Die Drohnenaufnahme zeigt das Bahnhofsempfangsgebäude von oben.
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Die Drohnenaufnahme zeigt das Bahnhofsempfangsgebäude von oben.

Arbeiten am Kulturdenkmal

Schönheitskur für Kronbergs Bahnhof

Die Sanierung des in die Jahre gekommenen Kronberger Bahnhofs schreitet voran. Die Arbeiten an der Holzkonstruktion des Dachs sind erledigt, jetzt kommen die historischen Schornsteine an die Reihe.

Kronberg -Am denkmalgeschützten Bahnhof geht es voran. Das berichtet Frederik Roth, Geschäftsführer der Real KG. Die Zimmermannsarbeiten seien abgeschlossen, die Schieferarbeiten dauerten bis zum Herbst. Was jetzt anstehe, sei der Beginn der Sandsteinsanierung und der Wiederherstellung der historischen Kamine. Der Bauherr und Projektentwickler ist zufrieden: "Die Sanierung verläuft trotz Pandemie nach Plan."

Der nächste Schritt zur Erneuerung des Bahnhofs Kronberg sei getan: "Die Sanierungsarbeiten an der Holzkonstruktion des Dachgeschosses sind beendet, die Schalung des Daches und Einbau der Dachflächenfenster ist erfolgt. Die Arbeiten zur Schieferabdeckung schreiten zügig voran."

Vor der Sanierung des Empfangsgebäudes im Inneren soll laut Roth in den kommenden Monaten zunächst das Dach des Bahnhofes komplett fertiggestellt werden. Zudem seien Arbeiten an der Fassade und den Sandsteineinfassungen vorgesehen. Für Roth "die entscheidenden Schritte", um das Kulturdenkmal zu retten und das passende Entree im Bahnhofsquartier zu schaffen, bevor die Arbeiten am Casals Forum beendet werden können.

"Wir sind allen beteiligten Unternehmen und Dienstleistern sowie dem Landesamt für Denkmalpflege äußerst dankbar für die Unterstützung bei diesem komplexen Projekt", sagt der Geschäftsführer. Für das Team sei es eine besondere Herausforderung gewesen, mit der geringen Fläche für die Baulogistik auskommen, denn unmittelbar neben dem Bauzaun befindet sich die Packstation und auf der anderen Seite der Taxistand und der Briefkasten der Post. Viel Platz für Bauschuttcontainer oder Material bleibt da nicht.

"Wir sind alle gespannt, wie die mit dem Denkmalschutz abgestimmten und nach historischem Muster wiederhergestellten Kamine, Fenster und Giebelfassaden zusammenwirken." Auch für die Gestaltung der Fassade würden Muster erstellt, die sich an den restauratorischen Voruntersuchungen orientierten.

"Wir arbeiten uns sukzessive von oben nach unten durch", erklärt Roth. Jede Instandsetzung und Veränderung der historischen Bausubstanz müsse dabei einzeln mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden.

Roth hofft, dass die Umfeldgestaltung gemäß der Enea-Planung weiterverfolgt wird. "Nur mit einer guten Freiflächengestaltung in Kombination mit Außensitzbereichen der Gastronomie im Bahnhof kann ein angemessenes Entrée zur Stadt geschaffen werden", ist der Investor überzeugt. Das Thema steht in der aktuellen Sitzungsrunde auf der Tagesordnung.

Roth freut sich über das große Interesse aus der Bürgerschaft an seinem Sanierungsprojekt, auch wenn er den Wunsch nach Besichtigungen des Bahnhofs aus Sicherheitsgründen nicht erfüllen könne.

Als Nächstes will die Real KG Gespräche mit der Deutschen Bahn und der Stadt Kronberg über das weitere Vorgehen bei der Sanierung des historischen Bahnsteigdaches führen, wenn die Umfeldgestaltung der Stadt und eigene Vorplanungen fortgeschritten sind.

Die Prüfung einer B-Maßnahme zur Sanierung des Vordachs der Deutschen Bahn und der gusseisernen Träger ist laut Roth dabei ein wichtiger Meilenstein, da hierfür ein Vorlauf von mindestens 14 Monaten benötigt werde. Ein anderer wichtiger Schritt sei der Ausbau und das Abformen der gusseisernen Stützen, die ausgetauscht werden müssten. Hierzu wurden ein Spezialunternehmen aus Essen und ein Statiker mit Erfahrung in der Sanierung von Bahnhofsträgerstrukturen aus der Gründerzeit hinzugezogen.

Im weiteren Verlauf soll das Vordach saniert und die neue Dachkonstruktion an das Bahnhofsempfangsgebäude angeschlossen werden. Roth: "Dies stellt die Beteiligten vor neue Herausforderungen, denn die Arbeiten sollen ohne Schienenersatzverkehr oder Verlegung des S-Bahn-Haltepunkts erfolgen. red

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