Halil Aras und seine Verlobte Alina Weiß haben sich trotz Corona einen süßen Traum in der Friedrich-Ebert-Straße erfüllt.
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Halil Aras und seine Verlobte Alina Weiß haben sich trotz Corona einen süßen Traum in der Friedrich-Ebert-Straße erfüllt.

Gastronomie

Süßes mit Herz und Gesundes mit Pfiff in Kronberg

  • VonEsther Fuchs
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Mutig: Mitten in der Pandemie eröffnen Halil Aras und Alina Weiß ihr neues Bäckerei-Café in der Altstadt.

Kronberg -Kurkuma-Kuchen, Zuckerplätzchen, Tiramisu. Früchteschnitte, Avocadostulle oder Eier im Glas: Seit Kurzem gibt es Süßes mit Herz und Gesundes mit Pfiff in der Kronberger Altstadt. Dort haben sich in der Friedrich-Ebert-Straße 10 Halil Aras und seine Verlobte Alina Weiß einen süßen Traum erfüllt.

Am 5. November öffneten sie ihr Bäckerei-Café Modi Modi und bieten seither selbstgebackene Köstlichkeiten und selbstgemachte Frühstücksplatten sowie kleine Gerichte. Das Paar hat ein Herz für's Backen und liegt mit dem Konzept seines "Modi Modi" voll im Trend. "Wir haben tatsächlich schon einige Kunden, die täglich zu uns kommen", freut sich Alina Weiß. Das sei nicht selbstverständlich. Auch in Anbetracht der pandemischen Situation.

An ihren Traum, ein eigenes Geschäft zu öffnen, glaubten Halil und Alina fest. Sie sehen sich als Partner und Verbündete, der Schritt in die Selbstständigkeit erforderte Mut, den man gemeinsam aufbrachte. Die Familie gab Rückhalt. Gemeinsam gestaltete man die Räumlichkeiten mit viel Liebe zum Detail. "Wir sind so froh, dass wir den Laden mieten durften. Unser Vermieter wohnt direkt obendrüber. Wir danken ihm, dass er uns sein Vertrauen gab", unterstreicht Alina Weiß.

Kuchen, Plätzchen, Naschereien, süßes und salziges Gebäck fertigen sie und ihr Verlobter selbst. Halil hat türkische Wurzeln. Die Familie hilft im Geschäft mit. Die Mutter Nurten versteht sich auf türkische Speisen und fertigt täglich Leckeres vom Bosporus.

"Modi Modi" ist übrigens georgisch und heißt so viel wie "Kommt rein". Mutter Nurten wohnte mal an der georgischen Grenze und hatte dort einen Friseursalon, der diesen Namen trug. Der war erfolgreich, und weil sie ja auch im Laden mithilft, ist man dem Namen treu geblieben, als gutes Omen für die Geschäfte in Kronberg. Mit drei Jahren kam Halil nach Deutschland. Eigentlich ist er gelernter Berufspilot, hat aber Erfahrungen im Bäckereibetrieb gesammelt. Seine Partnerin Alina studiert Business-Administration.

Regional und

nachhaltig

Beide essen gerne süß, salzig und vor allen Dingen gesund und nachhaltig. Diese Lebenseinstellung möchte das Paar seinen Kunden weitergeben. Diese mögen das Angebot und kommen gerne vorbei. Nicht nur Kronberger machen eine gesunde, schmackhafte Pause im Modi Modi. Das heimelige Café zieht auch Auswärtige in Kronbergs Altstadt. Im Café kann man sitzen, es gibt aber auch den Thekenverkauf zum Mitnehmen. Zudem kann das Angebot auf der Karte auch zur Mitnahme eingepackt werden.

"Ihr habt hier gefehlt. Wir haben so etwas vermisst", so das unverhoffte Lob eines Pärchens, das gerade zum Frühstück Platz nimmt. Zwei Freudinnen aus Frankfurt und Kronberg sitzen an einem weiteren Tisch bei Nussteilchen und Teekuchen. "Der Cappuccino schmeckt richtig lecker und die Kuchen auch. Die Bedienung ist freundlich und vor allen Dingen schnell", so die Botschaft.

Frühstück servieren Halil und Alina den ganzen Tag. "Keiner soll sich stressen", sagt Halil und gibt einen Einblick in die Karte. Mediterranes, Französisches, Genießer- oder Partner-Frühstück. Die Zutaten sind hochwertig, regional und frisch. "Wir arbeiten ohne Konservierungsstoffe und nutzen nur gute Produkte und Rohstoffe, die uns überzeugen", betont Alina. Die Eier kommen beispielsweise vom Kronberger Hofgut Hohenwald. Kontakte zu örtlichen Obstbauern möchten die beiden noch knüpfen. Es gibt Waren mit Weizen- oder Roggenmehl, aber auch vegane und glutenfreie Varianten. Das sei aufwendig, so müssten Rührbesen, Löffel, Arbeitsplatte und so weiter immer getrennt genutzt und gereinigt werden, aber die Mühe wert, findet Alina Weiß. Auch wegwerfen liegt ihr fern. Modi Modi beteiligt sich am nachhaltigen "to good to go"- Konzept. Das heißt, haltbare, nicht verkaufte Waren werden vergünstigt abgegeben, ob Kekse, Kuchen, Gemüsesticks mit besonderem Dip, Pancakes mit Blaubeeren, Zimt- oder Matcha-Latte, Iced Coffee oder selbstgemachte Limonaden, Börekschnecken mit Spinat oder normale Brotwaren, also Körnerlaib, Brötchen, Baguette und Brezel. Mit Liebe gemacht und freundlich zeigt Modi Modi der Corona-Pandemie die süße Schulter. Esther Fuchs

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