Radwege-Netz im Hochtaunus soll verbessert werden

Die Bedingungen für den Radverkehr im Hochtaunuskreis verbessern möchte der "Runde Tisch Radverkehr", der sich kürzlich zum ersten Mal getroffen hat. Fachlich begleitet wird er von der Gesellschaft für Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm), die auch die Erarbeitung des Radverkehrskonzeptes unterstützen wird.

Radfahren gewinnt zunehmend an Bedeutung – auch im Hochtaunuskreis. Nicht nur als Freizeitbeschäftigung, sondern auch viele Pendler steigen mittlerweile aufs Rad, um zur Arbeit zu gelangen. Dieser Wandel wird von der Politik ausdrücklich begrüßt. Doch um noch mehr Menschen dazu zu bewegen, müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. Und zwar nicht nur in einer Stadt oder Gemeinde, sondern gemeindeübergreifend. Daher liegt die Idee eines Radverkehrskonzepts für den Landkreis auf der Hand. Um ihn zu erstellen, hat sich nun auf Einladung von Landrat Ulrich Krebs (CDU) erstmals der „Runde Tisch Radverkehr“ getroffen, der gemeinsame Leitlinien erarbeiten soll.

Das Gremium besteht insgesamt aus 22 Vertretern der Städte und Gemeinden des Hochtaunuskreises, dem Naturpark Taunus, dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT), Vertretern der Kreistagsfraktionen, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und Hessen Mobil. Das Land Hessen erarbeitet derzeit ein hessenweites Radhauptnetz, welches schnelle und großräumige überörtliche Verbindungen und mögliche Radschnellverbindungen betrachtet. Der Regionalverband wird im Zuge der Erstellung des regionalen Flächennutzungsplans ein regionales Radverkehrsnetz erarbeiten, das ebenfalls Hauptwegeachsen für die überörtlichen Radverkehrsverbindungen innerhalb der Region beinhalten wird. Dieses soll zudem die überörtlichen Verbindungen bündeln und ein Netz von Radwegen auch über den gesamten Kreis legen. „Das Radverkehrskonzept stellt für den Landkreis eine sinnvolle Ergänzung dieser Planungen dar und wird im Ergebnis in das Kreisentwicklungskonzept eingearbeitet, welches derzeit erarbeitet wird“, so Krebs.

Dies sei zu begrüßen, da es bis heute Stellen im Landkreis gebe, wo Radfahrer sich unerwünscht fühlen oder nicht als Verkehrsteilnehmer berücksichtigt wurden. Die bislang bestehenden Angebote wieder Radroutenplaner Hessen, so der Tenor der Vertreter des „Runden Tischs“ seien nicht ausreichend, vielmehr seien noch viele Änderungen im Bereich der Infrastruktur notwendig.

Eine erste Themen- und Ideensammlung für ein Radverkehrskonzept zeige, so Krebs, dass man bereits heute auf gute Grundlagen und Projekte, aber auch auf Ideen für das Konzept aufbauen kann. „Es darf nicht nur über Radschnellverbindungen gesprochen werden, auch der Ausbau von Verbindungen der Kommunen und die Sicherheit der Radfahrenden ist neben der Leistungsfähigkeit des Netzes ein wichtiges Kriterium“, betonte er. Im Januar 2019 wird der nächste „Runde Tisch Radverkehr“ stattfinden und über konkrete Inhalte und Aufgaben für die Erstellung des Radverkehrskonzeptes beraten.

(red)

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