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Musikfest »Allegro« legt noch eine Schippe drauf

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Das Musikfest Allegro wartet stets mit Künstlern von Weltrang auf, so etwa beim Auftritt von Solistin Sarah Christian (im Hintergrund Dirigent Thomas Klug) im Rahmen des Eröffnungskonzertes 2019 in Usingen. ARCHIVFOTO: SCHMAH-ALBERT © Ingrid Schmah-Albert

Etwa 100 Künstler aus aller Welt, die zu den Besten ihres Fachs gehören, finden von Freitag, 24. Juni, bis Sonntag, 10. Juli, beim Musikfest »Allegro« den Weg in den Taunus.

Usinger Land. Seit 2011 verzaubert Allegro, das große Musikfest im Usinger Land, sein Publikum. Alle zwei Jahre gastieren namhafte Künstler auf verschiedenen Bühnen im Altkreis - wenngleich auch hier die Pandemie die Reihe etwas durchwirbelte, 2021 musste es ausfallen, wird aber in diesem Jahr wieder für alle Musikliebhaber organisiert. Bei der nun sechsten Auflage haben die Organisatoren neben den bekannten Aufführungsorten nun auch die evangelische Kirche Grävenwiesbach, die katholische Kirche St. Marien Neu-Anspach und das Schloss Neuweilnau mit aufgenommen. Etwa 100 Künstler aus aller Welt, die zu den Besten ihres Fachs gehören, finden von Freitag, 24. Juni, bis Sonntag, 10. Juli, den Weg in den Taunus. Im Kern steht wie immer die klassische Musik, wobei die künstlerischen Leiter Friederike Richter-Wedell und Karl-Werner Joerg diesen Pfad gerne verlassen, um das Hörspektrum mit Jazzklängen, Crossover oder mit ungewöhnlichen Besetzungen zu bereichern.

Verschiedene Schwerpunkte

Die Idee selbst stammte von Friederike Richter-Wedell, die schon mit dem Kulturkreis Usinger Land kulturelle Maßstäbe setzt und selbst eine hervorragende Pianistin ist. Ihre Initiative wurde vom Kreis schnell aufgegriffen, Karl-Werner Joerg wird seitens des Kreises als Mitorganisator benannt. Denn auch beim Kreis fand sich eine ähnliche Idee in der Schublade. »Das abwechslungsreiche und heitere Programm ist von Anfang an Kennzeichen von Allegro gewesen. Ich freue mich, dass das auch für diese Auflage gelungen ist, die einen exquisiten sommerlichen Musikgenuss im Taunus verspricht«, so Landrat Ulrich Krebs (CDU). »Der Taunus wird zum Klingen gebracht, und wir dürfen uns auf ein buntes Programm an wunderbaren Orten freuen.« Trotz des Schwerpunkts Klassik sind auch andere Musikthemen zu finden. Jazz (2011), Irish Folk (2013), Klezmer (2015) und Weltmusik (2017, 2019) werden ebenfalls immer wieder ins Programm aufgenommen.

Ebenso finden sich Konzerte für Kinder verschiedener Altersstufen. Die Allegro-Reihe steht immer unter einem bestimmten Motto. Bisher waren dies »AnTasten« (2011), »Saitensprünge« (2013), »Schalmeienklänge« (2015), »Aufbruch« (2017), und »Zum Fünften« (2019). In diesem Jahr lautet die Überschrift »Lebensimpulse« - was auch recht passend zum Jubiläumsjahr des Kreises ist. Das Festival bringt mehr als 60 000 Bürgern hochkarätige Veranstaltungen in ihre Region. Allegro als singuläres Ereignis im Usinger Land hat sich einen hohen Aufmerksamkeitswert erarbeitet, denn die Besucher erleben die reizvolle Landschaft in Zusammenhang mit dem Festival als Kulturlandschaft. Das Usinger Land erhält so durch Allegro eine zusätzliche Attraktivität, eine Art kulturellen Leuchtturm.

Ausweitung der Spielorte

Die Dezentralisierung der Spielorte hat sich bewährt, nun legt man hier noch eine Schippe drauf. Denn mit der Ausweitung der Spielorte »will man die Ortsgemeinschaften noch stärker ansprechen«, sagte Krebs. Die Kommunen selbst, in denen Allegro stattfindet, zahlen einen kleinen Obolus für die Konzerte. Inzwischen hat das Musikfest auch über die Kreisgrenze Wirkung gezeigt wie Kartenbestellungen zeigen.

Gerade für Usingen als zentralen Ort der Reihe hat Allegro einen wichtigen Stellenwert. »Wir alle freuen uns, endlich die Kultur in ihren unterschiedlichsten Facetten wieder aufleben zu lassen. So konnten für dieses Jahr mit großem Engagement Künstler gewonnen werden, die uns nach dem aktuellen Motto ,Lebensimpulse‹ sicherlich inspirieren, verzaubern oder auch mitreißen werden. Und wir alle brauchen diese Impulse für unser Leben«, sagte Bürgermeister Steffen Wernard (CDU). Er ergänzt: »Und mit dem erstmaligen Open Air am Alten Marktplatz in Usingen werden wir sicher einen Glanzpunkt setzen. Ein großes Dankeschön geht vor allem an die Künstler, Organisatoren und Unterstützer. Es war für sie alle eine harte Durststrecke. Und ich danke für den Mut, die Leidenschaft und Kraft, nicht aufzugeben.«

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