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Der Mammolshainer Berg ist bei Radlern berüchtigt. 2018 waren Teile von Kronberg und Königstein ganztägig eingeschlossen.

Verbesserter Ablauf

Radrennen am 1. Mai: Streckenfest nur mit Sponsorenhilfe

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Beim Radklassiker am 1. Mai waren Beschwerden über das ganztägige Abtrennen einzelner Stadtteile und das Fehlen von Streckenposten laut geworden. Bei zwei Nachbesprechungen wurden für Kronberg und Königstein Verbesserungen in Aussicht gestellt.

Kronberg war am Behördentreffen am 25. Juni beim Regierungspräsidium Darmstadt zur Nachbesprechung zum Radrennen, das stattfand, um Probleme zu erörtern und Verbesserungen für das nächste Jahr einzuplanen.

Nach der Einschätzung von Kronbergs Bürgermeister Klaus Temmen (parteilos) verlief die zweimalige Durchfahrt des Elite-Rennens durchs Zentrum und die Durchfahrt durch Oberhöchstadt ohne nennenswerte Zwischenfälle. Aber: „Die ganztägige Sperrung der Strecke ist bei vielen Anwohnern jedoch auf Unmut gestoßen.“

Die meisten Fußgänger und Verkehrsteilnehmer hätten die Sperrungen akzeptiert. „Es gab aber auch einige Unmutsäußerungen von Verkehrsteilnehmern, da sie die Strecke während der Sperrung nicht passieren durften.“ Vereinzelt seien Anweisungen des eingesetzten Streckenpersonals ignoriert und die Strecke unerlaubt überquert worden – und zwar dort, wo keine Polizei oder städtische Ordnungspolizisten im Einsatz waren.

Kronberg wäre es lieber gewesen, wenn zwischen den Rennfeldern die Straßen wieder geöffnet würden. Doch die Schleusen-Lösung ist eine Forderung der Polizei. Bezüglich der ganztägigen Sperrung sehe man im Kronberger Rathaus weiterhin Gesprächsbedarf.

Ein weiteres Problem: „Zum Teil waren die Streckenposten nicht bereit, den ganzen Tag ihren Dienst zu leisten“, sagt Temmen, der gleichzeitig auch Ordnungsdezernent ist. „Die Zusage des Veranstalters, er werde gegebenenfalls eigene Streckenposten stellen, sollte die Stadt nicht genügen Posten finden oder sollten am Renntag Posten ausfallen, konnte der Veranstalter nicht erfüllen, mit der Begründung er sei an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen.“ Und: „Auf der L 3005 fehlten seitens des Veranstalters Ordner, die notdürftig von der Stadt ersetzt wurden.“ Auch die Zuwegung zu den Schleusen muss aus Sicht der Stadt besser koordiniert werden, da es sich meist um schmale Zufahrtswege handelt.

Die Teilung der Stadt durch die ganztägig abgesperrte Strecke, was zur Einsperrung der Bewohner in bestimmten Wohngebieten führte, muss nach Ansicht der Stadt geändert werden.

Veranstalter Nathanael Bank von der Gesellschaft zur Förderung des Radsports kündigt gegenüber der Taunus Zeitung an, das Thema der Streckenposten bei einem separaten Termin mit Kronberg zu besprechen. Dabei solle eine Lösungen gefunden werden, wo der Veranstalter und wo die Stadt die Posten stellt. Insgesamt soll die Kommunikation verbessert werden. Sperrungen und Umfahrungen sollen künftig rechtzeitig festgelegt und mitgeteilt werden. Das gilt auch für Königstein und insbesondere Mammolshain.

Der Termin zwischen Königstein, Vertretern des RP Darmstadt und dem Veranstalter war erst vor einigen Tagen. „Wir haben uns vernünftig unterhalten“, sagt Leonhard Helm (CDU). Für den Königsteiner Bürgermeister ganz wichtig: „Es muss für Mammolshain einen Ausweg geben, eine Aus- und Einfahrt während des Renntages.“ Dafür ist unter anderem ein Ortstermin im Herbst vorgesehen. Auf die Frage, ob es im nächsten Jahr besser wird, antwortet Bürgermeister Helm: „Im nächsten Jahr wird es noch besser.“

Von Kronbergs Bürgermeister wollte unsere Zeitung wissen, ob es künftig wieder ein begleitendes Fest auf dem Berliner Platz geben wird. Temmen: „Bedingt durch die Nähe zum Mammolshainer Berg zieht es naturgemäß viel Publikum an die berühmteste Stelle des Rennens, wo es schon seit eh und je ein großes Streckenfest gibt. Ein Streckenfest auf dem Berliner Platz ist dann denkbar, wenn sich geeignete Sponsoren und/oder Veranstalter mit einem passenden Konzept finden.“

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