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Modernste Technik im Einsatz

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Überzeugen sich in Mönstadt vom Fortschritt des Kanalleitungsbaus (von links): Vorarbeiter Erik Sonntag, Ingenieur Dietmar Schmidt-Winterstein, der stellvertretende Bauamtsleiter Jürgen Kramer und Erster Beigeordneter Heinz Radu. © Andreas Romahn

Grävenwiesbach-Mönstadt. Ein langer Konvoi Baufahrzeuge und Maschinen stand am Montagmorgen oberhalb des Sportplatzes Mönstadt. Hier wird derzeit das Herzstück der künftigen Wasserversorgung der Gemeinde Grävenwiesbach gebaut. Mit der Fertigstellung der Verbundleitung von Mönstadt nach Grävenwiesbach wird der Ringschluss vollendet. Damit besteht künftig die Möglichkeit, alle Ortsteile der Großgemeinde in alle Richtungen mit Wasser zu versorgen.

Bürgermeister Roland Seel hatte in seiner Haushaltsrede im Dezember 2021 die Sicherstellung der Wasserversorgung als Kernprojekt der Investitionen und zukünftiger Gemeindepolitik vorgestellt. Rund 1 Million Euro stehen hier für alleine im Etat 2022. Am Montag machten sich Erster Beigeordneter Heinz Radu, stellvertretender Bauamtsleiter Jürgen Kramer sowie der Projektleiter Dietmar Schmidt-Winterstein vom Ingenieurbüro PIPLUS in Bad Nauheim selbst ein Bild vom Fortgang der Bauarbeiten. Mit einem Spezialgerät modernster Technik, wurde in einem Arbeitsgang der Graben ausgehoben und die Leitung in der Rinne verlegt. »In drei Tagen sollte die Maschine mit der Leitung vom Hochbehälter Mönstadt bis zum Hochbehälter Hasselborner Straße oberhalb der Jugendherberge Grävenwiesbach fertig sein«, beschrieb Schmidt-Winterstein das Arbeitstempo der einzigartigen Maschine, die in drei Tagen 4,5 Kilometer Leitung zwischen den beiden Hochbehältern sowie weitere 1,5 Kilometer vom Stollen Fußwiesen zum Hochbehälter Mönstadt verlegen wird.

Neuer Kanal vom Stollen Fußwiesen

Mit der Erneuerung des Kanals vom Stollen Fußwiesen zum Hochbehälter werden die Frischwasser-Kapazitäten deutlich gesteigert. Denn die marode, alte Leitung hatte zuletzt nur circa 2000 statt der möglichen 16 000 Kubikmeter Wasser jährlich durchgelassen, teilte der stellvertretende Bauamtsleiter Kramer mit. Bevor das Wasser endgültig fließen kann, müssen an den Hochbehältern noch Bauarbeiten in Form eines neuen Sammelschachts und des Einbaus von Pumpen sowie Luftventilen erfolgen. Hier wird auf die Lieferung notwendiger Materialien gewartet, sodass die endgültige Fertigstellung derzeit Mitte April in Aussicht gestellt wird. »Vor dem warmen Wetter ist die Sache auf jeden Fall erledigt«, sagte Kramer.

Eine vergleichbare Kanalbaumaßnahme mit derart aufwendiger, moderner Technik hat Grävenwiesbach noch nicht erlebt. Bereits im Vorfeld der Leitungsarbeiten hatte die Fachfirma aus dem Erzgebirge im Spülrohrverfahren die Unterquerung der Bundesstraße 456 sowie die Unterquerung des Kittelbachs oberhalb der Lehmkauthalle vorgenommen.

Als weiterer positiver Synergieeffekt der jüngsten Baumaßnahme kommt die Verlegung von Leerrohren für die Glasfaserversorgung von Mönstadt und Heinzenberg hinzu. Erster Beigeordneter Radu betonte die gute Absprache mit den ausführenden Unternehmen, mit der die Glasfaserversorgung der beiden westlichen Ortsteile Mönstadt und Heinzenberg überhaupt erst möglich gemacht wird. Im Zentrum steht allerdings die wegweisende Baumaßnahme zur Sicherstellung der Wasserversorgung, um insbesondere in künftigen Hitzesommern einen erneuten Wassernotstand zu verhindern.

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