Opel-Zoo

Kronberger Steinkäuze ziehen um

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Junge Steinkäuze aus dem Opel-Zoo gehen in ein Wiederansiedlungsprojekt und sollen somit verhindern, dass diese Eulenart in Deutschland ausstirbt.

Erneut wurden junge, im Opel-Zoo geschlüpfte Steinkäuze im Rahmen eines Wiederansiedlungsprogramms an die Adlerwarte Berlebeck bei Detmold abgegeben, heißt es in einer Mitteilung des Opel-Zoos.

Die Käuze können im geschützten Rahmen ihrer Volieren in Ruhe ihre Eier ausbrüten. Die Gelege umfassen dabei zwischen drei bis fünf Eier, wie Margarete Herrmann, Pressesprecherin des Opel-Zoos mitteilt. Auch im vergangenen Jahr sind Jungvögel aus Kronberg in die Aufzuchtstation nach Berlebeck abgegeben worden. Von hier aus geht es dann für die Vögel in die Freiheit.

Der Artenschutz gehört zu den Hauptaufgaben Zoologischer Gärten, erklärt Herrmann weiter. Dabei geht es nicht nur um den Schutz exotischer, sondern auch um den heimischer, bedrohter Tierarten. Der Opel-Zoo kooperiert dabei mit Naturschutzzentren und Organisationen und stellt Nachzuchten beispielsweise von Waldrappen, Moorenten, Europäischen Sumpfschildkröten und Europäischen Nerzen zur Verfügung, die dann in ausgewählten Gebieten Europas wieder angesiedelt werden.

Mit dieser Aktion werden keine „Eulen nach Athen“ getragen. Das hieße ja, sie wäre überflüssig. Vielmehr hat sie einen vorausschauenden Charakter, denn der Steinkauz-Nachwuchs wird im Freiland ausgewildert und soll dazu beitragen, dass diese früher so häufige Eulenart in Deutschland nicht ausstirbt.

Seit Jahrhunderten lebt der Steinkauz in unmittelbarer Nähe des Menschen, dem er bereits in der Antike ein ständiger Begleiter war. Er galt als Vogel der Weisheit und Sinnbild der Göttin Athene, zierte die griechische Drachme und heute die griechische Ein-Euro-Münze.

Auch in Deutschland war der kleine Eulenvogel früher häufig anzutreffen. Steinkäuze werden maximal 250 Gramm schwer und brüten in Scheunen, Ställen, Kapellen und ähnlichem. Ihr breites Nahrungsspektrum reicht von großen Insekten über Mäuse, kleinere Vögel bis hin zu Reptilien und Amphibien. Sie sind vorwiegend in der Dämmerung und nachts aktiv. Lediglich während der Aufzucht der Jungvögel sind sie auch tagsüber rege. In der Regel hält die Bindung eines Paares jahrelang und auch das Revier wird über Jahre hinweg besetzt. Inzwischen habe jedoch der Verlust ländlicher Strukturen dazu geführt, dass der Steinkauz in seinem Bestand stark gefährdet ist. Denn damit verschwinden auch zunehmend seine Lebensräume wie beispielsweise Streuobstwiesen und Kopfweiden.

(cwa)

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