LESERMEINUNG

Weichen werden falsch gestellt Zum Bericht Der Stadtreparierer (TZ vom 27. Februar) schreibt eine Leserin:

Zum Bericht Der Stadtreparierer (TZ vom 27. Februar) schreibt eine Leserin:

Die Idee der Nachverdichtung statt Zersiedelung ist grundsätzlich zu unterstützen. Dies sollte jedoch moderat geschehen, besonders, was die Optik angeht und die Auswirkungen auf die bereits in der Stadt lebenden Bürger.

1600 Neubürger müssen, besonders verkehrstechnisch, erst einmal bewältigt werden. Dies geschieht nicht immer zugunsten der bereits bestehenden Infrastruktur.

Allzu oft musste man erleben, wie gute Ideen begraben werden, weil es den Investoren nicht passt. Die Anzahl von gesichts- und seelenloser Architektur hat ein beängstigendes Ausmaß erreicht. Wir hinterlassen unserer Nachwelt dadurch nichts von bleibendem Wert.

Leider werden die Weichen in puncto Rathaus wieder

falsch gestellt

. Ein Abriss und die Neugestaltung wären die sinnvollste Lösung. An Ideen dürfte es nicht mangeln, gerade auch aus der Bevölkerung.

Ich frage mich des Öfteren, warum man das stets gut besuchte Bürgerforum STEP ins Leben gerufen hat, wenn alle guten Ideen in der Versenkung verschwunden sind und man deren Umsetzung schmerzlich vermisst.

Stefanie Laudan

Oberursel

Zum Leserbrief Fühle mich nicht Oberursel zugehörig (TZ vom 28. Februar), der sich auf den Bericht Der Stadtreparierer (TZ vom 27. Februar), bezieht, schreibt ein Leser:

Da informiert Bürgermeister Hans-Georg Brum über seine Ziele für die Innenstadtentwicklung. Dabei stellt er sehr gründlich seine Ziele für die Innenstadt dar. Für ganz Oberursel ist dies ein sehr wichtiges

Thema

. Und Herr Barz kritisiert, dass zu den Stadtteilen, insbesondere zu seinem Stadtteil Weißkirchen, keine Vorschläge gemacht werden.

Als Oberurseler Bürger, auch wohnhaft im Stadtteil Weißkirchen, kann ich nur sagen: Herr Barz, das war überhaupt nicht das

Thema

!

Thema

war: „Perspektiven der Stadtentwicklung in der Innenstadt“, was jeder auch im Internet gut nachlesen kann. Kein Wunder, dass die Stadtteile darin nicht vorkommen. Oder hat Herr Schorr, als er den Vorschlag zu einem Outlet-Center in der Innenstadt gemacht hat, etwa gleichzeitig zum Wochenmarkt in Weißkirchen Stellung bezogen?

Wie ich Herrn Brum kenne, wird er bald zu jedem einzelnen Stadtteil seine Vorschläge darstellen, in ähnlich gründlicher Form, wie er dies für die Innenstadt gemacht hat. Ich bin beispielsweise gespannt, wie er mit der Verkehrsproblematik weiter umgehen will. Das zentrale Projekt für Weißkirchen ist die geplante Südumgehung. Immerhin hat der Bürgermeister sich stark dafür eingesetzt, trotz Kritik von grüner Seite und aus der eigenen Partei. Und es ist ja auch gelungen, die Südumgehung in den Regionalplan zu bekommen. Eines sollte jedem klar sein: Wenn die Südumgehung nicht vorankommt, dann liegt das ganz sicher nicht an Herrn Brum oder der Oberurseler Stadtplanung. Dann liegt das einzig und allein an der CDU-geführten Landesregierung, die dieses für uns so wichtige Projekt in der Dringlichkeit herabgestuft hat.

Also, Herr Barz, auch wenn Wahlkampf ist und Sie sich vielleicht dem aus Weißkirchen kommenden Kandidaten sehr verbunden fühlen, man sollte fair und sachlich miteinander umgehen!

Wolfgang Burchard

Oberursel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare