1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Mit LEADER-Projekt zum Sportpark

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ualoka_merzhausenpark_kh_4c
Im Zuge der Aktion LEADER-Region Hoher Taunus hofft der Ortsbeirat Merzhausen, dass sein Konzept für den Sportpark an der Rauschpennhalle umgesetzt wird. FOTO: BURGER © Red

Usingen-Merzhausen. Für das Großprojekt LEADER-Region Hoher Taunus steht diese Idee ganz weit oben. Und im Ortsbeirat Merzhausen und bei der Dorfgemeinschaft ebenfalls. Denn der Stadtteil möchte seinen Bekanntheitsgrad und den Tourismus ankurbeln - mit dem Sportpark Merzhausen - kurz »SpM« genannt.

Der Ort des künftigen Geschehens, so die Idee auch umgesetzt wird, ist das große Areal bei der Rauschpennhalle. Dieses ist bereits jetzt ein beliebter Treffpunkt mit dem Sportplatz, dem Spielplatz, der Fläche zum Sitzen und Klönen und natürlich der direkt angrenzenden Natur.

Ein Treff für Generationen

Der Stadtteil-Politiker Jörg Eigler (Grüne) hat mit seinem Team auch eine ganze Menge Ideen - und selbst mögliche Spielgeräte sind bereits vorhanden. Doch anfangen geht nicht - denn sonst wäre die Förderung futsch. Also wartet man zum einen, ob der Hohe Taunus mit den sieben Kommunen (Altkreis plus Glashütten) in den Genuss der LEADER-Region kommt und das Projekt auch umgesetzt wird.

Für Merzhausen wäre es ein großer Gewinn. Denn Sport ist gesund. Und fördert die Geselligkeit. Und mit entsprechenden Angeboten würden auch Besucher die neue Attraktion genießen können und eventuell Geld bringen. Und, so ein Hintergedanke, mehr Bürger könnte auch bedeuten, dass es im Stadtteil vielleicht wieder ein Gasthaus gibt. Denn solch ein Treffpunkt wird schmerzlich vermisst.

Nun wäre ein Teil der Infrastruktur bereits vorhanden - denn mit dem Dorfgemeinschaftshaus sind ja Duschmöglichkeiten und sanitäre Anlagen an Ort und Stelle. Es könnte ein Treffpunkt werden für Jung und Alt, eventuell sogar mit der Chance, dass sich aus der Dorfgemeinschaft heraus neue Initiativen bilden.

Die Initiatoren denken da an eine vielseitige Fläche, ähnlich der am Multifunktionsplatz am Schlossgarten - mit einem größeren Angebot versteht sich. Etwa Calisthenics, was ein Freiluftsport für alle ist. Und in dem vielfältige Bewegung die Gesundheit fördert, vor allem auch für die ältere Generation geeignet ist.

Eine bespielbare Umwelt schaffen

Ein weitere Aspekt: Man will den Spalt der Generationen wieder schließen, denn Sport in seiner Vielfalt verbindet. Und zudem könnte die Jugend ein attraktives Angebot für die Freizeit erhalten. Weg vom Computer, raus in die Natur. Mit den Fitnessgeräten wäre dann auch ein weiterer Baustein möglich. Die Initiatoren haben konkrete Vorstellungen und diese in einem Konzept zusammengefasst. Unter anderem mit einer Multisportarena, gemütlichen Treffmöglichkeiten, den Fitnessgeräten und Zonen für die Entspannung. Neues soll es auch für Kleinkinder geben. Oder, wie der Ortsbeirat es formulierte: Es soll eine bespielbare Umwelt entstehen.

Der Ortsbeirat ist optimistisch, dass die Aufwertung für den Stadtteil auch Realität wird. Eine Entscheidung wird aber frühestens Ende des Jahres fallen - die LEADER-Region selbst wäre ab dem 1. Januar möglich, so denn die Aktion vom Land genehmigt wird.

Der ganze Sportpark ist aber auch Teil eines Tourismuskonzeptes, das der Ortsbeirat vorlegte. Und in dem finden sich Ideen wie ein Minigolf-Parcours am Sportpark, der zu einer Art Wanderung locken soll. Oder neue Strecken für Radler mit Mountainbike oder E-Bike, ein Nordic-Walking-Park, Touren entlang des Wasserwegs - also vom Regenwasser bis zum Grundwasser.

Und natürlich wäre da auch die geschichtliche Seite zu sehen, denn gerade im Winter 1944 litt der Ort durch den Flugplatz unter einer Bombennacht. Da wären aber auch Ideen ökologischer Art - etwa eine Tour mit Infos über den Wald und Folgen der Dürre. Oder eine Wanderung entlang der sieben Weiher.

Auch interessant

Kommentare