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Kronberger Fastnacht im Profiformat

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Von: Esther Fuchs

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Vor und hinter der Kamera: Die Mitglieder des Kappenklubs überzeugen auf ganzer Linie.
Vor und hinter der Kamera: Die Mitglieder des Kappenklubs überzeugen auf ganzer Linie. © efx

Die Live-Übertragung des Kappenklubs gelingt reibungslos und verschafft Zuschauer auch im Ausland.

Der Korken knallt und die Gläser werden gefüllt. Ein kleines Schlückchen Sekt zum Anstoßen auf zweieinhalb Stunden TV-Narretei - das muss sein. Schließlich feierte der Kappenklub Kronberg (KKK) am Wochenende Fastnacht per Liveschalte. Narren von nah und fern zog es vor den Bildschirm, als Björn Weber und Michael Arndt die Zuschauer begrüßten. Weiblichen Charme versprach das Trio der "Ladies Night" Saskia Zubrod, Christina Ritschel und Nadine Löhr. "SaChriNa", so nannte sich das weibliche Dreigestirn, sorgte mit den Herren Weber und Arndt für eine närrische Show mit allem drum und dran.

Den Aufwand vor und hinter der Bühne meisterte der Verein mit Bravour. Henrike Held, Corinna Habig-Bauer, Carena Seidenthal und Jana Janka hielten in den noch pünktlich zugesandten "Crew"-T-Shirts im Backstage-Bereich die Fäden zusammen.

Die KKK-Fastnachtssendung wurde live ausgestrahlt. Heldt und Team chatteten zur Übertragung mit den Narren am Bildschirm. Kommentare und Fotos wurden rege ausgetauscht und brachten gute Laune. Kein Wunder, denn der KKK präsentierte sich hier weit über Kronberg hinaus. Menschen aus Bayern, Österreich, der Schweiz und Frankreich verfolgten den Stream.

Erleichtert vom gelungenen Auftakt, gaben die Sitzungspräsidenten Björn Weber und Michael Arndt in der Anmoderation auf der Stadthallenbühne, Studio 1 des Abends, alles. Dabei stellten sie den Elferrat vor und verwiesen auf das 20-jährige Bestehen der "Erdbeertörtchen".

Das weibliche Dreigestirn "SaChriNa" hatte es sich in Studio 2, der Partyzone des Abends, gemütlich gemacht. In glitzernden Charleston-Kleidern luden die Damen zum Kostümwettbewerb ein. Björn Weber musste infolgedessen als "Chica"-Verschnitt das rote Discokleid samt Highheels überstreifen. Das hatten die Zuschauer per Live-Voting so abgestimmt. Weber als Jorge González, exotischer Moderator der RTL-Tanzshow "Let's Dance", beflügelte Michael Arndt, der sich als Bauarbeiter im pinkfarbenen Schutzhelm präsentierte.

Das ließ selbst die Kleinsten des Vereins, die "Springmäuse", kichern. Ihren Partytanz meisterten sie mit Bravour. "Ich will nicht dies oder das - Ich will den Disco Bass" war der Refrain ihres Lieds. Die Tanzperformance der Mädchen musste Corona-bedingt lange zurückgehalten werden.

Chatten mit

den Zuschauern

Im vergangenen Jahr fiel die Kampagne zwar nicht völlig aus. Man drehte einen Fastnachts-Film. Doch der unmittelbare, zwischenmenschliche Kontakt zu den Narren ging dabei unter. "Dieses Jahr wollten wir das ändern. Deshalb gehen wir live auf Sendung und chatten mit den Zuschauern", so Vereinsvorsitzende Henrike Held.

Frauensitzung und Prunksitzung fielen zur Fastnachtssause in diesem Jahr auf den TV-Showabend. Hans-Georg Kaufmann hatte sich den Geschlechter-Spaß nicht nehmen lassen und war als Protokoller mit von der Partie. Wie viel Pflege ein Mann braucht. Zeigten die "Ahle Hinkel" in einem Sketch, nur um wenig später mit dem "Männerabsturz" nachzulegen.

Die "Cool Kids" gaben Corona am Abend keine Chance und sendeten sportliche Grüße vom Tennisplatz. Die "Daalbachnixen" verzauberten mit männlichem Charme in einem getanzten Märchenmedley.

"Ich hab den Farbfilm vergessen" von Nina Hagen war der Song der "Funtastics". Die "Schobbe-Dancer" steuerten eine Performance aus den besten Darbietungen der vergangenen Jahre bei. Die junge Crönchengarde, die ältere Cronengarde und das Gardesolo machten den Zuschauern klar: Fastnacht in Kronberg ist Genuss im Profiformat. Gelenkigkeit, Schwung, Stil und Rhythmusgefühl wurden per Lob im Chat honoriert.

Überhaupt: Alle Gruppen und Darsteller machten die Sause am Bildschirm zum Hit. Die "Scherzbuben" schlugen im musikalischen Protokoll der Pandemie ein Schnippchen.

Die Zuschauer sendeten eifrig Kommentare und Fotos ins närrische Studio. Lachen ist schließlich die beste Medizin. Ein von den Zuschauern gelöstes Buchstabenrätsel und die einwandfrei funktionierende Übertragung waren für die Aktiven des KKK Dank für die vielen Mühen der letzten Wochen. Dabei hatte die Crew freilich alle Hände voll zu tun. Jeder Handgriff musste schließlich sitzen, um die sensible Technik nicht zum Absturz zu bringen.

Corinna Habig-Bauer, Carena Seidenthal, Jana Janka und Henrike Held sendeten ein herzliches Dankeschön an alle Narren in der Welt.

Das Technikteam um Christian, der am Abend unter anderem Kameraführung und Schnitt erledigte, sorgte für Stimmung. Lukas und Eric hatten die Tontechnik im Griff. Lisa und Heidrun Schmelcher machten die Einspielungen von Tusch und Musikmedleys.

Das Live-Spektakel gelang fehlerfrei. Im nächsten Jahr jedoch, so der KKK, wünscht man sich wieder eine analoge Sause mit Publikum.

Christina, Saskia und Nadine überzeugten als Trio "SaChriNa" im Studio 2, in der Partyzone.
Christina, Saskia und Nadine überzeugten als Trio "SaChriNa" im Studio 2, in der Partyzone. © efx

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