Erhebliche Behinderungen erwartet

Am Montag beginnt der dreimonatige Umbau der PPR-Kreuzung

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Die aufgestellten Behelfs-Ampeln deuten es an: In den kommenden drei Monaten werden sich vor allem die Bürger aus Dornholzhausen und die Pendler aus dem Usinger Land durch den Umbau des Verkehrsknotens in Geduld üben müssen. Die Details des Projekts wurden auf einer Informationsveranstaltung vorgestellt.

Die PPR-Kreuzung ist der Verkehrsknoten im Landkreis mit dem wohl höchsten Verkehrsaufkommen. Nach vielen Jahren der Diskussion und Planung hat die Stadt Bad Homburg bereits Anfang März beschlossen, den Knoten für 540 000 Euro umzubauen. Die nunmehr abgeschlossene Komplettsanierung der B 456 zwischen A 661 und Usingen wurde von Hessen Mobil verantwortet. Beim Umbau der PPR-Kreuzung führt nunmehr die Stadt Bad Homburg die Regie.

„Während der dreimonatigen Bauzeit ist mit Behinderungen zu rechnen, die gewiss wehtun“, räumte Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) bei einer Informationsveranstaltung in Dornholzhausen ein. Seine Planer und die Projektleitung aus dem Rathaus versprechen jedoch, dass durch die neue Verkehrsleitung künftig mehr Autos in kürzerer Zeit die Kreuzung passieren werden. „Der Rückstau an der PPR-Kreuzung wird auf bestehendem Verkehrsraum ohne den Verbrauch neuer Flächen entzerrt. Die künftige zweispurige Verkehrsführung in Nord-Süd-Richtung von der Saalburg in Richtung Oberursel wird eine Entlastung für den Engpass mit sich bringen“, weckte Verkehrsplaner Timon Bender Hoffnung.

Doch vor allem die Bürger aus Dornholzhausen und die Pendler aus dem Usinger Land werden Hauptleidtragende während der gesamten Bauzeit sein. „Die in der nächsten Woche beginnende vierwöchige Bauphase 1 wird die längste und schlimmste für Dornholzhausen sein“, teilte Projektleiter Markus Schmitt mit. Denn in dieser Zeit soll durch einen Umbau der aus dem Stadtteil in die Kreuzung einfließende Verkehr entzerrt werden, was aber für die Dauer des Umbaus wohl erst einmal den entgegengesetzten Effekt haben wird.

Von Montag an wird auf den beiden rechten von Dornholzhausen kommenden Fahrspuren ein Baufeld eingerichtet. Für vier Wochen wird sich dann der gesamte Verkehr aus dem nordwestlichen Stadtteil auf nur einer Fahrspur – der heutigen Linksabbiegerspur – in den Kreuzungsbereich quälen. „Eine verlängerte Grünphase von 30 Sekunden wird aber für einen verbesserten Abfluss des Verkehrs sorgen“, erläuterte Schmitt. „Während der ersten vier Wochen wird vor der eigentlichen Kreuzung eine Dreiecksinsel gebaut. Dadurch soll künftig der nach rechts in Richtung Oberursel abbiegende Verkehr besser abfließen.“

Der Bau eines Einfädelstreifens auf der Hohemarkstraße soll dies später möglich machen. Während dieser Bauphase werden aber auch die Gehwege beidseits der Hohemarkstraße gesperrt. Ebenfalls für alle Verkehrsteilnehmer bedeutsam: Ab Montag wird die alte Ampelanlage abgeschaltet, die bereits installierte Behelfsampel leitet dann den Verkehr.

„Erfahrungsgemäß wird es an den ersten zwei, drei Tagen einer solch großen Straßenbaumaßnahme immer etwas chaotisch“, sagte Markus Philipp vom Fachbereich Tiefbau und warb bei den empörten Besuchern der Informations-Veranstaltung im Gotischen Haus um Verständnis. „Geben Sie uns die Zeit. Die Stadt Bad Homburg investiert jährlich Millionen in die Straßen-Infrastruktur.“ Man müsse bei der Baumaßnahme auf der Bundesstraße alle Verkehrsteilnehmer im Blick haben. Da können nicht nur die Interessen der Bürger aus Dornholzhausen berücksichtigt werden. Tatsächlich werden bei den weiteren Bauabschnitten ab Anfang Juli vor allem die Pendler aus dem Usinger Land und alle stadtauswärts fahrenden Bad Homburger auf eine Geduldsprobe gestellt.

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