Wanderung

Per pedes durch das „Burgenland“

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Fünf Jahre ist es schon wieder her, dass ein Quintett aus Königsteiner und Kronberger Vereinen sich zusammentat, um den „3BurgenWeg“ aus der Taufe zu heben. Ein kleines, aber feines Jubiläum, das am Sonntag natürlich angemessen „begangen“ wurde.

Drei einst stattliche Burgen auf einer Runde von gerade einmal elf Kilometern – das ist schon eine ansehnliche Festungs-Dichte, wie man sie auch am Rhein nicht an jeder Ecke findet. Entsprechend stolz sind die Königsteiner und Kronberger auf ihre Wahrzeichen und entsprechend gut war die Idee, das mächtige Trio mit einem Wanderweg zu verbinden.

2013 – zur 700. Wiederkehr der Ersterwähnung Königsteins – hatten die beiden benachbarten Burgvereine, die hiesigen Ableger des Taunusklubs und der Falkensteiner Heimatverein eine „wanderbare“ Verbindung zwischen den drei Monumenten auf den Weg gebracht. Und der Erfolg gab ihnen recht. Der mit einem schwarzen Turm auf weißem Grund ausgezeichnete Pfad erfreut sich unter den heimischen Wanderwegen doch einiger Beliebtheit, was vermutlich dem ansprechenden Mix aus überschaubarer Strecke und beeindruckenden Randerscheinungen zu danken ist.

Die reine Laufzeit für die rund elf Kilometer lange Strecke beträgt für Spaziergänger und Wanderer, je nach Tempo, drei bis vier Stunden. Entlang an schönen Aussichtspunkten und historisch bedeutsamen Orten wird eine historische Kleinlandschaft des Mittelalters erfahrbar, die mit der Geschichte der drei Burgen eng verbunden ist.

Da geht also so einiges. Das dachten sich am Sonntag auch die Verantwortlichen der Gründervereine und luden zur Jubiläumswanderung ein. Rund 30 Gäste hatten sich zum Mitwandern angemeldet und wurden von Königsteins Burgfräulein Charlotte I. höchst persönlich auf den Weg geschickt.

Auf der Falkensteiner Burg empfingen Peter Majer-Leonhard und Karl-Erich Giese vom Heimatverein die Wanderer mit einer Vesper. Über die Geschichte der Festungsruine informierte Hermann Groß. Auf der Kronberger Burg übernahm Martha Ried das Zepter und der Kronberger Burgverein bewirtete die Wanderer mit Kaffee und Kuchen. Entlang der Strecke gab es immer wieder kurze Pausen an den besonderen Punkten.

Königsteins Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) mochte es kaum glauben, dass schon wieder fünf Jahre seit der Einweihung des „3BurgenWegs“ ins Land gegangen sind. Nach wie vor, so Helm, sei dieses nicht nur drei Burgen, sondern auch zwei Städte verbindende Projekt jedoch „eine tolle Sache“. Birgit Becker, die Vorsitzende des Burgvereins Königstein habe ihn damals angesprochen und den Weg als Idee ins Spiel gebracht. Die beiden anderen „Burgpartner“, der Heimatverein Falkenstein und der Burgverein Kronberg sowie die beiden Taunusklubs seien sofort mit von der Partie gewesen.

Die Tauniden sind es auch, die dafür sorgen, dass alles seinen rechten Weg geht. Jedes Jahr läuft Hedwig Groß, die Vorsitzende des Königsteiner Taunusklubs, den Weg ab, um zu schauen, dass alles in Ordnung ist. „Leider werden uns immer wieder Schilder geklaut“, bedauert sie. Freiherr Alexander von Bethmann vom Burgverein-Präsidium hat einige bereits wieder ersetzt.

Zudem war der Taunusklub nach den schweren Sturmschäden von vor einem Jahr gefordert, eine Umleitung durch den Falkensteiner Burghain zu suchen. „Wir haben quasi einen Bypass für diesen Abschnitt gelegt“, betont Groß, die allerdings hofft, dass sich dieses Provisorium in absehbarer Zeit erledigt haben wird (siehe rechts).

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