Sprung ins kühle Nass des Waldschwimmbades: In zehn Tagen könnte es so weit sein.
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Sprung ins kühle Nass des Waldschwimmbades: In zehn Tagen könnte es so weit sein.

Badespaß in Sicht

Kronberger Waldschwimmbad soll am 29. Mai öffnen

  • vonChristiane Paiement-Gensrich
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Eintritt ist nur mit Online-Ticket für ein Zeitfenster möglich. Das Buchungsportal startet am Samstag

Kronberg -Gute Nachrichten für alle Badenixen und Wassermänner: Die Stadt will das Waldschwimmbad am Samstag, 29. Mai, öffnen. Unter der Bedingung, dass dann der Betrieb von Freibädern gemäß Corona-Verordnung des Landes zulässig ist. Das teilt der zuständige Dezernent, Erster Stadtrat Robert Siedler (parteilos), mit.

Derzeit sieht es gut damit aus. Die 7-Tage-Inzidenz im Hochtaunuskreis liege dauerhaft unter der 100er-Marke, so dass bei stabilen oder gar weiter sinkenden Inzidenzen fest davon auszugehen sei, dass die so genannte Stufe 2 der seit 17. Mai gültigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Hessen in der Woche nach Pfingsten erreicht werde, so die Stadt.

Für die Freibadbesucher gelten dann die gleichen Hygiene- und Abstandsregelungen wie im vorigen Jahr. Basis ist der Pandemie-Plan der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB). Bevor sie sich auf den Weg machen, müssen die Gäste auch wieder online einen Termin buchen. Sie bekommen dann Einzeltickets für bestimmte Zeitfenster. Das Online-Ticket-Portal wird am kommenden Samstag auf der Internetseite der Stadt www.kronberg.de freigeschaltet. Buchungen sind dann bis zu drei Wochen im Voraus möglich. Auf dem Portal werden die Zeitfenster mit den jeweiligen Kartenkontingenten eingerichtet und der Kunde kann sich seinen gewünschten Termin aussuchen. Sollte das Kontingent der maximal zulässigen Anzahl an Personen je Zeitfenster erschöpft sein, wird das jeweilige Zeitfenster ausgeblendet. Bei der Buchung der Tickets müssen die Namen der Ticketnutzer angegeben werden. Auch für Kinder unter 6 Jahren muss ein Ticket online gebucht werden. Es ist aber dann kostenfrei.

Mit dem Online-Ticket wird der Zugang am Drehkreuz freigeschaltet. Der Kassenautomat bleibt außer Betrieb, am Eingang gibt es keine Eintrittskarten. Badegäste, die sich mit dem Online-Ticketing nicht vertraut machen können, werden gebeten, sich ihre Eintrittskarte über Verwandte oder Bekannte buchen zu lassen. Alternativ unterstützt sie das Hallenmanagement unter Telefon (0 61 73) 7 03 25 21.

Wasserrutsche bleibt zunächst geschlossen

Die Eintrittspreise bleiben unverändert. Der Eintritt pro Zeitfenster (Frühschwimmer und spätere Fenster) kostet für Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Im Preis berücksichtigt sei der erhöhte Aufwand für Desinfektion und Reinigung. Eine Erstattung oder Rückgabe von Tickets sei nicht möglich. Schwimmerbecken, Erlebnisbecken und Kinderbecken dürften genutzt werden. Zum Saisonstart seien bis zu 325 Badegäste je Zeitfenster zulässig. Der Sprungturm und die Wasserrutsche bleiben, wie schon im vorigen Jahr, zunächst geschlossen. Sie werden aber gegebenenfalls und unter Berücksichtigung des allgemeinen Schwimmbetriebs teilweise geöffnet. Darüber befindet die Wasseraufsicht.

Täglich gibt es bis zu insgesamt vier Zeitfenster. Zwischen den Nutzungszeiten wird das Bad für 45 Minuten geschlossen, damit es gereinigt und desinfiziert werden kann. Zudem solle ausgeschlossen werden, dass sich Besucher der verschiedenen Bade-Zeitfenster im Eingangsbereich begegnen. Und die Regelung entlaste den Schwimmbadparkplatz und minimiere auch dort den Begegnungsverkehr beim Ein- und Aussteigen. Zum Abschluss eines Badetages erfolgten Endreinigung und Desinfektion.

