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Der nächste Versuch steht an

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Von: Boris Schöppner

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Kann es gelingen, die Aufenthaltsqualität in der Kronberger Altstadt zu erhöhen, indem der Durchgangsverkehr rausgehalten wird. Ein Test könnte da Klarheit bringen.

In Oberhöchstadt hat die Probephase einer neuen Verkehrsführung rund um die Grundschule Schöne Aussicht einen Teil der Nachbarn in Aufruhr versetzt. Dabei betrifft die Maßnahme eine recht kleine Anzahl von Menschen. Das ist nur ein Vorgeschmack auf das, was die Straßenverkehrsbehörde und den Bürgermeister erwartet, wenn tatsächlich einmal an die Verkehrsführung in der Kronberger Altstadt Hand angelegt werden sollte. Denn dann gilt es, sehr unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bekommen.

In diesem Frühsommer könnte eine solche Testphase eingeleitet werden. Das Ziel: den Durchgangsverkehr aus der Friedrich-Ebert-Straße raushalten. Zählungen hatten ergeben, dass dort fast halb so viele Fahrzeuge unterwegs sind wie in der Hainstraße, die eine Durchgangsstraße ist (wir berichteten). Und das steht deutlich im Widerspruch zu der Vorstellung, die Aufenthaltsqualität in der Altstadt zu erhöhen.

Im Beratungsteam Einzelhandel Kernstadt Kronberg (BEKK) wurde rund ein Dutzend Varianten vorgestellt und diskutiert, wie diesem Ziel nähergekommen werden kann. In dem Gremium vertreten ist auch der Arbeitskreis Lebenswerte Altstadt. Für den Vorsitzenden Hans-Willi Schmidt steht fest, dass eine Variante, die in Frage kommt, so gestaltet sein muss, dass eine Andienung der Wohn- und Geschäftsgebäude möglich ist. Gleichzeitig müsse verhindert werden, dass Autos von der Friedrich-Ebert-Straße aus bis auf die Königsteiner Straße durchfahren könnten. Dies solle, so die Auffassung von Schmidt, durch die Veränderung der Verkehrsführung, also etwa der Umdrehung von Fahrtrichtung in Einbahnstraßen erreicht werden.

Bei den Einzelhändlern gingen die Meinungen bislang auseinander. Die einen befürchten, abgehängt zu werden, die anderen begrüßen die Vorstellung einer Art Fußgängerzone.

Weder sei der Termin für den Testbetrieb bestimmt, noch stehe fest, welche Variante umgesetzt werden soll, sagt Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos). Zuvor solle es eine Vorstellung im Ortsbeirat und im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt geben. Auch die Beteiligten wie der Bund der Selbstständigen, der Altstadtkreis, der Verein Tourismus in Kronberg und die Anwohner sollen informiert werden. „Erst danach wird eine endgültige Entscheidung getroffen werden“, so Temmen.

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