Herrlich verschneit war das Feldberg-Plateau in den vergangenen Tagen - aber tagsüber selten so leer wie auf dieser Aufnahme, die der Neu-Anspacher Hans Peukert mit seiner Piper Cub, Baujahr 1953, fotografiert hat.
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Herrlich verschneit war das Feldberg-Plateau in den vergangenen Tagen - aber tagsüber selten so leer wie auf dieser Aufnahme, die der Neu-Anspacher Hans Peukert mit seiner Piper Cub, Baujahr 1953, fotografiert hat.

Feiertage

Nach Verkehrschaos: Feldberg-Plateau über Weihnachten gesperrt

Das Plateau auf dem Großen Feldberg im Hochtaunus wird für Autofahrer gesperrt. Auch ein Silvesterfeuerwerk wird es nicht geben.

Das Plateau des Großen Feldbergs wird über die kommenden Feiertage für den Individualverkehr gesperrt. Vom 24. bis einschließlich 27. Dezember sowie am 31. Dezember und 1. Januar ist die Zufahrt zum Plateau nur für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) möglich, vermelden der Taunus Touristik Service (TTS) und der Naturpark Hochtaunus. Die Sperrung betrifft demnach die Abzweigung zum 881 Meter hohen Gipfel ab der L 3024 (Zufahrt zum Großen Feldberg). Somit können auch die Parkplätze auf dem Feldberggipfel nicht genutzt werden.

Sofern dann noch eine Überlastung der angrenzenden Verkehrswege eintritt, soll die Sperrung erweitert werden. Dann wäre die Zufahrt zum Großen Feldberg bereits an den Zufahrten "Rotes Kreuz" und "Sandplacken" gesperrt, wodurch weitere Parkmöglichkeiten wegfallen - etwa die Parkplätze "Kahlgraben" und "Windeck".

Mit der Sperrung reagieren die Anrainer-Kommunen auf die hohen Besucherzahlen der vergangenen Wochenenden und die damit einhergehende Überlastung der Parkplatz-Kapazitäten. Unter anderem hatte Schmittens Bürgermeister Marcus Kinkel das in dieser Zeitung deutlich moniert. Auch am vergangenen Wochenende waren alle Parkplätze schon früh belegt.

Durch die Corona-Pandemie, in der es viele Besucher für Tagesausflüge in den Taunus zieht, habe der Verkehrs- und Besucherdruck auf die Feldbergregion weiter zugenommen. Damit einher gehe nicht nur ein Verkehrschaos rund um den Großen Feldberg, die Zufahrtsstraßen und diverse Orts- und Stadtteile der umliegenden Städte und Gemeinden - auch die Umwelt leide unter den Massen. Zudem seien die Abstandsregeln zur Eindämmung von Corona mitunter schwierig einzuhalten.

Die stellvertretende Geschäftsstellenleiterin des Naturpark Taunus, Carolin Pfaff, weist darauf hin, dass Wald und Flur kein rechtsfreier Raum sind. Hier gelte wie überall, dass man nur mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten unterwegs sein dürfen. Dieselben Regeln gelten für Lauf- oder Hundetreffs. "Der Taunus bietet so viele Attraktionen, dass man problemlos auf Alternativen ausweichen kann", erklärt Pfaff. "Daher raten wir Besuchern des Naturparks dazu, den Großen Feldberg über die Feiertage zu meiden." Sarah Menzebach vom TTS ergänzt: "Man sollte den Taunus nicht nur auf den Großen Feldberg reduzieren. Auch im flächenmäßig viel größeren Usinger Land gibt es wunderschöne Wanderrouten, die deutlich weniger besucht sind als das Feldberggebiet."

Der TTS und der Naturpark Taunus appellieren an die Eigenverantwortung der Taunus-Besucher: Nicht nur die geltenden Abstands- und Hygieneregeln müssen von allen Besuchern befolgt werden - auch den Abfall, der mit steigenden Besucherdruck schnell überhand nimmt, sollen die Besucher zumindest in einem der bereitstehenden Mülleimer entsorgen. Noch besser ist es, wenn jeder seinen Müll wieder mit nach Hause nimmt, denn die Abfallentsorgung gestaltet sich im Wald deutlich aufwendiger als in der Stadt.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist in diesem Jahr das Zünden von Feuerwerken generell verboten - das gilt somit auch für das Silvesterfeuerwerk auf dem Gipfel des Großen Feldbergs. Von Sabine Münstermann

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