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»Müssen erlaubtes Parken definieren«

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Bürgermeister Roland Seel (Dritter von rechts) erläutert Ordnungsamtsleiter Hans-Jörg Bleher (Vierter von rechts) die Parkprobleme an der Ecke Hauptstraße/Naunstädter Weg © Andreas Romahn

Grävenwiesbach-Hundstadt (aro). Seit längerem steht im Ortsbeirat Hundstadt immer wieder das Falschparken im alten Ortskern auf der Tagesordnung. Bei einer Ortsbegehung mit dem Leiter der Stadtpolizei und Ordnungsamtschef Hans-Jörg Bleher erörterten Bürgermeister Roland Seel (CDU) und der Ortsbeirat besonders die gefährliche Verkehrslage auf der Hauptstraße und im Naunstädter Weg.

Ortsvorsteherin Barbara Lauth (FWG) erläuterte, dass insbesondere im Bereich der schlecht einsehbaren, abknickenden Vorfahrt vor allen Dingen nach 20 Uhr viele Autofahrer entweder ganz auf dem Fußweg oder in der Einmündung parkten, sodass sowohl Fußgänger gefährdet als auch der Bereich für den fließenden Verkehr nicht einsehbar sei. Bleher schlug vor, eine Ausweisung besonderer Parkflächen zu prüfen. Vorab wird das Ordnungsamt bzw. die Stadtpolizei speziell abends Kontrollfahrten durchführen, um sich ein Bild von der Verkehrslage zu machen. »Wir müssen erlaubtes Parken definieren«, kündigte Bleher einen Vorschlag seiner Behörde für den gesamten Verkehrsbereich Hauptstraße und Naunstädter Weg an. Der Vorschlag geht an den Gemeindevorstand und wird danach auch im Ortsbeirat beraten werden.

Blockade von Einsatzfahrzeugen

Ebenso war beim Falschparken der Einmündungsbereich Hauptstraße und Weiler Weg ein Thema. Schließlich steht auch die Einmündung der Feldbergstraße in die Hauptstraße auf dem Prüfstand. Für die Feuerwehr nahm Wehrführer Hans Hess an der Ortsbegehung teil und wies vor allem auf das Falschparken an engen Stellen der Hauptstraße hin, was zur Behinderung oder sogar zu einer Blockade von Feuerwehrfahrzeugen im Einsatz führen könne. Bekanntlich ist das Zuparken von Rettungswegen generell ein Problem - in Grävenwiesbach genauso wie in vielen anderen Kommunen.

Abschließend wurde eine verstärkte Kontrolle des Schwerlast-Verkehr gefordert, der widerrechtlich über die nur für 16 Tonnen zugelassene Eisenbahnbrücke auf der K 759 von Hundstadt nach Grävenwiesbach fahre.

Zur Eröffnung der offiziellen Sitzung blickte Ortsvorsteherin Lauth dann noch einmal auf die erfolgreiche Aufräumaktion zurück. Sie kündigte an, dass die Erneuerung des Auslasses am Brunnen in Eigenleistung erfolgen werde und die Ruhebänke aufgestellt sind. Schließlich stimmte der Ortsbeirat mit deutlicher Mehrheit für eine Umstellung auf den bereits von Gemeindevertretung und Gemeindevorstand verwendeten digitalen Sitzungsdienst über das Ratsinformationssystem.

Bürgermeister Roland Seel informierte anschließend über den Sachstand Neugestaltung des Friedhofes. Die Beschaffung der Stelen für das halbanonyme Grabfeld laufe, aber die Lieferung verzögere sich wegen Materialfragen der Hersteller. Seel betonte noch einmal, dass auf den Friedhöfen jeweils eine optische Anpassung an die Gegebenheiten erfolge, zum Beispiel bei der Pflasterung oder bei der Anlegung neuer Wege: »Das wird individuell auf den jeweiligen Ortsteil abgestimmt.«

Der Schützenraum im DGH wird unter Koordination der Dorfgemeinschaft eine neue Nutzung durch die Kerbegesellschaft oder als Sitzungsraum des Ortsbeirates erfahren, wenn die offenen Brandschutzfragen geklärt sind.

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