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Musikalische Tour um den Globus

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Kinder- und Jugendchor plus Instrumentalgruppe präsentieren in der Obernhainer Kirche Lieder aus der ganzen Welt. Hier ist es das italienische Lied "Bella Ciao", das der junge Blockflötenspieler darbietet. © schwarz-cromm

Chor- und Instrumentalcrew der Kirche geht auf imaginäre Weltreise

Obernhain -Zu einer großen Tour um den Globus hatten Chor- und Instrumentalcrew der evangelischen Kirchengemeinde unter der Reiseleitung von Petra Fuchs am Dienstag alle Beteiligte und Mitreisende in die Kirche Im Erlenbruch eingeladen. "Mitzubringen sind Entdeckerfreude, Seefestigkeit, Bewegungsfreude beim Landgang und gute Laune", lautete die Einladung. Demzufolge wurden alle von Luisa, Enni und Frieda mit einem freundlichen "Willkommen an Bord" begrüßt. Es wirkte fast so wie beim Einchecken auf dem Traumschiff.

Reiseleiterin Petra Fuchs nahm die anwesenden Kinder, Eltern und Großeltern mit auf große Fahrt. Und das unterhaltsam und amüsant. Denn nur Zuschauen war nicht; alle wirkten interaktiv mit. Und so hörte man gleich bei der Abfahrt mit dem Bus in Deutschland schon die Eltern kräftig Autobus-Geräusche nachahmen. "Das ist wohl ein älteres Modell", konterte Petra Fuchs sogleich. Und auch beim ersten musikalischen Beitrag, "Im Frühtau zu Berge" mit der Blockflöte zu Klavierbegleitung gespielt, stimmten in den hinteren Reihen einige Frauenstimmen mit ein.

Weiter ging es in die Ukraine. "Ein Land mit vielen schönen Weisen", wie die Reiseleiterin berichtete. Über Polen fuhr der imaginäre Bus zur Ostsee, um dort mit der Fähre nach Schweden zu gelangen. Busgeräusche wurden erneut notwendig, denn mit dem ging es weiter nach Norwegen. Und in jedem Land präsentierten die Kinder ein Lied. Im Segelschiff auf dem Seeweg nach Schottland war es das Lied "Wer kann segeln ohne Wind", das gleich mit zwei Flöten vorgetragen wurde. Bei den Highland Games war es eine schottische Weise, in Liverpool ein betrunkener Seemann, der geweckt werden musste. Allen war sofort klar, um welches Lied es sich da handelte: "What shall we do with the drunken sailor" - und alle sangen mit. Irland stand an und damit selbstverständlich eine gefühlvolle irische Melodie. Die dann folgende Fahrt dauerte lange. Schließlich ging es bis nach Paris und anschließend nach Avignon, wo eine bekannte Brücke auf die Reisenden wartete. Bei dem bekannten Liedern waren wieder mal die Zuhörer gefragt. Denn am Ende der Strophe standen die Männer auf, um sich formvollendet zu verbeugen. Bei der nächsten Strophe waren die Frauen mit einem tiefen Knicks an der Reihe.

Publikum

singt kräftig mit

Die beiden Jungs, einer am Klavier, einer mit Hütchen und Flöte, die gedanklich in Italien angekommen sogleich perfekt und voller italienischem Temperament "Bella Ciao" vortrugen, ernteten richtig viel Applaus. Doch lange hielt sich die Reisegruppe nicht in Italien auf. Es ging weiter über Rom nach Barcelona und noch ein Stück weiter nach Griechenland. Es war allen klar, jetzt war ein Sirtaki fällig. Der musste aber erst langsam eingeübt werden, bevor das Tempo drastisch anzog.

Während der Schiffsreise über den großen Teich konnte sich die Obernhainer Reisegruppe vom Sirtaki ausruhen. Schließlich warteten Amerika, Mexico, Brasilien und Kolumbien mit vielen schönen Liedern auf alle.

"Wir haben lediglich nur noch drei Kinder im Kinderchor und vier im Jugendchor", bedauerte Petra Fuchs. Also nahm sie die Kinder der Instrumentalgruppe dazu. Und schon stand die Idee zu dieser unterhaltsamen Weltreise. "Man muss doch etwas machen", meinte die Leiterin angesichts der langen Corona-Pause. Recht hatte sie. Diese Tour um den Globus hatte es in sich.

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