir uns in der Fläche ausdehnen."

Der Verein verkaufte in der Vergangenheit Lemon Curd, Orangen- und Ingwermarmelade, Tee und Lauchsuppe sowie den besonders beliebten edlen walisischen Whisky. Der könnte auch dieses Jahr wieder verkostet und verkauft werden. Bereits im Sommer bestellten die Kronberger den edlen Tropfen. "Allerdings hängt er nun drüben fest", erklärt Jutta Schrodt. Und das sei den Folgen des Brexits geschuldet. Der Verein muss Zoll für die Einfuhr bezahlen. Doch auch das wird man regeln. Mit den britischen Freunden steht der Vorstand bereits in Kontakt. Esther Fuchs

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