Im Waldschwimmbad sind zwei hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommen sieben Mitarbeiter als Dienstleister und je nach Bedarf geringfügig Beschäftigte. Die Besetzung ist gegenüber den Vorjahren unverändert. Wegen der Pandemie-bedingt niedrigen Besucherzahlen sei zwar theoretisch weniger Personal nötig. Andererseits sei aber der Personal-Aufwand wegen vermehrter Reinigung und Desinfektion erhöht.

Wer ins Schwimmbad kommt, braucht zwar keinen Covid-19-Negativ-Schnelltest vorzulegen. Die Stadt bittet die Besucher aber darum, nach Möglichkeit vor dem Schwimmbadbesuch einen freiwilligen Selbsttest oder idealerweise Schnelltest vorzunehmen. Im Eingangs- und Kassenbereich sowie im Umkleide- und Sanitärbereich (außer Duschen) muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Auch wer durch das Eingangs-Drehkreuz geht, muss den Mindestabstand zu anderen Besuchern von 1,50 Metern einhalten. Am Eingang stehen Handdesinfektions-Spender bereit. Wer das Bad verlassen möchte, geht durch den Zwischengang im Bereich Schwimmerbecken/Erlebnisbecken und das Drehkreuz.

Mindestabstand einhalten

Die Spinde, Umkleidekabinen, WC-Kabinen, Urinale und Waschplätze werden jeweils so in Teilen gesperrt, dass der Mindestabstand eingehalten werden kann. Auch hier gibt es Spender zur Hände-Desinfektion. Die Handtrockner sind außer Betrieb. Der Schwimmbad-Kiosk ist geöffnet.

Die Liegeweise darf, vom Hauptgebäude aus gesehen, bis kurz hinter dem Kiosk genutzt werden, damit das Schwimmbadpersonal die Lage jederzeit einsehen und bei Verletzungen der Abstandsregeln eingreifen kann. Bei der Kommunikation zwischen Personal und Gästen müssen beide Seiten eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und den Abstand von mindestens 1,50 Metern einhalten. Wird Erste Hilfe nötig, werden die benötigten Utensilien herausgegeben. Bei Herz-Kreislauf-Versagen erfolgt die Beatmung mit dem "Ambu-Beutel". Nach Benutzung des Erste-Hilfe-Raums wird dieser gereinigt und desinfiziert.

1,5 bis 3 Stunden Badespaß

Das Zeitfenster für Frühschwimmer beginnt um 6.30 Uhr, beträgt 1,5 Stunden und gilt nur unter der Woche. Samstags sowie an Sonn- und Feiertagen öffnet sich das erste Zeitfenster erst um 8.45 Uhr. Die Nutzer dürfen dann, wie bei allen späteren Zeitfenstern, drei Stunden bleiben. Das gilt einschließlich Umkleidezeiten. Die effektive Schwimmzeit liegt bei den 3-Stunden-Zeitfenstern also durchschnittlich bei etwa 2,5 Stunden. Das Vormittags-Zeitfenster dauert von 8.45 bis 11.45 Uhr, das Nachmittags-Zeitfenster von 12.30 bis 15.30 Uhr und das Abend-Zeitfenster von 16.15 bis 19.15 Uhr.

33 000 Gäste im vorigen Jahr

Voriges Jahr kamen, trotz Pandemie-Bedingungen, 33 000 Besucher. Das Waldschwimmbad war in der Saison 2020 vom 4. Juli bis 27. September geöffnet. Eine reguläre Saison ohne Auflagen startet in der Regel am 1. Mai und endet am 15. September eines Jahres. 2020 wurden, wie jetzt auch, keine Zeit- und Dauerkarten angeboten. Es gab nur Einzeltickets mit einer Gültigkeit für ein bestimmtes Zeitfenster. Über das zur Saison 2020 eingeführte elektronische Kassensystem wurden 17.740 Erwachsenen-Tickets, 13.910 ermäßigte Tickets und 1.915 kostenfreie Tickets für Kinder unter 6 Jahren gebucht. Insgesamt kam die Stadt auf Einnahmen in Höhe von 99.716,16 Euro durch den Ticketverkauf. Unter den Besuchern trat kein einziger Corona-Fall oder Verdachtsfall auf. cg

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