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Mehrere Hektar wiederaufgeforstet

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Försterin Katharina Romer erläutert den ULFA-Mitgliedern die erfolgreiche Pflege des sechs Jahre jungen Eichenwaldes nahe der Wiederaufforstungsfläche zwischen Laubach und Heinzenberg. © Andreas Romahn

Grävenwiesbach (aro). Am Dienstag fand die Sitzung des Grävenwiesbacher Umwelt-, Landwirtschafts- und Forstausschuss (ULFA) in der freien Natur statt. ULFA-Vorsitzender Kurt Solz und Försterin Katharina Romer zeigten den Ausschussmitgliedern sowie Gästen die jüngsten Flächen der Wiederaufforstung, insbesondere auch eine Ausgleichfläche zur Kompensation des Baues der Windkraftanlagen bei Heinzenberg.

Fast dreieinhalb Hektar Kahlfläche wird seit 2019 wiederaufgeforstet.

Die Begehung startete auf der Kahlfläche zwischen Laubach und Heinzenberg an der L 3063, wo vor einem Monat, wie berichtet, auf 0,8 Hektar Gemeindefläche die ersten 1600 von 3200 Traubeneichen-Setzlingen aus Königstein von vom Sulzbacher Unternehmen CGI Deutschland gepflanzt wurden. Försterin Romer zog eine sehr positive Bilanz. »Die Setzlinge sind sehr gut angegangen und wachsen besser als erhofft.«

Standorteignung vorher geprüft

Auf die Frage, inwieweit bei der Aufforstung zur Erhöhung der Vielfalt weitere Baumarten hätten berücksichtigt werden sollen, erwiderte Romer, dass sich zuerst die Eichen-Pflanzungen durchsetzen müssten, ehe durch Naturverjüngung mit Buche, Pappel oder Birke automatisch Vielfalt hinzukomme. Die Pflegekosten bezifferte die Försterin in den ersten fünf Jahren mit rund 12 000 Euro pro Hektar jährlich zuzüglich 30 Arbeitsstunden für das Freischneiden.

Die Eignung des Standortes für die Baumart war zuvor anhand der nur für Hessen vorliegenden Standorttypenkarte ermittelt worden. Mit den Kriterien Regenbilanz, Bodentyp oder Klimadaten der vergangenen 50 Jahre wurde die Eiche als Baumart für den Standort ausgewählt. Im Herbst dieses Jahres ist die Pflanzung der restlichen Bäume geplant, wenn die Witterung dies zulässt. Ein gutes Beispiel erfolgreicher Wiederaufforstung bot die daneben liegende 2016 gepflanzte Eichenschonung.

Ein maßgeblicher Anteil der jüngsten Wiederaufforstung resultiert aus der Schaffung von Ausgleichsfläche als Kompensation für den Waldverlust durch den Bau des Windparks Siegfriedeiche. Neben zwei Flächen in der Gemarkung nahe des Sportplatzes Mönstadt mit insgesamt 1,83 Hektar Fläche befindet sich noch eine 0,8 Hektar große Ausgleichsfläche im Dilling in der Nähe des Kinderwaldes Hundstadt. Hier überzeugten sich die Teilnehmer der Begehung vom erfolgreichen Wuchs des 2019 gepflanzten Mischwaldes mit verschiedenen Baumsorten.

Wasserstoff für die Taunusbahn

Schließlich berichtete Erster Beigeordneter Heinz Radu (FWG) aus dem Gemeindevorstand, dass die Gemeinde Ökopunkte an den künftigen Betreiber der Wasserstofftankstelle am Bahnhof Grävenwiesbach verkauft hat. Hier soll ein mobiles Wasserstoff-Tanklager eingerichtet werden, das der Versorgung der neuen Taunusbahn-Züge dienen soll.

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