Personal

Mehr Lehrer für Schulen im Kreis

  • schließen
  • Christine Fauerbach
    schließen

Dank des Projektes „Leistung macht Schule“ sollen fünf Schulen im Hochtaunuskreis mit neuem Lehrpersonal verstärkt werden. Das Land sieht sich in Sachen Schulpolitik auf einem guten Weg. Das machte Kultusstaatsekretär Dr. Manuel Lösel beim Besuch des Schulamts in Friedberg deutlich.

Optimismus verbreiteten Staatssekretär Dr. Manuel Lösel vom Hessischen Kultusministerium und Schulamtsleiterin Dr. Rosemarie zur Heiden auf einer Pressekonferenz beim Staatlichen Schulamt für den Hochtaunus- und Wetteraukreis in Friedberg. Den Grund für die gute Laune lieferte zur Heiden gleich mit: „Alle Lehrer, die wir benötigten, konnten eingestellt werden“, sagt die Schulamtsleiterin.

Für 2018 sollen 700 zusätzliche Lehrer in Hessen eingestellt werden. An Grundschulen sind es 400 Stellen, an weiterführenden Schulen 300. Da könnte sich durchaus der Verdacht aufdrängen, dass ein Zusammenhang mit den bevorstehenden Landtagswahlen besteht.

Auf der Wunschliste des Schulamtes stehen auch weitere Stellen für Sozialpädagogen und Erzieher für Unterricht und Betreuungszeiten an den Grundschulen. „Von den über 42 zugewiesenen Stellen sind bereits 26 ausgeschrieben“, erklärte zur Heiden. Allerdings wird es nicht so sein, dass es pro Schule einen Sozialpädagogen geben wird. Vielmehr wird im Regelfalle ein Pädagoge für mehrere Schulen zuständig sein.

Kultusstaatssekretär Lösel war aber auch nach Friedberg gekommen, um sich in einer Dienstversammlung den Fragen der Mitarbeiter zu stellen. Dabei ging es um die Lehrerversorgung, die Unterstützung der Grundschulen sowie um die Zusammenarbeit mit anderen Behörden. „Unsere Schulämter sind die Scharniere im Zusammenspiel von Schulen und Kultusverwaltung, ohne sie geht nichts“, sagte er. Zuständig sind die Mitarbeiter des Schulamtes für die inneren Schulangelegenheiten wie Qualitätsentwicklung des Unterrichts, Vergleichbarkeit der Abschlüsse und Durchlässigkeit der Bildungsgänge. Gefragt ist das Amt auch, wenn es um die Beratung zu Themen wie Inklusion, Integration und Ganztagsbetreuung geht.

Als zentrale Aufgaben sehe man die Sicherung und Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität an, sagte die Schulamtsleiterin. Dies sei bei der Heterogenität der Schülerschaft eine Herausforderung. Denn man wolle die Schüler individuell fördern.

Dass die Schulabbrecherquote in Hessen mit 4,6 Prozent deutschlandweit am niedrigsten liege, wertete Lösel als Indiz dafür, dass man auf einem guten Wege sei. „Schule ist dann gut, wenn Schüler aus Maßnahmen und Vorhaben Gewinn ziehen können“, ergänzte zur Heiden. Als Beispiel nannte sie das Projekt „Lemas – Leistung macht Schule“. Dabei werden leistungsstarke Schüler an 300 Schulen in Deutschland gefördert. Fünf dieser Projektschulen liegen im Kreis. Es sind in Bad Homburg das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium, die Humboldtschule und die Paul-Maar-Schule sowie in Friedrichsdorf die Peter-Härtling- und Philipp-Reis-Schule. Die fünf Schulen bilden einen Verband, in dem sie zusammenarbeiten.

(fau,aw)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare