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Mit elektronischen Anzeigetafeln soll Stau rund um den Feldberg verhindert werden

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Hochtaunus - In angesagten Naherholungsgebieten ist bei schönem Wetter das Chaos häufig programmiert, weil Parkplätze in den allermeisten Fällen knapp sind. Das Feldberggebiet ist da keine Ausnahme, da ist es sogar eher die Regel. Oft quälen sich Erholungssuchende im Stau auf der einen Seite hinauf und auf der anderen Seite entnervt wieder hinunter, weil sie keinen Parkplatz mehr abbekommen haben. Das soll sich ändern: "Zuständigkeitsübergreifendes Verkehrsmanagement Region Frankfurt RheinMain" lautet das etwas sperrig formulierte Mittel gegen Stau. Rezeptfrei zu haben ist es allerdings nicht, 200 000 Euro muss der Hochtaunuskreis für die elektronischen Anzeigetafeln, die schon von weitem zum Umdrehen auffordern sollen, wenn es droben eng wird, schon aufbringen. Das Geld soll, so die Kreisvorlage an den Ausschuss für Bau, Planung, Verkehr und Umwelt, der am vergangenen Donnerstag gewissermaßen auf dem "Corpus Delicti", dem Großen Feldberg, dort im neuen Feldberghaus, tagte, teilweise auch von den Kommunen Glashütten, Königstein, Oberursel und Schmitten erbracht werden. Zusammen mit ihnen will der Hochtaunuskreis an dem Projekt teilnehmen. Ausschuss stimmt bei Enthaltung der FDP zu Auf den Landkreis selbst entfallen demnach nur rund 60 000 Euro. Die Umsetzung ist jedoch weit teurer. Sie wird zu 70 Prozent über Fördermittel gedeckt. Der Eigenanteil des Hochtaunuskreises und der Feldberganrainerkommen von 200 000 Euro entspricht gerade einmal 30 Prozent der Gesamtkosten. Im Ausschuss fand sich dafür eine ausreichende, sogar einstimmige Mehrheit, wobei die Liberalen Enthaltung übten, diese im Ausschuss aber nicht näher erläuterten. Fraktionschef Dr. Stefan Naas sagte auf Anfrage, man sei erst skeptisch gewesen, die neuen Tafeln könnten auch zur Durchsetzung der Feldbergsperrungen genutzt werden. Inzwischen wisse man aber, dass dem nicht so ist. Aller Voraussicht nach werde die FDP beim noch ausstehenden Beschluss des Kreistags zustimmen. Im Rahmen des Projekts sollen zehn dauerhafte LED-Anzeigetafeln zur Verkehrssteuerung im Feldberggebiet angeschafft werden, sagte Erster Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr (CDU) zur Begründung. Er erinnerte daran, dass im vergangenen Winter mobile Anzeigetafeln zur Verkehrssteuerung im Feldberggebiet bereits erfolgreich erprobt worden seien. Es sei beabsichtigt, solche Tafeln nun fest zu installieren. So werde eine bedarfsgerechte, flexible und regionale Verkehrssteuerung über einzelne Zuständigkeiten hinaus ermöglicht. Die Betriebskosten in Höhe von 30 000 Euro pro Jahr beabsichtigen Kreis und Kommunen zu je 50 Prozent zu tragen. Der Große Feldberg: Beliebtes Naherholungsziel mit nur wenig Parkplätzen. Eine Kombination, die schon häufig zu Frust führte. © thomsen Heli-Service

Der Kreis und die Anrainerkommunen tragen 30 Prozent der Kosten des zukunftsorientierten Projekts. Es winken stolze 70 Prozent aus Fördermitteln.

Hochtaunus - In angesagten Naherholungsgebieten ist bei schönem Wetter das Chaos häufig programmiert, weil Parkplätze in den allermeisten Fällen knapp sind. Das Feldberggebiet ist da keine Ausnahme, da ist es sogar eher die Regel. Oft quälen sich Erholungssuchende im Stau auf der einen Seite hinauf und auf der anderen Seite entnervt wieder hinunter, weil sie keinen Parkplatz mehr abbekommen haben.

Das soll sich ändern: "Zuständigkeitsübergreifendes Verkehrsmanagement Region Frankfurt RheinMain" lautet das etwas sperrig formulierte Mittel gegen Stau. Rezeptfrei zu haben ist es allerdings nicht, 200 000 Euro muss der Hochtaunuskreis für die elektronischen Anzeigetafeln, die schon von weitem zum Umdrehen auffordern sollen, wenn es droben eng wird, schon aufbringen. Das Geld soll, so die Kreisvorlage an den Ausschuss für Bau, Planung, Verkehr und Umwelt, der am vergangenen Donnerstag gewissermaßen auf dem "Corpus Delicti", dem Großen Feldberg, dort im neuen Feldberghaus, tagte, teilweise auch von den Kommunen Glashütten, Königstein, Oberursel und Schmitten erbracht werden. Zusammen mit ihnen will der Hochtaunuskreis an dem Projekt teilnehmen.

Ausschuss stimmt bei Enthaltung der FDP zu

Auf den Landkreis selbst entfallen demnach nur rund 60 000 Euro. Die Umsetzung ist jedoch weit teurer. Sie wird zu 70 Prozent über Fördermittel gedeckt. Der Eigenanteil des Hochtaunuskreises und der Feldberganrainerkommen von 200 000 Euro entspricht gerade einmal 30 Prozent der Gesamtkosten.

Im Ausschuss fand sich dafür eine ausreichende, sogar einstimmige Mehrheit, wobei die Liberalen Enthaltung übten, diese im Ausschuss aber nicht näher erläuterten. Fraktionschef Dr. Stefan Naas sagte auf Anfrage, man sei erst skeptisch gewesen, die neuen Tafeln könnten auch zur Durchsetzung der Feldbergsperrungen genutzt werden. Inzwischen wisse man aber, dass dem nicht so ist. Aller Voraussicht nach werde die FDP beim noch ausstehenden Beschluss des Kreistags zustimmen.

Im Rahmen des Projekts sollen zehn dauerhafte LED-Anzeigetafeln zur Verkehrssteuerung im Feldberggebiet angeschafft werden, sagte Erster Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr (CDU) zur Begründung. Er erinnerte daran, dass im vergangenen Winter mobile Anzeigetafeln zur Verkehrssteuerung im Feldberggebiet bereits erfolgreich erprobt worden seien. Es sei beabsichtigt, solche Tafeln nun fest zu installieren. So werde eine bedarfsgerechte, flexible und regionale Verkehrssteuerung über einzelne Zuständigkeiten hinaus ermöglicht. Die Betriebskosten in Höhe von 30 000 Euro pro Jahr beabsichtigen Kreis und Kommunen zu je 50 Prozent zu tragen.

Der Große Feldberg: Beliebtes Naherholungsziel mit nur wenig Parkplätzen. Eine Kombination, die schon häufig zu Frust führte.

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Als die Mitglieder des Bauausschusses zwecks Inaugenscheinnahme des neuen Feldberghofs den höchsten Taunusgipfel erklommen, war es draußen neblig. Verkehrslenkender Maßnahmen auf elektronischen Anzeigetafeln bedurfte es aber nicht. © Schneider

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