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Mehr als nur eine Musikschule

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Musikschulengründer Friedemann Both (links) und sein »Klavierlehrer der ersten Stunde«, Andreas Schlicht, schauen auf 25 Jahre Musikpalast zurück. © Red

Neu-Anspach. Der Mensch trommelt, singt und flötet seit Jahrtausenden, woraus sich anleiten lässt, dass rhythmische und harmonische Klänge zu seinem Wesen gehören und Musik zu den wichtigsten kulturellen Glückshormonen zu zählen ist. »Gib mir Musik«, lautet denn auch ein Slogan der Neu-Anspacher Musikschule »Musikpalast« im Feldberg-Center - und das bereits seit 25 Jahren.

Ein Vierteljahrhundert schon unterrichten Friedemann Both und seine Musiklehrer Groß und Klein und haben damit schon bei vielen Generationen den ganz persönlichen Karriereschub in Gang gesetzt - von der Freude am eigenen häuslichen Musizieren bis zur professioneller Ausbildung. Inzwischen hat es sich in allen Fachkreisen herumgesprochen, dass sich Musikunterricht von der Grundschule an in allen anderen Bereichen positiv auswirkt.

Schüler sind deshalb die Hauptzielgruppe, sowohl in der eigenen, privaten Musikschule als auch in Kooperation mit staatlichen Schulen. »Aber auch Erwachsene fangen immer häufiger an, ein Instrument zu lernen«, hat Both festgestellt. Eines, das sie immer schon einmal lernen wollten oder das sie schon mal zu lernen begonnen haben.

Zusammen mit seinem »Klavierlehrer der ersten Stunde«, Andreas Schlicht, erinnert sich Both gerne an die zurückliegenden 25 Jahre, die einst in einem Gebäudeteil der alten Anspacher Lampenfabrik »Taunuslicht« begannen. Es sei schon eine tolle Atmosphäre dort gewesen, sind sich beide einig. Viele Konzert fanden dort statt, aber der Altbau hatte auch so seine Tücken. Deshalb suchte man einen neuen Standort und fand ihn im Gewerbegebiet, der sich langfristig allerdings ebenfalls nicht als ideal erwies.

Aber jeder Wechsel war mit einer Verbesserung verbunden, seit 15 Jahren befindet sich der Musikpalast nun im Obergeschoss des Feldberg-Centers - hier fühlen sich die Musiker wohl. Sechs Zimmer stehen für den Unterricht zur Verfügung. Rock, Pop, Jazz, aber auch Klassik sind das Metier der Schule, und Both sowie seine sechs Mitstreiter gehören zu den ersten, die das Band-Coaching etablierten, das heute noch ein Schwerpunkt ist. Ein Probenraum für Bands steht eigens dafür zu Verfügung.

Blasinstrumente mehr pushen

So ist die Musikschule über den Individualunterricht hinaus auch ein Treffpunkt und eine Plattform, die schon einige Projekte zutage gefördert hat. Eine der Bands, die sich inzwischen über die Region hinaus einen Namen gemacht hat, ist »Shilly Shally«. Dazu kommen die Lehrerbands des Hauses, beispielsweise die jazzlastige Gruppe »Round Midnight«.

»Jetzt möchten wir auch die Blasinstrumente ein wenig mehr pushen«, kündigt Both an, denn die seien in der Corona-Zeit etwas zu kurz gekommen. Diese habe man zwar mit Online-Unterricht aber ganz gut überbrückt, aber »das war für uns auch erst einmal Neuland«, erklärt Klavierlehrer Schlicht. Dennoch hätten alle mitgemacht und es habe besser geklappt, als gedacht. Die Schüler hätten mangels Alternativen zum Teil viel mehr geübt, nennt Both eine positive Nebenwirkung der Pandemie. Aber: »Es geht nichts über Präsenzunterricht«, sagen die beiden.

Was die Meilensteine innerhalb der 25 Jahre betrifft, müssen Both und Schlicht nicht lange überlegen: Das Big-Band-Projekt der Musikschule hatte als Krönung einen Auftritt im Vorprogramm der HR-Big-Band. Das Jazz-Festival an der Landsteiner Mühle gehört ebenso zu den Highlights wie regelmäßige Jazz-Frühstücke im alten Taunuslicht, ein überregionaler Band-Contest im Waldschwimmbad und vieles mehr, womit der Musikpalast auch das Kulturleben in Neu-Anspach mit bereichert hat.

Als Wunsch für die Zukunft formuliert Both: »Mit unserer Musikerfamilie aus professionellen und zuverlässigen Lehrern weithin zusammenarbeiten und für unsere Schüler mehr als nur eine Musikschule sein zu dürfen.«

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Informationen über das Angebot des Musikpalasts und über ein Jubiläumsangebot gibt es unter www.musikschule-anspach.de.

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