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Lebensmittel-Laden soll bleiben

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Neu-Anspach (as). Der Neu-Anspacher Bauausschuss hat dem vorhabenbezogenen Bebauungsplanentwurf für das Gebiet »Bahnhofstraße/Taunusstraße/Friedrich-Ebert-Straße« grundsätzlich ohne Debatte zugestimmt und dem Stadtparlament empfohlen, am 19. Mai gleichlautend zu beschließen.

Eine nach dem Verkauf des Grundstücks Haus-Nr. 62 (Nahkauf) an einen privaten Investor vor etwa fünf Jahren zur Sicherung des Gebietscharakters erlassene Veränderungssperre soll unter der Voraussetzung, dass der von Bürgermeister Thomas Pauli (SPD) erläuterte Magistratsbeschluss so umgesetzt wird, aufgehoben werden. Unabhängig davon, was auf dem Grundstück noch entstehen soll, wird festgeschrieben, dass es im Erdgeschoss weiterhin Lebensmitteleinzelhandel geben muss.

Pauli sagte, dass es zuerst keine, dann aber doch Gespräche mit dem neuen Eigentümer über die künftige Gestaltung gegeben hat - auch über dessen Bereitschaft, das Verfahren kooperativ zu begleiten. Auch mit der zum Rewe-Konzern gehörenden Kette Nahkauf seien Gespräche geführt worden. Der habe wissen lassen, dass kleinere Supermärkte mit Verkaufsflächen um die 400 Quadratmeter und etwa 200 Quadratmeter Lager im Konzern im Rahmen der Nahversorgung durchaus eine Perspektive hätten. Der Magistrat habe deshalb entschieden, für die Nutzung des Erdgeschosses Lebensmitteleinzelhandel vorzuschreiben. Für die Versorgung der Menschen in diesem Bereich sei eine solche Einkaufsmöglichkeit von elementarer Bedeutung.

Die Stadt kommt damit auch einem Wunsch des neuen Seniorenbeirates nach, der sich im Sozialausschuss vorgestellt und dabei auch auf die Notwendigkeit innenstadtnaher Einkaufsmöglichkeiten hingewiesen hat. Gerade für ältere Menschen sei der Besuch der Supermärkte im Gewerbegebiet, aber auch des im Bau befindlichen neuen Edeka-Marktes mit Strapazen verbunden.

Die dem Bauausschuss nun vorgelegte und grundsätzlich befürwortete Planung sieht im vorderen Bereich einen Laden mit 408 Quadratmetern Verkaufsfläche vor. Zudem sind 21 Wohneinheiten in drei Gebäudekörpern mit drei Vollgeschossen ohne Staffelgeschoss sowie eine Tiefgarage geplant. Die Firsthöhe darf maximal 11,10 Meter betragen. Die im Planentwurf nachgewiesenen 49 Stellplätze sind laut Vorlage gemäß der Stellplatzsatzung nicht ausreichend. Gleichwohl könnten die nach der nun vorgeschriebenen Nutzung als Supermarkt notwendigen 34 Stellplätze auf dem Grundstück noch nachgewiesen werden. Zusätzliche Kapazitäten ließen sich aber auch durch Doppelparker in der Tiefgarage realisieren.

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