Kunkel löst Hild ab

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Wechsel an der Spitze der Burgspielschar: Ottmar Kunkel ist neuer Chef des Amateurtheaters. Übrigens nicht zum ersten Mal.

Ottmar Kunkel ist, was man im positiven Sinne einen Wiederholungstäter nennt. Nachdem er der Burgspielschar bereits von 2000 bis 2010 vorstand, hat er kürzlich erneut das Amt des Vorsitzenden übernommen. „Ich arbeite viel, da ist das Engagement für die Burgspielschar wie ein schöner Ausgleich. Außerdem möchte ich in meiner Freizeit nicht nur zu Hause herumsitzen, sondern unter Leute kommen. Und mir liegt die Jugendarbeit sehr am Herzen“, erklärt Kunkel nach der Amtsübernahme. Es scheint daher wenig verwunderlich, dass die Ex-Vorsitzende Beate Hild mit der Wahl ihres Nachfolgers mehr als zufrieden ist. „Ich weiß den Verein in guten Händen“, äußerte sie sich gegenüber unserer Zeitung.

Dass Hild nicht mehr für das Amt der Vorsitzenden kandidierte, hatte private Gründe. „Mein Motto lautete stets: ,wenn, dann richtig‘. Und derzeit habe ich nicht die Zeit, meinem Amt gerecht zu werden“, gibt sie offen zu. Deshalb habe sie sich entschlossen, künftig etwas kürzer zu treten. Dem Vorstand des Amateurtheaters bleibt Hild, die der Burgspielschar seit 40 Jahren (siehe Info) die Treue hält, als Beisitzerin erhalten. „Ich fühle mich dem Verein verbunden“, sagt sie, gibt allerdings auch zu, dass es immer auch eine gute Portion Enthusiasmus brauche, um sich zu engagieren. Aber: „Es macht viel Spaß. Hier schafft und gestaltet man etwas.“

Ottmar Kunkels Stellvertreter bleibt Dieter Kaupp, Manfred Fels behält für zwei weitere Jahre die Finanzen im Blick. Franziska Kunkel ist neue Schriftführerin, während Gabi Kunkel, Ilona Kunz, Jan Tore Ohlsen und Elena Schunk als Beisitzer das Vorstandsteam verstärken.

Und das vergangene Jahr war durchaus ein erfolgreiches. Sowohl das Winterstück als auch die Freilichtaufführungen im Sommer kamen gut an. „Leider hatten wir im Sommer Pech mit dem Wetter. Eine Vorstellung des Stücks Peter Pan mussten wir sogar ausfallen lassen“, so Kunkel. Außerdem standen umfangreiche Investitionen an – im Bereich Tontechnik schlugen sie mit über 4000 Euro zu Buche – und sorgten für ein leichtes Minus in der Vereinskasse, wie Schatzmeister Manfred Fels berichtete.

Unterdessen laufen die Proben für das Stück „Pippi Langstrumpf“ unter Regie von Georg Bachmann auf Hochtouren. Sobald das Wetter besser ist, wird auch wieder auf der großen Freilichtbühne – 450 Zuschauer finden vor ihr Platz – geübt. Zunächst aber muss die Bühnenbau-Crew das Gelände auf Vordermann bringen. „Wir müssen den Winter wegwischen“, sagt Kunkel. Das Bühnenbau-Team um Koordinator Manfred Fels startet damit am kommenden Samstag. „Die Vorgespräche mit dem Regisseur haben bereits stattgefunden, die Gestaltung muss schließlich seinen Vorstellungen entsprechen“, berichtet Kunkel, der beim Bühnenbau stets mithilft, wenn er Zeit findet. Besonders wichtig sei ihm, dass die Zuschauer das Bühnenbild ansprechend finden. Denn: „Das hat Einfluss auf die Wahrnehmung unseres Theaters insgesamt.

Das Sommerstück „Pippi Langstrumpf“ wird an den Wochenenden 18. und 19. Juni, 25. und 26. Juni, 2. und 3. Juli sowie 9. und 10. Juli aufgeführt. Vorstellungsbeginn ist samstags jeweils um 17 Uhr, sonntags um 11 Uhr. Weitere Infos auf .

(mlf)

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