Sheila Hartley-Starke (von links), Thomas Conrad, Bürgermeister Christoph König und Ordnungsamtsleiter Volker Humburg nehmen unterm Weihnachtsbaum ihr Geschenk entgegen.
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Sheila Hartley-Starke (von links), Thomas Conrad, Bürgermeister Christoph König und Ordnungsamtsleiter Volker Humburg nehmen unterm Weihnachtsbaum ihr Geschenk entgegen.

Tempobewusstsein

Visueller Appell an den Gasfuß in Kronberg

  • VonEsther Fuchs
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Die Stadt erhält ein weiteres sogenanntes Dialog-Display, das Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit aufmerksam macht und so für mehr Verkehrssicherheit sorgen soll.

"Was bedeutet eigentlich Schrittgeschwindigkeit?", fragt Thomas Conrad, Vorsitzender der Verkehrswacht Obertaunus, am vergangenen Montag im Kronberger Rathaus.

Bürgermeister Christoph König und Fachbereichsleiter der städtischen Ordnungsbehörde Volker Humburg, wissen die Antwort. Damit künftig noch mehr Autofahrer wissen, wie schnell sie innerörtlich manchmal unterwegs sind, überreichen Thomas Conrad und Sheila Hartley-Starke vom Präsidium der Landesverkehrswacht der Stadt ein besonderes Weihnachtsgeschenk.

Schwer einschätzbare

Schrittgeschwindigkeit

"Schrittgeschwindigkeit" lässt sich aus dem Wort ableiten. Das Tempo eines Autofahrers sollte sich hierbei an der Geschwindigkeit eines gehenden Fußgängers orientieren. Autofahrer können das, ohne den Tacho im Blick zu haben, oft nur schwer einschätzen.

Thomas Conrad und Sheila Hartley-Starke haben pünktlich zu Weihnachten ein sogenanntes Dialog-Display im Wert von 2000 Euro dabei. Der Geschwindigkeitsmesser mit LED-Anzeige kommt aus dem Fördertopf einer Aktion des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, dem ADAC Hessen Thüringen und der Landesverkehrswacht Hessen. Drei solcher Tempomesser hat Kronberg bereits, einer davon beispielsweise in der Tanzhausstraße. Nun ergänzt ein weiteres, dem aktuellen Stand der Technik entsprechendes Gerät den Bestand. An schützenswerten Einrichtungen, wie Kindergärten, Grundschulen und Altenheimen soll der neue Tempomesser zum Einsatz kommen. Die Anzeigetafel ist mobil und kann vorübergehend an neuralgischen Punkten platziert werden.

Überhöhtes Tempo geht immer mit einem erhöhten Unfallrisiko einher, so der Bürgermeister. Gerade Kinder und Fußgänger seien besonders gefährdet, weil sie im innerörtlichen Straßenverkehr leicht übersehen werden können.

Geschwindigkeitsanzeigetafeln seien eine freundliche Lösung für nachweislich mehr Sicherheit, erklärt Volker Humburg.

Das Dialog-Display wirkt präventiv und appelliert straffrei an die Vernunft der Autofahrer. Es ist sozusagen ein elektronisch betriebenes Hinweisschild. Zusätzlich zur Geschwindigkeitsmessung können mit dem Gerät auch Verkehrsdaten erhoben werden, die Rückschlüsse auf Verkehrsaufkommen und Fahrverhalten geben. Die neue Tempo-Tafel kann in beide Verkehrsrichtungen Daten erfassen.

Zuschlag aus

Aktion des Landes

Die Förderaktion des Landes Hessen, das der Burgstadt nun das Display beschert, startete bereits im Jahr 2016. 426 hessische Städte und Gemeinden wurden seinerzeit angeschrieben und bekamen die Möglichkeit sich für die Aktion zu bewerben. Nach dem Eingang von 288 Bewerbungen, unter denen auch die der Stadt Kronberg war, entschied ab 2017 das Los, welche Städte mit den LED-Verkehrsanzeigetafeln bedacht werden.

Kronberg war zunächst nicht dabei. Nun jedoch hat das Ministerium auch die Burgstadt bedacht. Das Geschenk im braunen Pappkarton von Thomas Conrad und Sheila Hartley-Starke überreicht, soll in Kürze an einem noch zu bestimmenden Einsatzort montiert werden. efx

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