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Meister Adebar ist zurück

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Er ist wieder da: der Storch vom Birkenhof. © Red

Neu-Anspach. Der Storch am Birkenhof in Neu-Anspach ist wieder da. Und er hat auch schon eine weibliche Begleitung. Ebenfalls wieder im Usinger Land angekommen ist ein weiterer Dauergast. Auch der Neu-Anspacher Milan wurde bereits rund um das Storchennest gesichtet - und von Naturfotograf Helmut Steinheimer bereits abgelichtet. Das erste Mal als der Storch sich am Birkenhof niederließ, hatte er deren menschliche Bewohner gerade große Freude bereitet.

Denn Adebar ist ja bekanntermaßen dafür zuständig, Kinderglück zu überbringen. »Gerade als ich mit unserem neugeborenen Sohn Friedrich aus dem Krankenhaus nach Hause auf den Hof kam, war der Storch da«, berichtet Mutter Yvonne Hergt, die seitdem in die Rolle der »Storchenbeauftragten« des Birkenhofes geschlüpft ist. So hält sie Kontakt mit Naturschutzorganisationen und gibt auch Fotografen Tipps, wo sie die besten Fotos schießen können. Bereits früher gab es Störche am Birkenhof. So erinnert sich Hergt daran, dass hier bereits ein Paar brütete, als sie noch ein Kind war. Doch nach dem Jahr 2012, als Hergts Großvater verstorben war, kam auch kein Storch mehr, um sich für den Sommer auf dem Strommasten einzurichten. »Auch der Hessenpark hatte keine Störche mehr«, sagt Hergt.

Nach fünf Jahren »Einzug« im Nest

Mit Plastikstörchen habe man versucht, wieder neue Tiere anzulocken, das Nest blieb erhalten, wurde einmal in Absprache und unter Mithilfe der Syna gereinigt. Trotzdem dauerte es bis 2017, bis wieder der Erfolg eintrat. Sofort meldete Hergt den Einzug bei den zuständigen Stellen. Da die Störche in Deutschland aber nicht mehr auf der Liste der gefährdeten Arten stehen, wurde das auch nicht weiter bearbeitet.

Vier Eier legte das Pärchen 2017, von diesem Nachwuchs überlebten zwei Tiere. »Danach kamen die dürren Sommer, und die Storchenpaare legten dann auch immer nur zwei Eier pro Jahr, um ihre Brut durchzubekommen«, berichtet die 44-jährige Hergt.

Ein beliebtes Ausflugsziel

Baumaterial und auch Futter gibt es genügend rund um den Birkenhof, sodass sich der Saisongast in diesem Jahr bereits Mitte Februar einfand, um seine Wahlheimat zu beziehen. Schließlich hatte er im vergangenen Jahr hart um sein Domizil kämpfen müssen. Hergt erinnert sich: »An einem Sonntag im vergangenen Jahr waren gleich fünf Störche hier und wollten das Nest besetzen.« Doch offenbar ist es immer der gleiche, der sein angestammtes Domizil verteidigt. Schwer, aber dennoch zu erkennen ist er an einem Identifizierungs-Ring älterer Bauart. »Er besteht noch aus Alumium, während die neueren Ringe wohl aus schwarzem Kunststoff mit weißer Aufschrift gefertigt werden. Das Weibchen und die Jungen der vergangenen Jahre sind indes nicht beringt. Und so kann Hergt nur vermuten, dass der Birkenhof-Nachwuchs für die Furore in Wehrheim des vergangenen Jahres verantwortlich zeichnet, als sich dort erstmals seit langer Zeit wieder Störche niederließen. »Wir haben uns schon wieder daran gewöhnt«, sagt Hergt, kann aber verstehen wie groß die Freude über den Zuzug im Apfeldorf im vergangenen Jahr war.

Der Birkenhof jedenfalls ist seit fünf Jahren wieder ein beliebtes Ausflugsziel für Vogelkundler und Naturschutzvereine. »Auch der Zustrom von Fotografen reißt nicht ab«, sagt Hergt. Sie hofft, dass der Storch mit seinem Weibchen auch in diesem Jahr wieder Erfolg mit seinem Nachwuchs haben wird.

Wie soll er fortan heißen?

Eines fehlt dem Birkenhof-Stammgast allerdings noch: Einen Namen hat der Gast auf dem Hof zwischen Neu-Anspach und dem Hessenpark noch nicht. »Das wäre vielleicht eine gute Aktion für unsere Kitas, so wie das vergangenes Jahr in Wehrheim der Fall war«, schlägt Hergt vor.

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