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Mitgliederzahl verdoppelt

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Gunnar Breier (Weilrod), Regina Schirner (Neu-Anspach), Irene Hubertz (Schmitten) und Dirk Sitzmann (Wehrheim, von links) vom Vorstand des Grünen-Ortsverbandes Usinger Land hatten zur Mitgliederversammlung mit anschließendem Sommerfest eingeladen. © kreutz

Grüne freuen sich über Zuwachs und erstes Treffen nach der Pandemie

Usinger Land -Seit kurz vor der Bundestagswahl hat sich die Mitgliederzahl im Ortsverband Usinger Land der Grünen auf heute 79 praktisch verdoppelt. Ein Teil von ihnen kam zur Mitgliederversammlung auf dem Kellerhof in Obernhain. Da keine Wahlen anstanden, war die Tagesordnung überschaubar und der offizielle Teil vor dem Sommerfest kurz.

"Im Wesentlichen geht es heute um den Austausch von Informationen", sagte Regina Schirner aus Neu-Anspach, die im Vorstand mit Schatzmeister Raymond Hahn (Usingen), Dirk Sitzmann (Wehrheim), Irene Hubertz (Schmitten) und Gunnar Breier (Weilrod) zusammenarbeitet.

Vorzeigbarer

Spitzenkandidat

Schirner erinnerte an den Besuch der beiden Grünen-Landtagsabgeordneten Miriam Dahlke und Martina Feldmayer Ende Juni in Neu-Anspach und Wehrheim. Am 23. Juli wird die Grünen-Landtagsabgeordnete Kaya Kinkel ebenfalls in Neu-Anspach und Wehrheim zu Gast sein. Dieser Tag steht unter dem Motto der Grünen "Mit Sonne Wind und Meer zur Energiewende". Und an diesem Tag findet der Neu-Anspacher Solartag im Rahmen der Neu-Anspacher Solar-Kampagne 2022 statt.

Mit Blick auf die nächste Landtagswahl, die voraussichtlich im September 2023 stattfinden wird, stellte Schirner fest: "Als Spitzenkandidat wird Tarek Al-Wazir wieder antreten." Aus der Mitgliederschaft gab es einen Protest gegen die Selbstverständlichkeit, mit welcher der Spitzenkandidat gehandelt wird. Daraufhin meinte Schirner: "Tarek Al-Wazir hat lediglich signalisiert, dass er wieder zur Verfügung steht." Und: "Natürlich wird es dazu einen Mitgliederentscheid geben."

Felix Scheib aus Weilrod geht jedenfalls davon aus, dass der hessische Wirtschaftsminister ein vorzeigbarer Spitzenkandidat ist: "Wir werden uns reinhängen, um die Regierung zu übernehmen."

Bei den Grünen zählen jedoch nicht nur Personalien, sondern vor allem Themen. "Alle Kreisverbände werden angeschrieben, damit wir von der Basis aus Vorschläge zum Wahlprogramm machen können", teilte Schirner mit.

Das war es auch schon zum offiziellen Teil, und das Treffen der Grünen aus dem Usinger Land ging nahtlos in den gemütlichen Teil über. "Nach der Pandemie ist es das erste Mal, dass wir uns wieder ungezwungen zum Austausch treffen können", freute sich Schirner. Und auch darüber, dass nicht nur Gäste aus dem Ortsverband gekommen waren. Auch Sabine Behrent aus Oberursel und der Grävenwiesbacher Christian Tramnitz, die die Doppelspitze der Hochtaunus-Grünen bilden, besuchten das Sommerfest.

Wasser und

Wald sind Thema

Tramnitz erläuterte auch auf Anfrage der Presse, warum die Grävenwiesbacher Grünen nicht zum Ortsverband Usinger Land gehören. "Wir hatten schon bei der Gründung ausreichend Mitglieder und haben mit zwölf Leuten angefangen." Wie Schirner ergänzte, sind die Grünen in den anderen Kommunen nur jeweils mit einer handvoll Mitglieder gestartet. Obwohl die Mitgliederwerbung in den einzelnen Kommunen immer besser funktioniere, bleibe es bei der Zusammenarbeit, auch ohne offiziellen Verbund mit den Grünen aus Grävenwiesbach.

"Die Energiewende stellt uns alle vor neue Herausforderung, gerade unter dem aktuellen Druck durch den Krieg in der Ukraine", so Schirner im Gespräch mit der Presse.

Vorzeigekommunen in Sachen regenerativer Energieerzeugung sind aus ihrer Sicht Weilrod und Grävenwiesbach. Klimaschutzkonzepte liefen jetzt überall, aber unterschiedlich schnell an. Auch die Sicherstellung der Wasserversorgung im Zusammenhang mit den immer noch zunehmenden Waldschäden sei Thema. Außerdem beschäftigt die Grünen die Wohnraumknappheit. In Usingen werde gerade viel gebaut, aber in Neu-Anspach wie in manchen anderen Gemeinden gebe es keine freien Bauplätze mehr.

Frei Platzwahl hatten die Besucher jedoch beim Sommerfest. Sitzmann hatte am Grill alle Hände voll zu tun und selbst gemachte Salate und selbst gebackene Kuchen fanden guten Absatz. Eingeladen waren auch die Bürgermeister der fünf Kommunen, und Neu-Anspachs Rathauschef Thomas Pauli (SPD) und Schmittens Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) machten auch eine Stippvisite in der Runde der Grünen.

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