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Kronberger Vereinsring optimistisch wie seit Jahren nicht

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Von: Boris Schöppner

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Der Vorstand des Vereinsrings: Matthias Bauer, Hans Willi Schmidt, Yvonne Ungeheuer, Regina Hartmann und Horst Lorenz bleiben für weitere drei Jahre im Amt. Sie schauen optimistisch auf das Jahr.
Der Vorstand des Vereinsrings: Matthias Bauer, Hans Willi Schmidt, Yvonne Ungeheuer, Regina Hartmann und Horst Lorenz bleiben für weitere drei Jahre im Amt. Sie schauen optimistisch auf das Jahr. © Boris Schöppner

In drei Jahren braucht der Vereinsring neue Führungskräfte. Für 2022 sind aber zunächst zahlreiche Feiern geplant.

Kronberg - Mit dem Optimismus ist das so eine Sache. Das rief Bürgermeister Christoph König (SPD) den Vereinsvertretern noch einmal ins Gedächtnis, die sich zur Jahreshauptversammlung des Vereinsrings am Dienstagabend in der Stadthalle zusammengefunden hatten. Als er Anfang 2021 sein Amt als Bürgermeister angetreten habe, sei er davon ausgegangen, dass man Corona bald hinter sich lassen würde. Ähnliches galt für den Jahresbeginn 2022. Doch dann musste er feststellen: "Wir haben immer noch Corona - und jetzt auch noch den Krieg."

Dennoch - an diesem Abend war viel von dem Gefühl zu spüren, was Kronberg ausmacht: eine Mischung aus Tatendrang (die Vereine unterstützen die Stadt bei der Unterbringung der Flüchtlinge nach Kräften) und Lebensfreude. 2022 wird gefeiert und es wird neues ausprobiert.

Für das Neue war Matthias Greilach, der Leiter des Stadtmarketings, zuständig. Er stellte das Konzept für den Kronberger Sommer vor, bei dem der Berliner Platz während der Sommerferien (16. Juli bis 4. September) zum "Wohnzimmer" der Stadt werden soll. An vier Tagen in der Woche soll es dort Programm geben. Auf dem Berliner Platz soll Sand ausgebreitet und Palmen aufgestellt werden. In den Marktarkaden wird eine Bühne aufgestellt. Es wird Musik in moderater Lautstärke geben und eine Bar, die im Wechsel von den Vereinen betrieben werden soll, die darauf Lust haben (und vielleicht auch wieder etwas Geld in der Vereinskasse haben wollen). Es wird Liegestühle mit dem neuen Logo des Stadtmarketings geben und möglicherweise eine temporäre Begrünung des Platzes.

Ziel sei es, Kronbergern und Gästen ein abwechslungsreiches Angebot zu machen. Die Botschaft: ein Aufenthalt in Kronberg lohnt sich. Außerdem soll die Aufenthaltqualität auf den zentralen Plätzen der Stadt erhöht werden. Der Kronberger Sommer solle keine Konkurrenz für die Gastronomie darstellen weshalb es auch keinen Verkauf von Speisen geben wird.

Gefördert wird die Veranstaltung für zwei Jahre mit Landesmitteln des Programms "Zukunft Innenstadt". Der "Sommer" soll mit anderen bereits geplanten Veranstaltungen verknüpft werden, etwa mit dem Kunst- und Weinmarkt, der am 6. und 7. September über die Bühne geht.

Volles Programm im September

Im September wird quasi ohne Unterlass gefeiert: Am 10. und 11. September ist der Herbstmarkt "Kronberg/er/leben", vom 16. bis 18. September lädt der Partnerschaftsverein Kronberg-Le Lavandou" zum Festwochenende anlässlich seines 50-jährigen Bestehens ein und das Wochenende drauf wird die Eröffnung des Casals Forums der Kronberg Academy gefeiert. Zudem gibt es den Apfelmarkt.

Bürgermeister König freut sich auf ein "tolles Jahr" - wenngleich Corona immer noch das Potenzial hat, alle Pläne über den Haufen zu werfen. Deutlich wurde dies beim Neujahrsdialog mit Neubürgerempfang, der bereits zweimal verschoben wurde. Jetzt ist die Veranstaltung auf Samstag, 30. April, terminiert und heißt dann Frühlingsdialog.

Am Samstag, 21. Mai, feiert sich Kronberg selbst: Vor 50 Jahren fusionierten Oberhöchstadt, Schönberg und Kronberg. Gefeiert wird auf dem Außengelände der Altkönigschule, das an der Schnittstelle zwischen den drei Stadtteilen liegt, unter dem Motto "Drei werden eins". Dort sollen sich die Stadt, die Vereine und andere Institutionen präsentieren können.

Hans Willi Schmidt regte an, themenbezogene Stände zu gestalten, die dann gemeinsam von Vereinen aus den Stadtteilen bespielt werden: etwa vom Altstadtkreis, von Heckstadt und "Schönberg lebt" - die alle das Gleiche in ihrem Stadtteil wollen. Ohnehin fuchst es den Vorsitzenden des Vereinsrings Kronberg, dass es noch keine Fusion mit dem Vereinsring Oberhöchstadt gab. Das Fest im September hätte eine gute Gelegenheit dafür geboten.

Die turnusmäßigen Vorstandswahlen brachten keine Änderung: Schmidt, sein Vertreter Matthias Bauer, Schriftführerin Yvonne Ungeheuer, Kassiererin Regina Hartmann und Beisitzer Horst Lorenz bleiben für drei weitere Jahre im Amt. Allerdings nur noch für drei Jahre. Schmidt appellierte an die Anwesenden, die Zeit zu nutzen, um sich mit der Vorstandsarbeit vertraut zu machen und dann zu kandidieren. Sollte sich keine Nachfolge finden, drohe dem Vereinsring das Aus. Dieses Schicksal hatte den Mitgliedsverein, den Stadtjugendring, in seinem 70. Jahr des Bestehens ereilt.

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