+
Als Versammlungen noch möglich waren, hatte auch der BUND seine Zusammenkunft inklusive Vortrag. 

Natur- und Umweltschutz

Mischt mit in der Lokalpolitik: BUND hofft, Edeka-Markt verhindern zu können

  • schließen

Der BUND berichtet über seine zahlreichen Veranstaltungen und Projekte. Die Naturschützer werden auch bei lokalen Projekten angehört. Sie wollen den neuen Edeka-Markt in Neu-Anspach verhindern. 

Neu-Anspach - Die Jahreshauptversammlung des Kreisverbands musste gerade ausfallen, die des BUND Ortsverbands Usingen-Neu-Anspach ging der verschärften Phase der Corona-Krise gerade noch voraus.

Allzu "aufregend" war die Tagesordnung allerdings nicht, nachgewählt wurde nur die erste Kassenwartin, Mechthild Gladisch, und gewählt wurden die Delegierten für die Landesversammlung.

Zahlreiche Veranstaltungen

Die Vorsitzende Friederike Schulze gab einen Bericht über die zahlreichen Veranstaltungen und Projekte des Ortsverbandes einschließlich der Kinder-BUND-Gruppe. Zu den herausragenden Aktionen gehörte eine Nachtfalterexkursion in den Westerfelder Wald sowie die sensationell gut besuchte Multimediashow im Experience Center von Adam Hall. Bei ihr wurde über eine Familie berichtet, die der Klimawandel unter anderem bis nach Grönland trieb.

Der BUND ist auch Träger öffentlicher Belange in Sachen Natur- und Umweltschutz und wird deshalb auch bei lokalen Projekten angehört. So berichtete Schulze noch einmal über das Vorhaben, zwischen dem Ortsrand von Anspach und der Heisterbach-Brücke ein Gewerbegebiet mit einem neuen Edeka-Markt anzulegen. Obwohl die Planungen schon weit gediehen seien, habe man die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das Projekt zu verhindern. Desgleichen werde man sich im Zuge der Offenlegung des Regionalplanes bezüglich der Flächenanmeldungen beider Städte stark einbringen, kündigte die Vorsitzende an.

Öffentliche Nutzung

Desweiteren ist der BUND aktiv, was die Diskussion um den ehemaligen Steinbruch bei Westerfeld betrifft, der einerseits als Ausgleichsfläche für den Ausbau der Taunusbahn begehrt ist, andererseits aber auch Bürger auf den Plan gerufen hat, welche die Steinkaut in einem beschränkten Rahmen für eine öffentliche Nutzung erhalten möchten.

Der Versammlung ging eine Bildershow einer Fotografengruppe voraus, die sich zurzeit besonders der Rettung des Waldes verschrieben hat. "Unser Stadtwald im Blick der Kamera", lautete der Titel des Lichtbildervortrags.

Die Fotografen Hans-Jürgen Baumann, Karl-Alwin Hiller, Harald Kalbhenn, Hartmut Stamm sowie Anne Killat haben im Sommer des vergangenen Jahres damit begonnen, die Auswirkungen des Klimawandels "vor ihrer Haustür" - im Neu-Anspacher Stadtwald - zu dokumentieren. Die Fotografen haben eine Vielzahl von Themen individuell abgebildet und dabei einerseits die Schäden schonungslos in Bildern dokumentiert, die aufrütteln und betroffen machten. Killat ging die Sache etwas anders an und versuchte, die "Schadenbilder" künstlerisch umzusetzen sowie zu ästhetisieren und unterlegte die Aufnahmen mit Musik.

Die Spenden, die eingingen, kommen dem Projekt "Waldliebe" zugute.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare