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Stilles Wirken für Kunst, Musik und Sport

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Von: Boris Schöppner

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Helmut Artmann (links) erhält den Bürgerpreis. Stadtverordnetenvorsteher Andreas Knoche bedankt sich für das Engagement des Wahl-Kronbergers.
Helmuth Artmann (links) erhält den Bürgerpreis. Stadtverordnetenvorsteher Andreas Knoche bedankt sich für das Engagement des Wahl-Kronbergers. © Boris Schöppner

Mäzen Helmuth Artmann erhält Bürgerpreis der Stadt - Bei Neujahrsdialog wird an Ukraine-Krieg gedacht

Kronberg -Sein Können, Wissen und seine Ressourcen in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, das ist für Helmuth Artmann selbstverständlich. Darüber zu reden eher weniger. So bedankte er sich mit wenigen Worten für die Auszeichnung, die ihm am Sonntagabend in der Stadthalle zuteil wurde. Altmann erhielt beim Neujahrsdialog von Stadt und den Vereinsringen Kronberg und Oberhöchstadt den Bürgerpreis „für sein stilles aber wirkungsvolles Engagement“, wie Laudator Hans Robert Philippi herausstellte.

Artmann, der seit 1988 in Kronberg lebt, engagiert sich für seine katholische Kirchengemeinde aus tiefer Überzeugung, unter anderem bei der Sanierung von St. Alban und neuerdings beim Hochwasserschutz des im tiefgelegenen Ortszentrum von Schönberg gelegenen Gotteshauses.

Bau des Casals Forums begleitet

Er setzt sich beim MTV Kronberg ein, half tatkräftig mit, als es darum ging, dem Vereinen einen Kunstrasenplatz zu verschaffen.

Artmann wirkt in der gemeinnützigen Kronberg Academy Stiftung mit, die 2004 gegründet wurde, um die Ziele der 1993 gegründeten Kronberg Academy zu unterstützen. Einer der Musikliebhaber, die die Stiftung gründeten, war Artmann. Zudem wirkte er in der Bauphase des Casals Forums mit Konzertsaal sowie Studien- und Verwaltungszentrum im Kontrollgremium, dem Steering Committee, mit, das den Baufortschritt kritisch begleitete. Während seine Frau Kunstkennerin sei, sei er Kunstliebhaber, sagte Artmann am Rede der Ehrung gegenüber unserer Zeitung.

Eine Welle der Hilfsbereitschaft

„Schon lange Jahre engagierten Sie sich als Freund und Förderer der Museumsgesellschaft Kronberg, und 2013 konnten Sie gewonnen werden, den Vorsitz der Stiftung Kronberger Malerkolonie zu übernehmen“, hob Laudator Philippi hervor. Artmann war an der rechtlichen Ausgestaltung der Neuorientierung beteiligt. Seit 2019 hat er den Vorsitz des Kuratoriums der Stiftung inne.

Er habe sich nicht auf die Beratung und das Wirken in den Gremien beschränkt, sagte Philippi über den Geehrten, sondern auch Projekte gefördert und Gemälde zugekauft - „zuletzt durch den Ankauf einer Ölstudie von Ferdinand Brütt, einer für das Museum Kronberger Malerkolonie wichtigen Vorarbeit zu dem Gemälde ,Die Aufbahrung der Kaiserin Friedrich in der Kronberger Stadtkirche‘, das sowohl für das Museum als auch für die Stadt als historisches Dokument von Bedeutung ist“.

Die Urkunde zum Bürgerpreis gab es aus den Händen von Stadtverordnetenvorsteher Andreas Knoche (CDU) und Bürgermeister Christoph König (SPD). Die beiden hatten die zahlreichen Gäste des Neujahrsdialogs schon in der Lobby der Stadthalle begrüßt, wo die Rittergarde wieder Spalier stand, wie erst wenige Wochen zuvor, als in der Stadthalle, der guten Stube der Stadt, der Partnerschaftsabend gemeinsam mit den Freunden aus Ballenstedt, Le Lavandou, Aberystwyth und Porto Recanati gefeiert wurde. Auch das Serviceteam des Altstadtkreises war wieder im Einsatz.

Sowohl im Dezember als auch nun im neuen Jahr war zweierlei zu spüren: Die große Freude der Kronberger daran, sich endlich wieder zu sehen, miteinander ins Gespräch zu kommen und zu feiern, und zum anderen, der tiefe Schock über den Angriff Russlands auf die benachbarte Ukraine. König erinnerte an die ersten Tage nach Kriegsbeginn am 24. Februar 2022. Die Stadtverordnetenversammlung wurde abgesagt, er gab Proteste und Mahnwachen und schließlich eine Welle der Hilfsbereitschaft für die Menschen, die aus der Ukraine nach Kronberg flüchteten.

Kronberg ist schwer das Wasser zu reichen

„An einer solchen Herausforderung zeigt sich, ob eine Stadt, eine Gesellschaft zusammensteht - wir stehen zusammen“, stellte der Bürgermeister fest und bedankte sich bei allen Bürgern, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Am Tag genau 60 Jahre nach der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags unterstrich König die Bedeutung von Freundschaft und Europa und lud alle Anwesenden für den 6. Mai zum Europa-Tag des Hochtaunuskreises nach Kronberg ein. Knoche unterstrich die Bedeutung von Vereinen, Verbänden, Stiftungen und Sponsoren in der Stadt. „Ohne deren Engagement wären auch im vergangenen Jahr viele Projekte, insbesondere im sozialen und kulturellen Bereich sowie im Breitensport, nicht zu verwirklichen gewesen“, sagte der Stadtverordnetenvorsteher.

Fragt man den Träger des Bürgerpreises Helmuth Artmann, der sich auch bei Städel und Schauspiel engagiert, was er an seiner Wahlheimatstadt schätzt, bekommt zur Antwort: „Es gibt in der gesamten Republik keinen Ort dieser Größe, der Kronberg das Wasser reichen kann.“

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