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Neben Sicherheit künftig auch mehr Sonne

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Die Borkenkäfer haben für mehr Licht im Schwimmbad gesorgt: »Abends haben wir jetzt länger Sonne«, sagt Schwimmmeister Achim Fortner. © Red

Neu-Anspach (fms). »Als sie umlagen, hat man erst einmal gesehen, wie durchlöchert die waren.« Das sagt Schwimmmeister Achim Fortner und meint damit die Fichten auf dem oberen Teil der Liegewiese im Waldschwimmbad. Der Borkenkäfer hatte die Rinde vieltausendfach durchbohrt und damit zum Absterben der Bäume geführt - weshalb diese nun eine Gefahr für Menschen darstellten, die sich in ihrer Umgebung aufgehalten hätten.

Deshalb mussten sie weg, und das ist jetzt geschehen. »Es ist schneller gegangen als gedacht«, berichtet Fortner. So sei ein entsprechender Abschnitt des Zauns demontiert worden, und vom Waldweg an der Bergseite aus habe man die Bäume gefällt und herausgezogen. Die Liegewiese wurde so glücklicherweise nicht in Mitleidenschaft gezogen. Rund 20 Bäume standen dort in Reihe und haben einen Teil des Schwimmbadgeländes optisch abgetrennt. Damit verschatteten die Bäume allerdings auch einen großen Teil der oberen Liegewiese. Für Schattensucher sicher kein Problem, aber jetzt bleibt die untergehende Sonne länger sichtbar, und das kommt dem Bereich um das Becken zugute.

Vorsorge für Hochwasser

Ein Baum, der nicht betroffen war, steht noch und wirkt jetzt etwas deplatziert. Er wäre ein schöner Weihnachtsbaum für den Frankfurter Römerberg, scherzte der Schwimmmeister. Ansonsten ragen nur die flachen Stümpfe aus dem Boden, und die Fläche muss noch gestaltet werden. Aber es muss noch mehr gemacht werden, erklärt Fortner. So befindet sich in Höhe der abgeholzten Baumreihe der Einlauf der Usa, die dort verrohrt unter der Liegewiese und der Gaststätte durchgeführt wird, bis sie unterhalb des Schwimmbades wieder austritt. Aber auch oberhalb des Einlasses ist der Bachlauf rund 20 Meter verrohrt. Dieser Abschnitt soll wieder geöffnet werden, sodass der Quellbach bis zum Einlauf offen fließen kann. Der Einlauf wird auch saniert, denn - wie sich bei einem Starkregen im vergangenen Sommer gezeigt hatte - war er nicht in der Lage, die Wassermassen aufzunehmen, sodass sich Schlammwasser bis ins Schwimmbecken ergoss. Außerdem hatten Astwerk und Laub Rohre und den Rost verstopft.

»Es sind noch weitere Maßnahmen angedacht, aber noch nicht abschließend entschieden«, informiert Fortner. So könnte man den oberen Teil, der nicht als Liegewiese genutzt wurde und wo sich der Fitnessparcours befindet, mit einem Zaum abtrennen und den Parcours in der Badesaison durch ein Tor vom Schwimmbad aus zugänglich machen. Nach der Saison könne er von außen zugänglich bleiben. Zurzeit ist der Parcours mit einem Bauzaun gegen das Schwimmbad abgeschlossen. Ansonsten seien nur die regelmäßigen Arbeiten vor Saisoneröffnung durchzuführen.

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