14 Namen, die nicht vergessen werden

Bei der dritten Stolperstein-Verlegung am Montag wurde an 14 Personen erinnert:   Joseph

Bei der dritten Stolperstein-Verlegung am Montag wurde an 14 Personen erinnert:

  Joseph Haas, Wallstraße 19. Der Bäckersohn floh vor den Nazis nach Belgien und Frankreich, starb aber dennoch 1942 in Auschwitz.

  Bertha Harth, Wallstraße 14. Die Verkäuferin musste zunächst ins so genannte Judenhaus am Hohlebrunnen umziehen, bevor sie 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde.

  Adolf Lang, Elisabethenstraße 30. Der Eierhändler musste sein Haus verkaufen und wurde in Frankfurt untergebracht. Nach einem Gewaltmarsch wurde er im Baltikum erschossen.

  Ernst Reinach, Elisabethenstraße 47. Der behinderte Mann wurde über Weilmünster nach Hadamar gebracht und dort in einer als Duschraum getarnten Gaskammer ermordet.

  Rudolf Neugass, Obergasse 16. Der ledige Bankprokurist war Wohltäter und Vormund für Ernst Reinach. Er starb 1942 in Theresienstadt.

  Salomon Lind, Höhestraße 12. Mit seiner Frau Rosa betrieb er ein Lebensmittelgeschäft in Ober-Eschbach. 1945 starb er an Unterernährung in Theresienstadt.

  Moritz und Minna Stein sowie ihre Kinder Bertha Blanka und Julius Stein, Obergasse 3. Die Kinder wurden 1938 vom Besuch der Landgraf-Ludwig-Schule ausgeschlossen. Mit ihrer Mutter wurden sie 1942 verschleppt und in Sobibor ermordet.

  Die Geschwister Erna Bertha und Otto Holzmann, Dietigheimer Straße 17. Sie wurde ermordet, er nahm sich im Gefängnis in Frankfurt das Leben.

  Ida Haas, Höhestraße 32. Die alleinstehende Frau starb in Theresienstadt.

  Alfons Pflügel, Kirdorfer Straße 22. Der Bäckermeister war Christ und bediente jüdische Kunden. Er wurde verhaftet, sein Schicksal ist unbekannt.

In einer unserer nächsten Ausgaben werden wir mehr über Leben und Schicksal der Deportierten berichten.

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