Technisch kein Problem

Kronberger Burg ist noch WLAN-freie Zone

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Seit ein paar Tagen kann man auch in Kronberg dank City-WLAN öffentlich kostenlos im Internet surfen. Allerdings gibt es auch ein paar markante weiße Flächen auf der Stadtkarte. Ein Grund sind die Kosten für eine Funkstrecke vom Rathaus zur Burg.

Ganz Kronberg ist ans öffentliche WLAN angeschlossen? Nicht ganz. Einige markante Orte sind bisher beim neuen City-WLAN außen vor. An vorderster Stelle zu nennen: Die Burg. Sie gehört bisher nicht zu den zwölf Stellen, den sogenannten Accespoints, mit denen das kürzlich neu eingeführte Angebot punktet. . „Der Burgverein hat es aus Kostengründen abgelehnt“, sagt Rathaussprecher und Wirtschaftsförderer Andreas Bloching.

Die Stadt habe vorgeschlagen, die Burg auch mit WLAN zu versorgen, und zwar via Funkstrecke vom Dach des Rathauses aus hinauf zur Burg. Das sei technisch möglich. Von dort würde ein entsprechender Accesspoint die Burg versorgen, und zwar vom Wehrgang aus den Innenhof und den Prinzengarten.

„Trotz der Dicke der Burgmauern hätten wir auch zumindest auch die Versorgung des Wappensaals und des Terracottasaals ermöglichen können“, sagt Bloching und fügt hinzu: Alles unter Berücksichtigung des Themas Brandschutz und Ähnlichem.

Auf den Burgverein wäre die Hälfte der monatlichen Betriebskosten in Höhe eines Anteil von 50 Euro zugekommen, führt Bloching weiter aus. Die anderen 50 Euro hätte die Stadt als Partner in der Stiftung Burg getragen. Ebenso hätte die Stadt die Kosten für die Installation übernommen.

Genützt hat es nichts. „Wir respektieren den Beschluss des Burgvereins“, nimmt es Bloching mit Gelassenheit. „Der Einstieg zu einem späteren Zeitpunkt ist nicht ausgeschlossen.“ Das mittelalterliche Gemäuer ist nicht der einzige Ort der Stadt, der WLAN-freie Zone ist.

Auch im Waldschwimmbad gibt es kein kostenlosen öffentlichen Zugang. Hier sei ebenfalls ein Access in Erwägung gezogen worden, sagt Bloching. „Unter Abwägung von

Pro und Kontra

haben wir uns dazu entschieden diesen Standort nicht zu betreiben.“

Für das WLAN habe die Attraktivitätssteigerung für Besucher, auch im Wettbewerb mit anderen Bädern gesprochen, sagt Bloching. Dagegen habe die Befürchtung gestanden, dass durch das WLAN verstärkt Smartphones im Bad betrieben werden, die gegebenenfalls zur Folge hätten, das zum Beispiel vermehrt laute Musik gespielt werden könnte.

Während für die Nutzer das City-WLAN kostenlos ist, fallen für die Stadt für die Installation des Netzes einmalig Kosten in Höhe von 14 000 Euro an sowie monatliche Betriebskosten in Höhe von 470 Euro für das gesamte Netz. Hinzu kommen Marketingkosten für Info-Aufkleber und Beschilderung. Dies alles in finanziell kleinem Rahmen, betont Bloching. Diese Kosten trage die Stadt allein, vor allem weil man kein Netz wolle, in dem Werbung vorgeschaltet wird, auf die man dann keinen Einfluss habe. Gleichzeitig hat die Stadt einen Antrag auf EU-Fördermittel gestellt, der speziell für Kommunen gedacht ist. Bis maximal 15 000 Euro der Installationskosten können dabei laut Bloching gewährt werden. Die EU habe nach dem Abbruch des Erstaufrufs, der Server der EU sei zusammengebrochen unter der Last der zahlreichen Antragsteller, darunter auch Kronberg, im Juni angekündigt, dass sie Ende Oktober einen erneuten Aufruf startet wird. Dieser Aufruf sei bislang noch nicht erfolgt.

„Wir möchten uns gerne um Fördermittel bewerben, sagt Bloching, die Wahrscheinlichkeit eines positiven Bescheids sein aber nicht allzu groß. Beim Erstaufruf hätten sich über 18 000 Kommunen beworben.

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